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Brandenburg/Havel Klinikum schreibt schwarze Zahlen
Lokales Brandenburg/Havel Klinikum schreibt schwarze Zahlen
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02:15 11.05.2017
Angestrahlt: Das städtische Klinkum von Brandenburg an der Havel auf dem Marienberg. Quelle: Jens Friebel
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Brandenburg/H

Das städtische Klinikum Brandenburg/Havel legt für das abgelaufene Wirtschaftsjahr blendende Zahlen vor. Der Ertrag liegt bei fast zwei Millionen Euro und damit so hoch wie noch nie. Die ersten Quartalszahlen in diesem Jahr bestätigen den positiven Trend, berichtet Geschäftsführerin Gabriele Wolter.

Vor wenigen Wochen einigten sich die Tarifparteien auf einen Abschluss für das Brandenburger Klinikum, der den Forderungen der Gewerkschaft recht nahe kam. Was auf den ersten Blick wie ein Nachgeben der Klinikleitung anmutet, bedeutet für sie Planungssicherheit für zwei Jahre. Das Gesundheitsunternehmen Klinikum nimmt zwar aufgrund der Tarifsteigerung Personalmehrkosten von einer Million Euro in Kauf, kann seine auf Wachstum ausgerichtete Geschäftspolitik dafür aber ungestört fortsetzen.

Das städtische Krankenhaus hat nach den Worten von Geschäftsführerin Wolter in den vergangenen Jahren und vor allem 2016 eine „rasante Entwicklung“ hingelegt und schreibt schwarze Zahlen. Die Erlöse stiegen im vergangenen Jahr um fast zwei Millionen Euro – nach etwa 1,3 Millionen Euro Steigerung 2015 und jeweils gut 300 000 Euro in den Vorjahren. 2012 hatte das Klinikum noch ein Defizit verzeichnet.

Für die Betriebswirte im Klinikum ist die positive Tendenz auf die Steigerung der Bewertungsrelationen zurückzuführen. Vereinfacht ausgedrückt: Die Klinikärzte erbringen viele medizinische Leistungen, die aufwendiger sind als der Durchschnitt und die entsprechend honoriert werden.

Mehr als 25 000 Behandlungsfälle rechnet das Krankenhaus inzwischen pro Jahr mit den Krankenkassen ab. Wachstum stellt die Geschäftsführerin in allen Bereichen des Klinikums fest. „In den beiden Kliniken für Innere Medizin geht es rasant aufwärts“, berichtet Wolter.

Aber auch andere Kliniken wie HNO, Augen- und Kinderheilkunde, Chirurgie, Neurochirurgie und Unfallchirurgie hätten erheblich beigetragen. Den Aufwärtstrend verbindet Geschäftsführerin maßgeblich auch mit den in den vergangenen Jahren gewonnenen Chefärzten, die das Behandlungsspektrum erweitert hätten. Die meisten von ihnen wären allerdings nach Angaben Wolters nicht nach Brandenburg/Havel gekommen, wenn sie nicht zugleich als Professoren an der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) hätten forschen und lehren können.

Das laufende Jahr 2017 ist für das Klinikum wegen der Rahmenbedingungen etwas schwieriger. Denn der bisher von der Bundesregierung gewährte Versorgungszuschlag falle 2017 fort. Der dafür eingeführte Pflegezuschlag gleiche diesen Verlust nicht aus.

Bange ist Gabriele Wolter für 2017 dennoch nicht. Das Jahr hat ihren Angaben zufolge gut begonnen. Die ersten drei Monate 2017 weisen 6381 Behandlungsfälle auf, fast 800 mehr als im gleichen Zeitraum 2016. Für die Ökonomen noch wichtiger ist die Steigerung der Bewertungsrelation um 900 auf 6865.

Das Zwischenergebnis erreichte die Geschäftsleitung während der laufenden Tarifverhandlungen und erleichterte ihr Zugeständnisse an Verdi. Dabei berücksichtigte sie auch, dass der Markt für gute Pflegekräfte eng ist und das Klinikum daher auch als Arbeitgeber attraktiv sein muss.

Von Jürgen Lauterbach

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