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Kletterrose aus dem Container

Baumschulen-Betreiber zaubern Buga-Pracht Kletterrose aus dem Container

Der Bund Deutscher Baumschulen hat sich in Brandenburg einen Überblick über die Buga verschafft. Ausstellungschef Rainer Berger ist besonders stolz auf die historische Pergola, die mit Kletterrosen verschönert werden soll.

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Die Pergola wird im nächsten Jahr nicht wiederzuerkennen sein.

Quelle: André Wirsing

Brandenburg an der Havel. Wenn Rainer Berger über die Höhepunkte seiner Buga spricht, glänzen seine Augen, die sonst kühl die Umgebung mustern "Meine Highlights sind die Rosen in Brandenburg an der Havel, die Rhododendren in Rathenow oder die gestalteten Gräber in Havelberg." Den Augen des Chefs für alle gärtnerischen Ausstellungen entgeht nichts beim Spaziergang über den Marienberg. Er bemerkt den Blick seiner Gäste vom Bund Deutscher Baumschulen (BDB), die sich einen Überblick über die Buga verschaffen wollen. "Die historische Pergola haben wir vom wilden Bewuchs befreit, neue Holzaufleger kommen auch drauf. Dann nur noch die Kletterrosen, dann ist es wie neu." Fragende Blicke bei den Experten. Wie soll das gehen, da hätte er schon vor drei Jahren anfangen müssen?! Das freut Berger. Prompt lobt er die Zunft der Gäste. "Ihre Kollegen ziehen seit langem die Kletterrosen in Containern vor. Mit entsprechenden Rankhilfen bringen sie es dann auf 2,50 bis 3,50 Meter Länge." Also anliefern, einpflanzen, drüberlegen, fertig!

Karl-Heinz Plum ist BDB-Ehrenpräsident, acht Jahre führte er den Bund, der einer von drei Gesellschaftern der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft ist. "Jede Buga ist eine andere Herausforderung für unseren Stand, mich faszinieren die Unterschiede." Die Arbeit seiner Kollegen sei immer eine Kombination aus dem Planerischen und dem Machbaren. Besonders freut Plum, dass sich junge Familien wieder der Bedeutung von Bäumen, für Temperatur, Wasserhaushalt, Lichtregulierung und Erholung bewusst werden. Er kommt gerade von einer Präsentation der Züchter von Obstbäumen; die Menschen haben ihn und seine Kollegen faktisch überrannt.

In der Havelregion werde sich dieser Trend fortsetzen, glaubt er genau wie Berger. Es sind auch die scheinbaren Gegensätze. Zum historischen Gartendenkmal, das seit 1850 permanent gestaltet wird, passen die Stauden der 1970er-Jahre. Was aber beispielsweise gar nicht mehr geht, ist Buchsbaum, auch nicht an der Wege-Einfassung des Südaufgangs zum Rosenhag ‒ zu viele Krankheiten, zu sehr "Friedhofsgewächs", zu unmodern. Dafür wird es Liguster geben. Der ist pflegeleichter, haltbarer und besser in Form zu bringen.

Berger scheint ins Nirgendwo zu schauen, dabei hat er seine Buga-Flächen dreidimensional vor dem geistigen Auge. Und den Unkundigen verspricht er ganz viele Überraschungen.

Von André Wirsing

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