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Brandenburg/Havel Kochen für die Olympiade
Lokales Brandenburg/Havel Kochen für die Olympiade
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19:42 16.10.2016
Kochen ist vor allen Dingen Teamarbeit. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Man kennt das ja: Ob auf dem Traumschiff oder anderswo, nach einem Galaessen läuft die Köche-Crew unter dem Applaus der Gäste auf und stellt sich vor. So auch am Freitagabend im Sorat-Hotel, nachdem die Jugendnationalmannschaft ein exquisites Probeessen für die Koch-Olympiade kreiert hatte. Doch das haben die Restaurantgäste zunächst gar nicht bemerkt. Erst als Jugend-Kochtrainer Michael Hummel laut lästerte, dass ihm so etwas ja noch nie passiert sei, wurden sie aufmerksam. Großes Gelächter und begeisterter Applaus der illustren Gästeschar.

Köche beim Arbeiten. Quelle: JACQUELINE STEINER

Im gemütlichen Ambiente des Restaurants im Sorat-Hotel waren die Tische festlich gedeckt. 48 zahlende Gäste hatten sich zu dem Probeessen angemeldet. Ein sogenanntes „Amuse-geule“, ein Appetitmacher, eröffnete den Reigen der Speisen. Von Anne Kraatz aus Köln geschaffen wurden zwei Ravioli mit Pflaume und Dekoration serviert. Das etwas bieder wirkende Gericht gehörte nicht zum Wettbewerbs-Menü.

Für die Vorspeisenplatte mit angeräuchertem Lachswürfel auf Gurkengelee, einer frittierten Fischkugel an Avocadocreme sowie einem Zanderfilet aus Zitronengras-Sud, das sich unter einer Haube aus Zitronengrasschaum und Wasabimayonnaise versteckte, war Felix Lestrat aus Lübeck verantwortlich. Sowohl optisch als auch geschmacklich ein Gedicht.

Einen Riesenapplaus erhielt Jannick Stillger aus Frankfurt/Main, als er sich für das Fleisch zuständig erklärte. Seine Kreation hatte nicht nur Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck besonders gemundet, der sich freute, dass er bei diesem Termin Außenminister Frank Walter Steinmeier vertreten konnte. Zum Niederknien lecker war dem jungen Koch der Rinderbauch mit einem Sößchen gelungen, dessen letzte Spuren man am liebsten vom Teller abgeschleckt hätte. Viel Anklang fand auch das Rinderfilet, das Stillger in Rotwein gegart hatte. Bei der Gemüsevariation aus Karotte, Petersilienwurzelpüree, Lauchscheibe und Sellerie von Michail Loukides aus Wolfsburg durfte auch das Auge wieder mitessen.

Es ist angerichtet: Die Mannschaft vor ihrem Werk. Quelle: JACQUELINE STEINER

Über großen Applaus konnte sich auch Isabell Henning aus Oranienburg freuen, die ein Dessert gezaubert hatte, das vielfältige Geschmackserlebnisse vermittelt hat. Davon waren Dietlind Tiemann und ihr Gatte besonders begeistert, weil es insgesamt nicht so süß war und Überraschungen bot, wie den gefüllten Schokoladenschieferstein, das Ensemble aus Apfelsorbet, -gel und -salat, das ergänzt wurde von Zitronenvinaigrette, -creme und -kuchen.

Die sieben jungen Köche der Jugendnationalmannschaft mit Mannschaftskapitän Jens Hildebrandt aus Berlin verzichteten seit sechs Monaten auf Freizeit, um unter der Leitung von Jugendtrainer Michael Hummel für ihre Teilnahme an der Kocholympiade in Erfurt zu trainieren, die am kommenden Wochenende stattfindet. Der selbst hoch dekorierte Hummel will es mit seinem Team unter die ersten fünf schaffen.

Ein ehrgeiziges Ziel angesichts der Rekordbeteiligung an der diesjährigen Kocholympiade in Erfurt: 59 Nationen mit insgesamt 2000 Köchen, 32 Nationalmannschaften und 20 Jugendnationalteams treten an. Daumendrücken ist also angesagt, wenn am 22. Oktober unsere Jugendnationalmannschaft mittags ihr Drei-Gang-Menü in Erfurt kocht. Zwei Tage später müssen die Nachwuchsköche dann die Jury in Erfurt noch mit einem kompletten warm-kalt Büffet überzeugen.

Von Ann Brünink

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