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Brandenburg/Havel Klinikum lockt mit Prämien und Geschenken
Lokales Brandenburg/Havel Klinikum lockt mit Prämien und Geschenken
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13:03 19.02.2018
Das städtische Klinikum muss und will Klimmzüge machen, um Fachpersonal zu finden, das bei der Weiterentwicklung des medizinischen Angebots hilft. Quelle: Jens Friebel
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Brandenburg/H

Ärzte im Städtischen Klinikum Brandenburg/Havel untersuchen mehr, operieren mehr, bieten neue Therapien an und behandeln unterm Strich mehr Patienten als in früheren Jahren.

Damit einher geht die Arbeitsverdichtung in allen Bereichen, wie Geschäftsführerin Gabriele Wolter einräumt. Daher wird mehr Personal benötigt, was schwer zu finden ist. Das Klinikum sucht inzwischen auch in Moldawien und der Ukraine.

Am Donnerstag erklärten die Verwaltung und Chefärzte des Klinikums in der Hochstraße, was im vergangenen Jahr neu eingeführt wurde und was für das laufende Jahr zu erwarten ist. Mehr als 24 000 Patienten haben die Ärzte und Pflegekräfte 2017 stationär versorgt, gut 800 mehr als im Vorjahr.

Zurückzuführen ist der Anstieg Gabriele Wolter zufolge zum einen auf die gestiegene Zahl an Untersuchungen und Operation in allen Abteilungen. Zum anderen hat das Krankenhaus mit dem Engagement neuer Fachärzte in der jüngeren Vergangenheit neue Angebote geschaffen.

Die Kardiologen setzen Mikrochips ein, um defekte Herzklappen schonend zu „reparieren“. Die Angiologen vermeiden Amputationen, indem sie Engstellen in den Blutgefäßen der erkrankten Beine aufdehnen. Die Neurochirurgen implantieren „Neurostimulatoren“, um mit Strom gezielt Schmerzen behandeln. Die Leberexperten rücken der Fettleber mit feinen Spezialinstrumenten zu Leibe. All diese Neuerungen und weitere Ansätze in diesem Jahr bringen den Patienten hoffentlich mehr Gesundheit, dem Klinikum mehr Geld und den Beschäftigten mehr Arbeit.

Geschäftsführerin Wolter spricht von Arbeitsverdichtung. „Unsere Beschäftigten leisten schwere belastende Arbeit“, sagt sie.

Die Belastung wird in diesem Jahr weiter zunehmen, wenn die geplante Dialysestation des Nierenspezialisten Daniel Patschan im Juli in Betrieb geht und bis Jahresende die Zahl der Intensivbetten von derzeit 18 auf 30 steigt.

Den zur bestehenden chirurgischen soll eine internistische Wachstation mit im Endausbau zwölf Intensivbetten hinzukommen, die im Drei-Schicht-System arbeitet.

Dafür benötigt das Klinikum Intensivmediziner und in der Intensivpflege erfahrenes Personal. Da auch auf anderen Stationen immer mehr Arbeit anfällt, kündigt die Geschäftsführung an, bis Oktober 2019 mehr als 40 Pflegekräfte zusätzlich einzustellen.

Dabei besteht das große Problem darin, diese Schwestern und Pfleger zu finden. Selbst eine einmalige „Kopfprämie“ von 3000 Euro und Willkommensgeschenke wie Tablets oder Computer bringen nicht sonderlich viel. Das Klinikum setzt daher noch stärker auf Ausbildung – in der Medizinischen Hochschule für angehende Ärzte und in der Medizinischen Schule, in der unter anderem Pflegekräfte für Erwachsene und Kinder ausgebildet werden.

126 Auszubildende in zehn Berufen zählt das städtische Krankenhaus inzwischen. Im April beginnt eine zusätzliche Klasse in der Kranken- und Gesundheitspflege mit 25 Plätzen. Außerdem wird eine weitere Klasse Kinderkrankenpflege eingerichtet.

Da Berufsausbildung ihre Zeit braucht, hat das Klinikum eine Fachagentur angeheuert, um ausgebildete Pflegepersonal in Osteuropa zu akquirieren. Die ersten 10 bis 15 Menschen aus der Ukraine, aus Mazedonien und Moldawien werden zum 1. April erwartet.

Die künftigen Schwestern bekommen einen Intensiv-Deutschkurs, zu ihren Sprachkenntnissen müssen sie eine Prüfung ablegen. Ein Jahr wird es dauern, so rechnet das Klinikum, ehe die Berufsanerkennung in Deutschland durch ist. solange könnten die neue osteuropäischen Kräfte sich aber schon als Pflegehelfer im Brandenburger Krankenhaus einarbeiten.

Von Jürgen Lauterbach

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