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Kommune entwickelt Damsdorfer Kaserne

Auf dem Weg zum Gewerbepark Kommune entwickelt Damsdorfer Kaserne

Der Ausbau des Damsdorfer Kasernengeländes zu einem Gewerbepark kommt wieder einen Schritt voran. In Gründung ist eine kommunale Entwicklungsgesellschaft. In dieser Woche wurden die Mitglieder für die Gesellschafterversammlung und den Aufsichtsrat bestellt. Das Unternehmen muss zunächst Planungsrecht schaffen.

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Aus der Damsdorfer Kaserne soll bald ein Gewerbepark werden.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Kloster Lehnin. An die vielen Jahre als Garnison erinnert nur der Name. 2002 verließen die letzten Bundeswehrsoldaten die Damsdorfer Kaserne, in der zu DDR-Zeiten Rückwärtige Dienste, Sanitäter und Ersatzeinheiten stationiert waren. Das alles ist lange her. Aus dem ehemaligen Militärstandort soll in wenigen Jahren ein blühendes Gewerbegebiet werden. Es geht um eine Fläche von rund 30 Hektar mit zahlreichen Aufbauten, Hallen und ehemaligen Unterkunftsgebäuden.

Für die Umsetzung treibt die Gemeinde Kloster Lehnin als neue Eigentümerin der Immobilie die Gründung einer Entwicklungs-, Verwaltungs- und Grundstücks GmbH voran. Einzige Gesellschafterin des Unternehmens ist die Kommune. Die Gemeindevertretung hat in dieser Woche die Mitglieder für die Gesellschafterversammlung bestellt und über die Besetzung eines Aufsichtsrates entschieden. In den Gremien sind alle vier Fraktionen vertreten. Dem Aufsichtsrat gehören an: Uwe Brückner (SPD/FFwVE), Stefan Behrendt (CDU), Rainhard Siegel (Freie Bürger und Bauern) sowie Peter Kamolz (Die Linke/Bürgernähe).

Gemeinde leistet Anschubfinanzierung

Die Gemeinde Kloster Lehnin ist seit dem vergangenen Jahr Eigentümerin des Damsdorfer Kasernengeländes. Mit der Gründung einer kommunalen Entwicklungsgesellschaft werden die Bemühungen zur Schaffung eines Gewerbestandortes forciert.

Die erste finanzielle Ausstattung erfolgt zunächst über den Haushalt 2016. Der Gesamtaufwand lässt sich erst nach Abschluss der Planungen beziffern. Er dürfte aber die Millionengrenze überschreiten.

Ob der Landkreis in den ehemaligen Soldatenunterkünften eine Erstaufnahme für Asylbewerber einrichtet, ist weiter unklar. Ein Verhandlungsergebnis mit Kloster Lehnin ist nicht in Sicht. Die Arbeit der Entwicklungsgesellschaft bleibt davon unberührt.

„Die derzeit in Gründung befindliche kommunale Gesellschaft ist die Konsequenz jahrelanger Bemühungen das Damsdorfer Kasernengelände für die Zukunft Kloster Lehnins zu entwickeln“, sagte Bürgermeister Bernd Kreykenbohm der MAZ. Wer Chef des Aufsichtsrates wird, bleibt abzuwarten. Auch der Posten des Geschäftsführers und der künftige Sitz der Gesellschaft sind noch unklar. Kreykenbohm geht davon aus, dass die kommunale GmbH früher oder später ihren Sitz auf dem Kasernengelände haben wird.

Hintergrund für das Engagement in Damsdorf ist die aktuelle Situation bei den Gewerbeflächen in Kloster Lehnin. Im Gewerbegebiet Rietz sind lediglich noch zwei Hektar unbebaut. Reckahn ist durch einen Solarpark in Beschlag genommen. „Damsdorf ist unsere einzige zusammenhängende Ressource. Auf der grünen Wiese sind vor dem Hintergrund der gemeinsamen Landesplanung Berlin/Brandenburg keine Gewerbeparks mehr zu erwarten. Da bietet sich die Nutzung von Konversionsflächen gerade zu an“, so der Bürgermeister.

Alles ist möglich mit den einstigen Soldatenquartieren

Alles ist möglich mit den einstigen Soldatenquartieren: Flüchtlingsunterkunft, Bürogebäude oder Abriss.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Wichtigste Aufgabe der kommunalen Gesellschaft ist zunächst die Schaffung von Planungsrecht. Einen Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung gibt es bereits. Bestandspläne müssen gesichtet, Leitungsnetze geprüft, Erschließungen gesichert und Parzellenverhältnisse geordnet werden. Eine Arbeit, die wohl bis an die zwei Jahre in Anspruch nehmen kann. Dann sollen die ersten erschlossenen Grundstücke an Investoren verkauft werden. Aus der Logistikbranche gebe es erste Signale für feste Ansiedlungen, sagte Kreykenbohm. Aber auch produzierendes Gewerbe ist in Damsdorf willkommen. Die Quadratmeterpreise sind noch unklar.

Klarere Vorstellungen gibt es bereits zur Anbindung des künftigen Gewerbegebietes an das Straßennetz. Schwere Transporte sollen nicht durch den jetzigen Haupteingang in der Göhlsdorfer Straße rollen. Dafür wird der am rückseitigen Ausgang beginnende Waldweg, der zur Landesstraße 861 führt, zur Erschließungsstraße ausgebaut. Das ist auch die kürzeste Verbindung zu nahen Autobahn.

Von Frank Bürstenbinder

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