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Dietlind Tiemann gewinnt für die CDU

Sitze in der Stadtverordnetenversammlung bereits verteilt Dietlind Tiemann gewinnt für die CDU

Die CDU ist der klare Gewinner der Kommunalwahl in Brandenburg an der Havel. Die Union baute ihr vor sechs Jahren erreichtes Ergebnis deutlich aus. Mit 17 Sitzen ist sie die stärkste Kraft in der Stadtverordnetenversammlung. Die SPD kommt auf zwölf, die Linke nur auf acht Sitze. Hier die Namen der Stadtverordneten und weitere Infos.

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Dietlind Tiemann und ihre CDU-Anhängerschaft feiern am Sonntag um 23 Uhr den grandiosen Kommunalwahlsieg in der Stadt.

Quelle: Daniela Hänsch

Brandenburg an der Havel. Bei einer erschreckend niedrigen Wahlbeteiligung von 36,3 Prozent gelang es den Christdemokraten um Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann ihr Wahlergebnis von 2008 diesmal um 7 Prozent zu übertreffen, obwohl sie mit der AfD diesmal eine konservative Konkurrenz hatte. Wie schon 2008 hat vor allem die christdemokratische Rathauschefin ordentlich für ihre Partei gepunktet.

Die Wahlgewinnerin Tiemann strahlte. „Die Wähler haben deutlich gemacht, dass sie mit der Politik der CDU und von mir als Oberbürgermeisterin größtenteils zufrieden waren“, sagte sie.

» Das vorläufige Endergebnis und zum Verlauf des Wahltages

Sitzverteilung in der SVV

 - CDU: 17 Sitze
 - SPD: 12 Sitze
 - DIE LINKE: 8 Sitze
 - FDP: 1 Sitz
 - GRÜNE/B 90: 3 Sitze
 - BVB / FREIE WÄHLER / GARTENFREUNDE: 1 Sitz
 - Bürgerverein „pro Kirchmöser“ e.V.: 1 Sitz
 - AfD: 3 Sitze

+++

Vorläufige Sitzverteilung in der SVV Brandenburg

(Name - Wahlkreis - Stimmen)

CDU - 17 Sitze

  • Arndt, Hans-Jürgen - Wahlkreis 1 - 1.321
  • Dr. Didczuneit-Sandhop, Birgit - Wahlkreis 1 - 1.087
  • Gruschinski, Marco - Wahlkreis 1 - 507
  • Kaudasch, Peter - Wahlkreis 1 - 407
  • Dr. Tiemann, Dietlind - Wahlkreis 2 - 7.231
  • Wegerer, Ernst - Wahlkreis 2 - 247
  • Dr. Sieg`l, Christian - Wahlkreis 2 - 238
  • Schaffer, Jean - Wahlkreis 2 - 214
  • Mosthaf, Richard - Wahlkreis 2 - 152
  • Weniger, Ralf - Wahlkreis 2 - 146
  • Dr. Bauer, Waldemar - Wahlkreis 3 - 940
  • Fletling, Thomas - Wahlkreis 3 - 640
  • Krüger, Thomas - Wahlkreis 3 - 554
  • Paaschen, Walter - Wahlkreis 4 - 1.297
  • Dr. Tiemann, Klaus-Peter - Wahlkreis 4 - 754
  • Riethmüller, Georg - Wahlkreis 4 - 533
  • Seeber, Doris - Wahlkreis 4 - 517

SPD - 12 Sitze

  • Stieger, Dirk - Wahlkreis 1 - 1.528
  • Näther, Nicole - Wahlkreis 1 - 686
  • Rautenberg, Katrin - Wahlkreis 1 - 430
  • Kornmesser, Britta - Wahlkreis 2 - 1.809
  • Schulze, Anett - Wahlkreis 2 - 604
  • Deschner, Renate - Wahlkreis 2 - 370
  • Langerwisch, Norbert - Wahlkreis 3 - 1.765
  • Eichhorn, Marlis - Wahlkreis 3 - 747
  • Raith, Michael - Wahlkreis 3 - 318
  • Dr. Martius, Lieselotte - Wahlkreis 4 - 2.032
  • Eichmüller, Carsten - Wahlkreis 4 - 634
  • Geiseler, Udo - Wahlkreis 4 - 548

DIE LINKE - 8 Sitze

  • Krakau, Lutz - Wahlkreis 1 - 805
  • Patz, Birgit - Wahlkreis 1 - 431
  • Jacobs, Heike - Wahlkreis 2 - 1.306
  • Dr. Sändig, Uta - Wahlkreis 2 - 356
  • Kretzschmar, René - Wahlkreis 3 - 1.306
  • Hauffe, Heidi - Wahlkreis 3 - 424
  • Friedland, Ilona - Wahlkreis 4 - 924
  • Pietschmann, Matthias - Wahlkreis 4 - 404

