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Brandenburg/Havel Kloster Lehnin: 40 Jahre Sommermusiken
Lokales Brandenburg/Havel Kloster Lehnin: 40 Jahre Sommermusiken
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00:35 22.07.2015
Die Musiker bei ihrem Auftritt in der Lehniner Marienkirche.   Quelle: Foto: Volkmar Maloszyk
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Lehnin

 Es war ein ganz besonderes Konzert, zu dem die St.-Marien-Klosterkirchengemeinde in Lehnin am Samstagnachmittag eingeladen hatte: Die Sommermusiken in der Klosterkirche finden in diesem Jahr zum 40. Mal statt. Ein Grund, um die beliebte Konzertreihe mit festlicher Musik von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart zu feiern.

Mit der Kantate Nr. 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“ von Johann Sebastian Bach begann das Konzert in der voll besetzten Klosterkirche. Mitglieder der Brandenburger Symphoniker unter der Leitung von Uwe Klußmann begleiteten die Koloratursopranistin Gloria Rehm. Die Sängerin überzeugte mit ihrer klaren, natürlichen Stimme und bewältigte den schwierigen Solopart dieser farbenprächtigen Bach’schen Kantate mit Bravour. Ganz dem Jubel und der Lobpreisung sind der erste Teil „Jauchzet Gott in allen Landen“ und der vierte Satz „Sei Lob und Preis mit Ehren – Alleluja“ gewidmet.

Zwiesprache mit Gott

Hier wird die Sopranistin von der Solotrompete, die Martin Sander meisterlich spielte, und dem gesamten Orchester begleitet, ebenso das „Alleluja“ im vierten Satz, das von den strahlenden Trompetenklängen dominiert wurde. Im zweiten Teil seiner Komposition „Wir beten zu dem Tempel an“ und im dritten Satz „Höchster, mache deine Güter alle Morgen neu“ lässt Bach erst die Trompete und schließlich die Violinen und Bratschen schweigen. Der Gesang der Sopranistin wird nur noch von Cembalo (Frank Hergert) und Violoncello begleitet und wirkt dadurch sehr innig, fast wie eine Zwiesprache mit Gott.

Die Gäste sahen ein tolles Konzert in der Lehniner Kirche. Quelle: V. Maloszyk

In sage und schreibe nur vier Tagen hat Wolfgang Amadeus Mozart 1783 seine Sinfonie Nr. 36 C-Dur KV 425 (Linzer Symphonie) geschrieben. Der Komponist weilte mit seiner Frau Constanze in Linz beim Grafen Thun, der ein großes Konzert geben wollte. Doch Mozart hatte keine Sinfonie dabei. Also setzte er sich hin und schrieb flugs eine neue. Trotz der Kürze der Zeit ist Mozart ein beeindruckend klangschönes Werk mit vielen Facetten gelungen. Jubelnde Klänge wechseln sich ab mit wunderschön zarten, melancholischen Passagen, in die Mozart dunkle, fast dissonante Abschnitte eingebaut hat. Vor allem hier hätte man sich die Interpretation der Komposition etwas filigraner gewünscht. Doch Dirigent Uwe Klußmann arbeitete die Kontraste nicht deutlich heraus, sondern ließ es immer wieder gewaltig krachen.

Tückischer Nachhalleffekt

Abschluss und Höhepunkt des Jubelkonzerts war die Aufführung von Mozarts „Krönungsmesse“ C-Dur KV 317 für Solostimmen, Chor und Orchester, die Mozart im Frühjahr 1779 geschrieben hat. „Kyrie“ - mit großer Strahlkraft gestaltete die Lehniner Kantorei diese glanzvolle Messe. Begleitet von den Brandenburger Symphonikern sangen neben der Sopranistin Gloria Rehm mit herrlichen Stimmen die Solisten Kerstin Domrös. Alt, Volker Nietzke, Tenor, und Bert Mario Temme, Bass. Ein wenig getrübt wurde der Hörgenuss durch den tückischen Nachhalleffekt in der Klosterkirche, der üppige Klänge verwischt oder überlagert. Das tat der Begeisterung der 400 Zuhörer aber keinen Abbruch, die eine großartige Leistung mit frenetischem Applaus feierten.

Von Ann Brünink

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