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Klosterschnecken tanzen am Beetzsee

Dorffest in Ketzür Klosterschnecken tanzen am Beetzsee

Tanz, Musik und Showeinlagen: Die Bühne in Ketzür war beim Sommerfest dicht umlagert. Ein buntes Programm lief vor den Zuschauern ab. Bis der Orkan die Party störte. Sollte die lange vorbereitete Feier etwa einfach ausfallen? Doch so einfach wollten sich die Veranstalter die Entscheidung nicht machen.

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Die Klosterschnecken beim Dorffest in Ketzür.

Quelle: Jürgen Krumnow

Ketzür. Rund zwei Stunden vor dem für 19.30 Uhr geplanten Auftritt der legendären „Klosterschnecken“ in Ketzür war die Aufregung nicht zu übersehen. Ausgelöst hatten das nicht etwa die Regenschauer. Damit sind die Organisatoren des Sommerfestes der Gemeinde Beetzseeheide auch in den vergangenen Jahren locker fertig geworden, zumal Bürgermeister Eberhard Pinkpank glaubwürdig versichert hatte, Petrus zum Ehrenbürger ernannt zu haben.

Nein, beängstigende Orkanböen wehten Zweifel an der Fortsetzung des Festes auf den Platz, das mit den Auftritten der Schlangenbändiger, des Bauchredners Armin und dem beeindruckenden Auftritt der Ketzürer Cheerleader unterhaltsam begonnen hatte. Einige Zeltwände von Imbissständen und die Überdachung der Technik von DJ Sören zwangen zu notdürftigen Nachbesserungen. Aber der Orkan rüttelte weiter an allen möglichen Befestigungen, trieb Reste von Luftballons, abgerissene Papierschlangen und den Inhalt geleerter Abfallbehälter über den Platz und schlug nicht wenige Leute in die Flucht.

Bühne wird zur Gefahrenzone

Angesichts dessen traf der DJ eine folgenschwere Entscheidung und erklärte, die Fortsetzung des Festes nicht verantworten zu können: „Ich möchte hier nur an Rathenow erinnern“, sagte er und dramatisierte die Situation, indem er dem Publikum zwei vom Scheunendach nahe der Bühne gefallene Ziegel zeigte und die Bühne zur Gefahrenzone deklarierte. „Es tut mir in der Seele weh, aber ich kann nicht verantworten, dass hier was passiert“, sagte nun Bürgermeister Pinkpank zum beabsichtigten Ende.

Artistische Einlage der Kleinen

Artistische Einlage der Kleinen.

Quelle: J. Krumnow

Inzwischen aber, der DJ hatte seine Anlage verladen und schien den Sturm im Gepäck zu haben, sammelten sich die Oberin und einige Mönche in Zivil zum Krisengipfel. Sie telefonierten hektisch und freuten sich über die Segnungen des Handys und beorderten schließlich Ronny Pinkpank, seines Zeichens Enkel des Bürgermeisters, zum Anger: Mit dem Auto, in dessen Kofferraum der 31-Jährige einen großen Lautsprecher eingebaut hat.

Und was sonst nur der Freude des Pinkpank-Ablegers dient, brachte wenig später mit auf CD gebrannten Liedern die neun Mönche unter Führung ihrer Oberin auf die Bühne und das Fest in gewohnter Weise wieder in Schwung. Die grinsenden Kerle mit den farbigen Perücken, behaarten Beinen, Falten in der Hüftgegend und beachtlichen Bäuchen lösten einen Sturm der Begeisterung bei den Besuchern aus, deren Zahl auf wundersame Weise zum geplanten Auftrittsbeginn wieder deutlich angewachsen war.

Von Jürgen Krumnow

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