FDP - 1 Sitz

  • Nowotny, Herbert - Wahlkreis 2 - 398

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - 3 Sitze

  • Hoffmann, Klaus - Wahlkreis 1- 614
  • Marx, Martina - Wahlkreis 2 - 1.011
  • Lang, Anette - Wahlkreis 3 - 398

BVB / FREIE WÄHLER / GARTENFREUNDE - 1 Sitz

  • Deregoski, Botho - Wahlkreis 3 - 136

Bürgerverein "pro Kirchmöser" e. V. - 1 Sitz

  • Budick, Ines - Wahlkreis 4 - 589

AfD - 3 Sitze

  • Thielbeer, Jens - Wahlkreis 1 - 475
  • Brösicke, Axel - Wahlkreis 2 - 1.089
  • Fischer, Klaus-Peter - Wahlkreis 3 - 634

+++

Relativ geringe Verluste musste trotz der internen Querelen die SPD hinnehmen. Sie wird aber womöglich einen Stadtverordnetensitz verlieren. Der Rückenwind der Europawahl half den Sozialdemokraten nur bedingt. Ihre Kandidaten landeten bei 25 Prozent, das wäre ein Verlust von 2 Prozent.

Arg traf es dagegen Die Linke , die von der Zusammenarbeit mit der CDU im Rathaus nicht profitiert hat. Für die Linke entschieden sich 17,5 Prozent der Wähler – das sind 7 Prozent weniger als vor sechs Jahren. Das ist in etwa das, was die CDU gewonnen hat.

Auffällig an dem Wahlergebnis ist, dass die kommunalpolitisch noch überhaupt nicht aufgefallene AfD nicht nur bei der Europawahl Erfolg hatte, sondern auch bei der Wahl zur SVV. 5,8 Prozent der Wähler wollen AfD-Kommunalpolitiker in der SVV sehen.

Dritter Wahlgewinner nach CDU und AfD sind die Bündnisgrünen . Sie legten um 2,8 Prozent zu und schafften 6,6 Prozent. Verluste erlitten hingegen die Gartenfreunde, deren Stimmenanteil von 3,6 auf 2,4 Prozent sank. Die FDP landete diesmal nur noch bei 2,5 Prozent. Vor sechs Jahren hatten die Liberalen noch 5,5 Prozent der Wählerstimmen eingefahren. Pro Kirchmöser holt 3,0 Prozent.

Ein Blick auf die Stadt- und Ortsteile zeigt, dass die CDU fast überall stark ist, vor allem dort, wo viele Bürger wohnen. Überragende Werte hat sie in der einwohnerstarken Neustadt erzielt, dort wo Dietlind Tiemann sich auf dem Spitzenplatz zur Wahl gestellt hat. Die Ortsteile Klein Kreutz und Mahlenzien sind die CDU-Hochburgen.

Die SPD hat ihre Hochburgen in Plaue, Kirchmöser, Gollwitz und Wust. Die Linke liegt nirgendwo in Führung, in Hohenstücken hat sie die SPD knapp überflügelt, nicht jedoch die CDU. Mit 23,9 Prozent liegt der Bürgerverein Pro Kirchmöser in seinem Stammgebiet um sechs bis acht Prozent hinter den dort führenden Christ- und Sozialdemokraten.

Reth Kalsow zieht seine Christdemokraten voran Fast jede vierte Stimme in Groß Kreutz haben die Wähler ihrem Bürgermeister gegeben. Burghard Süring ist für die SPD wieder dabei. Fast jede vierte Gemeinderatswahl-Stimme entfiel auf Bürgermeister Reth Kalsow. 2181 Voten strich er ein, als nächster folgt Burghard Süring für die SPD (530). Der nächste CDU-Vertreter ist Franz-Herbert Schäfer (306).
Zu den neuen Gesichtern bei der CDU gehören Hakan Yüksel aus Groß Kreutz, Peter Adam aus Götz und Antje Biedermann aus Jeserig, deren Gatte Jörg in der alten Vertretung saß. Thorsten Rocksch, im vorigen Rat für „Brückenschlag“ zog auf dem CDU-Ticket 134 Stimmen.
Für die SPD setzen sich wieder Süring, Alexander Stein, Ingrid Hübner und Burghard Schröder ein. Für die Linken bleiben Ingo Zeithammer und Claudia Kirchhoff im Rat vertreten. Die Götzer Wählerliste entsendet wieder den bisherigen Ortsvorsteher Detlef Lemke. Nach dem Verlust von zehn Prozent bleibt Carsten Groth als einziger Vertreter der Feuerwehr übrig. Marco Hintze sitzt nun allein für die GEL-Gruppe im Rat. Neu ist Reinhard Keding aus Schmergow (IG Havel).
Und Kalsow: Er hatte schon im Vorfeld angekündigt, dass im Falle seiner Wahl er das Mandat zurückgebe. Für ihn kann nun Manfred Friedrichs einziehen. 

» Mehr zur Kommunalwahl auf www.maz-online.de/kw2014-brs

» Die Wahlergebnisse nach Stadt- und Ortsteilen

Von Jürgen Lauterbach/ ei

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