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Protestchen gegen AfD-Chef Bernd Lucke

Demo von SPD, Linken und anderen Gruppen Protestchen gegen AfD-Chef Bernd Lucke

Es sollte ein handfestes Signal an Bernd Lucke sein, den Vorsitzenden der Partei Alternative für Deutschland (AfD). Doch zum Protest gegen die AfD fanden sich in Brandenburg an der Havel nicht einmal 40 Personen, als Lucke am Mittwochabend im Theater-Foyer eine Pressekonferenz gab. So blieb es beim "Protestchen".

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Der AfD-Vorsitzende Bernd Lucke war am Mittwoch in Brandenburg an der Havel.

Quelle: dpa

Brandenburg an der Havel. In Brandenburg an der Havel sei kein Platz für die Theorien, mit denen die AfD im Europawahlkampf punkten will. Dirk Stieger (SPD) versammelte Parteifreunde, einige Mitbewerber der Partei Die Linke und andere linke Gruppen um sich.

Die Demonstranten wollten es der AfD zeigen.

Quelle: Joachim Wilisch

Hinten standen die roten Schirme der Sozialdemokraten, vorne flatterten die Fähnlein der Linken. Insgesamt kamen rund 35 Personen. Gegen 18.30 Uhr begann im Foyer des Theaters eine Pressekonferenz mit Lucke, der den Trubel vor der Tür kaum registrierte. Die Polizei versuchte derweil zwischen den Demonstranten und der AfD Abstand zu halten. SPD, Linke und andere Demonstranten hatten sich auf der einen Straßenseite aufzuhalten, zum Theater wurden sie nicht vorgelassen. Wer sich dennoch Richtung Theater bewegte, musste damit rechnen, dass Polizisten sie zum Ort der angemeldeten Demo zurückschickten, die andere Straßenseite.

Mit Pfiffen aus Trillerpfeifen wurden fortan Autos und andere Fahrzeuge bedacht, deren Insassen offenbar auf Parkplatzsuche waren, um die Rede von Lucke im Theater nicht zu verpassen. So oft war er im Land Brandenburg zur Europawahl nicht angekündigt. Die Fußgänger wurden einzeln mit einem Pfeifkonzert Richtung Theater begleitet. “Wir sind die echten Demokraten“, tönte es aus dem Pulk. Ganz ruhig behielt die Polizei das Geschehen im Auge. Wahrscheinlich hatten sie allesamt schon Schlimmeres erlebt. Die AfD wurde in Brandenburg an der Havel nicht von Protesten begleitet, sondern von einem Protestchen.

Von Joachim Wilisch

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