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Klinikum investiert Millionen in neue Technik

Brandenburg/Havel Klinikum investiert Millionen in neue Technik

Das Städtische Klinikum in Brandenburg an der Havel investiert 2,2 Millionen Euro in eine neue Generation strahlungsärmerer Untersuchungs- und Therapiegeräte. Die Radiologen können schneller und genauer in den Körper eines Patienten schauen. Der Patient ist ebenfalls rascher mit der Untersuchung fertig und wird deutlich weniger mit Strahlen belastet.

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Gabriele Wolter, Brigitte Menzel, Mathias Sprenger, Dietlind Tiemann und Ivo Buschmann (v.l.) schauen sich das vielseitige neue Untersuchungsgerät im Klinikum an. Mit Blick auf die neue Medizinische Hochschule und die Versorgung vor Ort ist das ein Quantensprung.

Quelle: Foto: Christian Griebel

Brandenburg/H. Die ersten neuen Geräte stehen schon oder werden in dieser Woche aufgebaut. Das Brandenburger Klinikum in der Hochstraße investiert 2,2 Millionen Euro in eine neue Generation strahlungsärmerer Untersuchungs- und Therapiegeräte. Die Radiologen können schneller und genauer in den Körper eines Patienten schauen. Der Patient ist ebenfalls rascher mit der Untersuchung fertig und wird deutlich weniger mit Strahlen belastet.

Das neue Angiographiegerät eröffnet der Radiologie-Chefärztin Brigitte Menzel und ihrer Abteilung moderne Möglichkeiten, auf Spurensuche im Gehirn zu gehen. Das inzwischen 14 Jahre alte Vorgängermodell wird durch den neuesten Stand der Technik abgelöst. Gute neuroradiologische Untersuchungen sind damit möglich. In einem Arbeitsgang können damit die Blutgefäße in beiden Hirnebenen durchleuchtet werden. Statt zweimal muss der Patient nur noch einmal das Kontrastmittel gespritzt bekommen. Die Strahlung, der er anschließend ausgesetzt wird, reduziert sich nach Herstellerangaben um 70 Prozent verglichen mit dem alten Gerät.

Die Untersuchung geht schneller und verspricht genauere Ergebnisse. Mit der Technik der sogenannten 3-D-Rotationsangiographie sieht der Radiologe ein dreidimensionales Bild, das laut Brigitte Menzel eine bessere Orientierung im untersuchten Gehirn ermöglicht und dem Facharzt ermöglicht, die Größe einer unter Umständen gefährlichen Aussackung der Arterie (Aneurysma) einzuschätzen.

Das Großgerät erspart es dem Patienten, aufstehen und den Tisch wechseln zu müssen, um dann im Computertomographen (CT) weiter untersucht zu werden. Denn CT-Technik kann die Neuanschaffung des Klinikum auch. Der Apparat lässt sich nicht nur zur Diagnose, sondern auch für bestimmte Therapien verwenden, nämlich um die erwähnten Aneurysmen zu versorgen, verstopfte Gefäße zu öffnen und Blutgerinnsel aufzulösen oder zu beseitigen und dadurch Leben zu retten.

Bei Leberkrebspatienten können die Radiologen im Brandenburger Klinikum gezielter als bisher die benötigten Medikamente zum Tumor bringen.

Auch die herkömmlichen Röntgengeräte werden aktuell ersetzt. Ein Flachdetektor ermöglicht, dass das gewünschte Bild sofort entsteht und niemand mehr die alten Speicherfolien auslesen muss. Auch in dieser neuen Röntgengerätgeneration ist die Strahlenbelastung während der Untersuchung geringer als zuvor. Für Rückenschmerzpatienten kann es von Vorteil sein, dass sie sich nicht mehr während der Röntgenuntersuchung drehen müssen. Statt des Patienten dreht sich das Gerät.

Eines der beiden neuen Röntgengeräte steht bereits seit der vergangenen Woche in der radiologischen Abteilung. Das zweite folgt wie das Angiographie-Großgerät in dieser Woche. Mitte August wird dann die Rettungsstelle versorgt. Der dortige Schockraum wird mit einen Multifunktionsgerät ausgestattet.

Von Jürgen Lauterbach

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