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Kleine Kapelle, große Pläne

Brandenburg an der Havel Kleine Kapelle, große Pläne

Die Wredow-Woche wurde feierlich in der St. Jakobskapelle eröffnet – der erste Bauabschnitt des historischen Gebäudes ist fertig. Mit seinem Kehlbalkendach und den Andreaskreuzen ist die Kirche eine ingenieurtechnische Meisterleistung, weiß Architektin Heidrun Fleege. Der mittelalterliche Sakralbau soll für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

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Die St. Jakobskapelle während der Bauarbeiten.

Quelle: Heiko Hesse

Brandenburg/H. Volle Aufmerksamkeit bekam die St. Jakobskapelle auf dem Wredowplatz am Montagnachmittag: Inzwischen konnte der erste Bauabschnitt der kleinen Kapelle beendet werden, nun ist dort die Wredow-Woche feierlich eröffnet worden.

Bei den Sanierungsarbeiten wurden das Fundament und die Betonwand des mittelalterlichen Sakralbaus trockengelegt. In den vergangenen Jahrzehnten hatte sich immer mehr Feuchtigkeit in den Mauern angesammelt, so dass die Kirche nicht mehr frostsicher war und dringend restauriert werden musste. Neben der Trockenlegung wurde auch am Dach gearbeitet, das nun komplett fertig ist – auch Teile der Außenwand sind schon ausgebessert worden, sagte Klaus Lietze, Geschäftsführer der Wredow-Stiftung und früherer Handwerker.

Während der Eröffnung am Montagnachmittag

Während der Eröffnung am Montagnachmittag.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Die Arbeiten wurde archäologisch begleitet, doch es konnte nichts Bedeutendes entdeckt werden. Noch müssen einige Backsteine ausgewechselt werden. In Zukunft ist geplant, den Innenraum beheizbar zu machen und der Außenanlage einen mittelalterlichen Charakter zu verleihen, sagte Klaus Lietze. Zudem sollen im Inneren noch kleine Fenster für die bessere Nutzung eingebaut werden, so dass der Raum Aufenthaltsqualität bekomme, betonte die beauftragte Architektin Heidrun Fleege.

Der rechteckige Untergeschossbau des Gebäudes wurde 1334 errichtet, nach 1493 kam der achteckige Glockenturm hinzu. Im Jahr 1892 wurde der letzte Bauabschnitt beendet. „Mit seinem Kehlbalkendach und den Andreaskreuzen ist die Kirche eine ingenieurtechnische Meisterleistung“, sagte Fleege. Bisher sind insgesamt 80 000 Euro in die Sanierung geflossen, davon kamen 60 000 Euro Fördermittel vom Land Brandenburg. An dem Sanierungsprojekt waren bisher zehn Firmen beteiligt. Ab dem Jahr 2002 wurde die Kirche in Liegenschaft der Stiftung geführt, bis Ende der 1990er-Jahre ist sie von der St. Katharinengemeinde genutzt worden.

Jetzt werde aktiv um Fördermittel für den zweiten Bauabschnitt geworben, sagte Detlef Karg, Kurator der Stiftung Wredowsche Zeichenschule. Im zweiten Bauabschnitt soll es vor allem um die Sanierung des Mauerwerks, den Turm und den Innenraum gehen. Langfristiges Ziel sei, die Kapelle als kulturellen Ort zu nutzen und dort Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen zu organisieren.

Von Melanie Höhn

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