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Das älteste Weihnachtslied auf Deutsch

Konzert in der Lehniner Klosterkirche Das älteste Weihnachtslied auf Deutsch

Während der Konzertstunde in der Lehniner Klosterkirche herrschte am ersten Weihnachtstag gespannte Stille. Mehrere hundert Zuhörer lauschten den Klängen, mit denen die Lehniner Choralschola und das Ensemble Clairvaux die dreischiffige Backsteinkirche füllten.

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Die Lehniner Choralschola sang zu Weihnachten „Conditor alme siderum“.

Quelle: Christine Lummert

Lehnin. Den großen Applaus gab es am Ende, doch während der Konzertstunde in der Lehniner Klosterkirche herrschte am ersten Weihnachtstag eine gespannte Stille. Beleuchtet von flackerndem Kerzenlicht an jeder Kirchenbank füllten hunderte Zuhörer die Plätze auch bis in die letzte Reihe, um den Klängen zu lauschen, mit denen die Lehniner Choralschola und das Ensemble Clairvaux die dreischiffige Backsteinkirche füllten.

Die Sänger der Choralschola sind ein etablierter musikalischer Anziehungspunkt für das Lehniner Konzertleben. Unter der Leitung von Kantor Andreas Behrendt, der zusammen mit Burkard Wehner und Werner Blau im Ensemble Clairvaux auch selbst seine Stimme hören lässt, locken sie in jedem Jahr zum traditionellen Weihnachtskonzert des Kirchenkreises ein überregionales Publikum in die Lehniner Klosterkirche.

Die Choralschola hat es sich in den 15 Jahren ihres Bestehens zur Aufgabe gemacht, vor allem die alte klösterliche Musik wieder zum Klingen zu bringen, die über Jahrhunderte die Zisterziensermönche im Lehniner Kloster im täglichen Gebet begleitete. Zum besonderen Feiertag des Weihnachtsfestes begann das Konzert mit dem Zisterzienser-Hymnus „Conditor alme siderum“, in dem in die Geburt Christi besungen wurde.

Kyrie, Laude und Halleluja folgten und die Gesänge aus mittelalterlicher Zeit erfüllten vom hellen Sopran bis zum Bass, der oft fast als orchestraler Hintergrundton besonders mitschwang, die ganze Kirche aus.

Die drei Sänger der Ensemble Clairvaux setzten mit der Motette „Ave Virgo – Ave Gloriosa – Domino“ aus dem 13. Jahrhundert einen besonderen Glanzpunkt im Konzert. Die Gesänge in lateinischer Sprache umspannten die Jahrhunderte beginnend bei Bernhard de Clairvaux bis ins Spätmittelalter. Aber auch das älteste überlieferte Weihnachtslied in deutscher Sprache „Sys willekomen heire kerst“ (um 1394) hatte seinen Platz im Konzert.

Die Zuhörer waren ergriffen von der Musik, die nur die Stimmen der Sänger als Instrument hatten und belohnten das großartige Konzert mit viel Applaus.

Von Christine Lummert

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