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Kommunalwahl 2014 „Die Visagen der Sprachblaseningenieure“
Lokales Brandenburg/Havel Kommunalwahl 2014 „Die Visagen der Sprachblaseningenieure“
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11:59 21.05.2014
Quelle: MAZ
Brandenburg an der Havel

Was haben beispielsweise Dietlind Tiemann, Dirk Stieger und Herbert Nowotny aus Sicht der Linken gemeinsam? Ihre „Visagen der Sprechblaseningenieure haben sich wie ein Lauffeuer in der Stadt verbreitet“. An „Laternenmasten, auf Großleinwänden und in der Zeitung grinsen sie Dich an“. Das ist von keinem Werbeplakat der NPD geklaut, sondern Propaganda, mit der jetzt die Linke der Stadt im Lager der Erstwähler wildert. Über 1000 Briefe sind in den vergangenen Tagen vom Altstädtischen Markt aus in die Briefkästen potentieller Erstwähler geflattert.
Im Land Brandenburg gibt es erstmals die Möglichkeit, dass Jugendliche ab 16 Jahren bei der Kommunalwahl wählen. In der Stadt sind das 1300 Jugendliche. Und die hätte die Linke gern im Sack. Mit einer Polemik, die ihresgleichen sucht: Die Linke in der SVV will sich künftig unter anderem stark dafür machen, dass „die Stadt nicht nur Geld verpulvert, um Blumenkästen für die Rentner anzulegen“, dass „Nachtbusse nicht nur fahren, wenn die Party noch nicht mal angefangen hat“ und dass das „Anwerben von Schülern durch die Bundeswehr – als Informationsveranstaltung getarnt – an Schulen verboten wird“.

Nun hängt ja auch das linke Führungsdreigestirn Lutz Krakau, Elke Kroll und René Kretzschmar an den Laternenmasten. Was ist mit deren Visagen? Die Linke Stadtverordnete Silvia Zimmermann windet sich: „Ich wusste, dass das irgendwann auffällt!“ Den Brief habe die Jugendorganisation der Linken Solid erdacht, dann sei er vom Wahlkampfteam und dem Vorstand geprüft worden. „Das ist der Text, auf den man sich einigen konnte“, so Zimmermann. „So reden die jungen Leute heute“, weiß die Linke aus dem Kreisvorstand. Was sie nicht weiß ist, warum die Autoren glauben, sie würden allein das linke Lager stellen: „Wir, die linksdenkenden Menschen in der Stadt, wollen wieder stark im Stadtparlament vertreten (....) sein.“ Auch Zimmermann weiß: die SED-Nachfolger sind in der SVV schwächer als die SPD. Aber das könne sich ja ändern.

Ein bisschen schwer tut sich Zimmermann mit der Wahrheit herauszurücken, woher die Linken die Adressen der Erstwähler haben. Irgendwann räumt sie ein: Die Linken haben die Adressen beim Einwohnermeldeamt gekauft. Nun wird dieser Datenschatz gewinnbringend ausgebeutet. Das würden andere auch tun, sagt die Stadtverordnete und verweist auf die SPD. Sie irrt. Die SPD schlug, wie Norbert Langerwisch sagt, vor Wochen vor, dass sich alle Parteien gemeinsam an Erstwähler wenden und zur Wahl rufen. Das habe die Linke nicht gewollt, deshalb ließ man die Finger davon.
Silvia Zimmermann will die Diskussion um den nicht unterzeichneten Brief nicht verstehen. Alles sei gesetzlich, man werbe für die Wahl. Zumal „jede Stimme für eine demokratische Partei eine Stimme gegen rechts ist“. Rechts steht für die Linke „die rechtsgesinnte AfD“, deren Einzug in die SVV zu verhindern sei. Was genau an der Alternative für Deutschland „rechtsgerichtet und undemokratisch“ ist, kann Zimmermann nicht „so richtig beschreiben: Die AfD ist rechtlich demokratisch. Aber sie ist nicht inhaltlich undemokratisch“. Diesen, ihren Widerspruch aufklären will sie dann aber nicht mehr und verweist auf die Wahlkampfleitung.

Von Benno Rougk

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