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Brandenburg/Havel Klinikum: Auf Herz und Nieren
Lokales Brandenburg/Havel Klinikum: Auf Herz und Nieren
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00:34 08.03.2018
Eine Dialyse-Patientin sitzt an einem Dialysegerät angeschlossen in einem Behandlungsraum. Quelle: Arno Burgi
Brandenburg/H

Die Vision von gleich zwei neuen Stationen am Städtischen Klinikum wird zur Jahresmitte umgesetzt. Ab dem 1. Juli wird es eine Internistische Intensivstation geben, zudem auch eine stationäre Dialyseeinheit.

Letztere sollte bereits im Vorjahr in Betrieb gehen, doch nun wird sie tatsächlich umgesetzt. Seit 1996 hatte das Klinikum keine eigene Dialysestation mehr, die nierenkranken Patienten wurden zur ambulanten Dialysepraxis in die Göttiner Straße transportiert. Oder sie wurden zum Potsdamer Klinikum verlegt, wenn sie nicht transportfähig waren.

Seit dem vergangenen Herbst ist der Göttinger Medizinprofessor Daniel Patschan als ausgewiesener Nierenspezialist ins Klinikum gewechselt, zugleich wurde der Internist zum Professor an der Medizinischen Hochschule MHB berufen. Nun werden insgesamt neun Dialysemaschinen angeschafft, die Station soll im Haus 1 (Empfangs- und Hauptgebäude unterkommen, in der bisherigen neurophysiologischen Ambulanz. Das Klinikum rechnet mit 1800 Behandlungen pro Jahr.

Die Finanzierung für die technischen Geräte ist bisher noch recht unbekannt – nämlich das Pay-per-Use-Verfahren: Es wird eine feste Vergütung für jede einzelne Geräteanwendung fällig. Von den Zahlungen der Krankenkassen ans Klinikum pro Behandlung geht ein bestimmter Anteil direkt weiter zum Hersteller.

Mehr als die Hälfte sind Personalkosten

Der Personalaufwand wird in diesem Jahr voraussichtlich bei 57,03 Millionen Euro liegen.

Damit beträgt der Anteil an den Gesamtkosten 50,8 Prozent.

Angenommen wird ein Anpassen der Vergütungstabelle um 3,3 Prozent ab dem 1. April für den ärztlichen Dienst. Beim nichtärztlichen Dienst sind es jeweils zwei Prozent im April und im Oktober.

Ein Entlastungstarifvertrag, wie von Verdi gefordert, würde einen zusätzlichen Personalaufwand von mehr als zwei Millionen Euro bedeuten. Sollte der Gesellschafter dies wünschen, müsse er es auch finanzieren.

Ebenfalls zum 1. Juli wird eine internistische Intensivstation ausgewiesen. Dazu wird die jetzige kardiologische Überwachungsstation mit 18 Betten künftig als internistische Intensivstation betrieben, die chirurgische Wachstation zieht ins Haus 3 um. Mit der neuen Station soll es insbesondere eine bessere Betreuung für kardiologische Patienten (mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen) geben. Zudem hat es für das Krankenhaus noch einen ganz praktischen Hintergrund: Bei klarerer Abgrenzung der Versorgungsfälle lassen sich die einzelnen Behandlungen besser mit den Krankenkassen abrechnen, heißt es unverblümt im Wirtschaftsplan 2018, der am 19. März vom Hauptausschuss gebilligt werden soll. Der Aufsichtsrat des städtischen Unternehmens hat bereits am 13. Februar der Gesellschafterin (Kommune) ein Zustimmen zum Wirtschaftsplan empfohlen.

Das Papier sieht unter anderem für diese Jahr etwas mehr als zwölf Millionen Euro an Investitionen vor. Davon fließen allein anteilig neun Millionen Euro in den Neubau von Krankenhausapotheke, Labor und Pathologie – der kostet gut 20 Millionen Euro. Drei Millionen Euro fließen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung – vornehmlich in die neuen Stationen.

Deshalb wird es auch 42 Vollzeitstellen mehr als im Vorjahr geben – davon unter anderem sieben Ärztestellen, 15 Stellen im Pflegedienst sowie fünf Stellen im medizinisch-technischen Dienst. Damit erhöht sich das Volumen des Stellenplanes auf dann 785 Vollkräfte.

Bis zum vergangenen November gab es 2017 im Klinikum 23.816 Behandlungsfälle, 1291 mehr als noch im Jahr zuvor. In diesem Jahr rechnet das Unternehmen bereits mit annähernd 26.000 Behandlungsfällen, wenn es die Leistungen der beiden neuen Stationen anteilig einrechnet.

Um sicher zu gehen, dass es bei den Abrechnungen mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen keine Überraschungen gibt, beschäftigt das Klinikum in seiner Tochter Klinik Service Center nun auch Case-Manager (Fall-Manager), die ein besseres Dokumentieren aller Fälle gerantieren soll, um Bewertungskriterien zu erfüllen und Streitigkeiten auszuschließen.

Allein aus der so genannten „allgemeinen Krankenhausleistung“ sind Erlöse von 94,83 Millionen Euro für 2018 geplant.

Von André Wirsing

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