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Brandenburg/Havel Klein Kreutz: Gute Nachrichten für Radfahrer und Nachteulen
Lokales Brandenburg/Havel Klein Kreutz: Gute Nachrichten für Radfahrer und Nachteulen
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14:40 08.11.2018
Oberbürgermeister Steffen Scheller stellt sich den Fragen der Bewohner des Brandenburger Ortsteils Klein Kreutz. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

Fehlender Fahrradweg, bedingter Busanschluss und die Begrenzung des Tempolimits für LKW – diese drei Hauptthemen bereiteten den Bewohnern des Brandenburger Ortsteils Klein Kreutz bisher so manch schlaflose Nacht. Am Mittwochabend lud Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) alle interessierten Bürger des Ortsteils zu einer Gesprächsrunde in das Feuerwehrgerätehaus in Klein Kreutz, um diese Dauerbrenner zu diskutieren und Entwicklungsaussichten darzustellen.

Unterstützung erhielt Scheller dabei vom Geschäftsführer der Brandenburger Verkehrsbetriebe (VBBr) Jörg Vogler. Den 30 Gästen zeigte sich – die schlaflosen Nächte der Klein Kreutzer könnten bald der Vergangenheit angehören.

Der Radweg soll weiter führen

„Der Radweg muss kommen“, sagte Scheller zum Ausbau des Beetzsee-Rundweges nach Saaringen, Ortsteil von Klein Kreutz. Der Weg spiele für den Oberbürgermeister eine große Rolle. „Die Verbindung mit Saaringen mittels eines multifunktionalen Weges ist förder- und somit umsetzbar“, so Scheller. Für die Radverbindung stünden mehrere Varianten zur Wahl: zum einen ein Radweg parallel zur Landstraße 91, bei den Alten Weinbergen beginnend, oder aber entlang der alten Bahntrasse in Klein Kreutz.

Ein Treffen zwischen Grundstücksbesitzern und Scheller hätte es bereits gegeben. Ziel sei es gewesen, fremde Eigentumsrechte der Grundstücke, auf denen der Radweg verlaufen soll, zu klären. „Ein Eigentümer stellte sich anfangs quer, konnte aber überzeugt werden“, so Scheller. „Hier plant die Stadtverordnetenversammlung (SVV) einen Teilerwerb der vom Bau betroffenen Privatgrundstücke“.

Die Stadtverordneten haben das Geld bereits bewilligt

Die SVV genehmigte bereits die Mittel für das Förderprogramm des rund zwei Kilometer langen Radweges, dessen Bau voraussichtlich etwa 700 000 Euro kosten wird. Lediglich der Fördermittelantrag steht noch aus. „Ich gehe davon aus, dass der Weg Mitte 2020 fertig wird“, sagt Scheller. „Das es so lange dauert wie es dauert ist zwar wenig erquicklich, aber es stehen immer mehr Zeichen auf grün.“

Ebenfalls positive Nachrichten zum Thema Busanschlüsse gab es Jörg Vogler. In der Vergangenheit klagten viele Klein Kreutzer über die Anbindung ihres Ortes an die öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere nach 18 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt steuerte bisher kein Fahrzeug der Buslinie F den Ortsteil an, welche Klein Kreutz mit der Havelstadt verbindet.

„Klein Kreutz ist nicht der einzige Ortsteil, der nach einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr vom Öffentlichen Nahverkehr befahren wird“, sagt Vogler. „Dieses Problem besteht in allen randlagigen Ortsteilen wie beispielsweise Göttin und Wust.“

Zur Feststellung der Fahrgastnutzung zeichnen automatische Zählanlagen in über der Hälfte der im Fahrzeugbestand der VBBr betriebenen Busse und Bahnen die tageszeitbedingten Nutzerveränderungen auf. Diese entscheidet über das Hinzufügen oder Entfernen von Fahrzeugen in oder aus dem Linienbetrieb.

Hohe Nachfrage nach nächtlichen Fahrten

Um die hohe Nachfrage nach einen nächtlichen Busbetrieb in Klein Kreutz zu erfüllen, hätte es verschiedenen Überlegungen gegeben: „Eine Möglichkeit wäre, die Ortsteile mit einem Nachtbus zu verbinden, die Länge der Gesamtwege ist jedoch zu groß“, so Vogler. „Auch die Busse länger fahren zu lassen ist nicht möglich, da die Ruhezeiten für die Fahrer eingehalten werden müssen.“

Ab dem 9. Dezember kommt es stattdessen zum Einsatz von Zusatzfahrzeugen, die mindestens zwei weitere Anbindungen zwischen 18 und 24 Uhr in Klein Kreutz ermöglichen. Zusätzliche 165 000 Euro Investitionen durch die VBBr in Fahrer und Material ließen die Erweiterung zu. „Wir haben unseren Fahrplan komplett auf den Kopf gestellt, um diesen Mehrbetrieb wirtschaftlich umzusetzen“, so Vogler.

Mit dem letzten großen Kritikpunkt der Groß Kreutzer, nämlich der fehlenden Geschwindigkeitsbegrenzung für LKW auf 30 km/h innerorts, befasse sich die Stadtführung momentan noch. Auch die Frage eines Bürgers nach regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen konnte nicht abschließend beantwortet werden. „Die verschiedenen Möglichkeiten müssen zuerst geprüft werden“, so Scheller. „Es wird jedoch daran gearbeitet, auch dieses Thema zu lösen.“

Von Tobias Wagner

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