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Kommt jetzt der Wendeknick?

Erstes Baby hat Neujahr verschlafen Kommt jetzt der Wendeknick?

Der Aufwärtstrend scheint gebremst. Die Zahl der Geburten im Städtischen Klinikum ist 2017 erstmals seit Jahren wieder gesunken. Auch am Neujahrstag kommt aller Voraussicht nach kein Kind zur Welt. Nicht nur im Kreißsaal ging es Silvester ruhig zu.

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Wann kommt das Neujahrsbaby 2018?

Quelle: dpa

Brandenburg/H. Normales Geschäft in der Notaufnahme. Kaum was los für die Polizei. Feuerwehr und Rettungsdienste waren Silvester nicht viel öfter unterwegs als in gewöhnlichen Nächten. Selbst der noch ungeborene Nachwuchs wollte sich zum Jahreswechsel keine Aufregung zumuten. So kam im Kreißsaal des Städtischen Klinikums zum ersten Mal seit Jahren zunächst kein Neujahrsbaby auf die Welt. Das kann Zufall sein. Oder ein weiteres Anzeichen für einen Trend, der aufhorchen lässt. So ist die Zahl der Geburten 2017 wieder gesunken. Und das nach jahrelanger Aufwärtsentwicklung.

So erblickten im vergangenen Jahr 943 Mädchen und Jungen das Licht der Welt. 2016 waren es noch 1017. Kommt jetzt der Wendeknick? Bevölkerungswissenschaftler hatten ihn schon lange vorhergesagt, weil bald die Frauen fehlen, die in den 1990er-Jahren hätten geboren werden müssen. In der Stadt Brandenburg setzt sich damit der negative demografische Wandel weiter fort. Und zwar weil die Anzahl der Geburten die Zahl der hier Verstorbenen nicht erreicht. Die Zahl der Sterbefälle ist sogar gestiegen von 1048 in 2016 auf über 1200 im vergangenen Jahr.

Feuerwehr-Leiter Mathias Bialek (l) dankte am Silvestertag den Berufsfeuerwehrleuten und Mitarbeitern des Rettungsdienstes für ihre Arbeit

Feuerwehr-Leiter Mathias Bialek (l.) dankte am Silvestertag den Berufsfeuerwehrleuten und Mitarbeitern des Rettungsdienstes für ihre Arbeit. Aus dem Rathaus ist Beigeordneter Michael Brandt (r.) dabei. Er wünschte allen Rettern: „Kommen Sie immer wieder gesund von den Einsätzen zurück!“

Quelle: Rüdiger Böhme

In einem anderen öffentlichkeitswirksamen Bereich des Klinikums, der Notaufnahme, bestätigte sich die überschaubare Zahl der Rettungseinsätze in der Silvesternacht. „Es gab deutlich weniger zu tun als im letzten Jahr. Insgesamt ist nichts besonderes passiert“, sagte deren Leiterin Wiebke Weiland der MAZ auf Nachfrage. Lediglich eine Person musste wegen eines Silvesterknallers an der Hand versorgt werden. Auffällig sind die zurückgegangenen Behandlungen wegen übermäßigen Alkoholgenusses.

Gegen Mitternacht konnten die Einsatzfahrzeuge der Feuer-und Rettungswache in der Fontanestraße vor der Fahrzeughalle Aufstellung nehmen und das neue Jahr mit Blaulichtern und Martinshörnern begrüßen. „Hinter den Kollegen liegt eine relativ ruhige Silvesternacht. Es gab zwar sieben Brandeinsätze im Stadtgebiet, die sich aber alle als harmlos herausstellten“, teilte Feuerwehrchef Mathias Bialek mit. Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes mussten zu 14 Einsätzen ausrücken. Das sind nur wenig mehr Notfälle als in gewöhnlichen Nächten.

Im Buchenweg wurde ein Briefkasten aufgesprengt

Im Buchenweg wurde ein Briefkasten aufgesprengt.

Quelle: Christian Griebel

Die Kameraden mussten vereinzelte technische Hilfeleistungen ausführen. Außerdem wurden zwei entlaufene Hunde eingefangen, die vor der Knallerei davon gelaufen waren. In Potsdam-Mittelmark und Teltow Fläming sah die Situation mit 39 Bränden und 100 Rettungseinsätzen anders aus. Schlimmster Fall ist der Tod eines 19-jährigen Stahnsdorfers, der bei einer Feier in Kleinmachnow einen selbst gebastelten Sprengkörper zündete. Bei den Bränden im ferneren Umland handelte es sich zum Beispiel um einen Dachstuhl, Carports und Palettenstapel.

Von Frank Bürstenbinder

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