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Pläne für die Ortsumfahrung werden konkret

Brandenburg an der Havel Pläne für die Ortsumfahrung werden konkret

Die Trasse für die neue B 102 um Schmerzke herum steht fest und dürfte unabänderlich sein, die Anwohner sollten sich trotzdem während der Auslegung äußern, damit es nicht nur eine Verbindungsstraße von der Schnellstrecke in den Ortsteil gibt. Der wächst nämlich ziemlich schnell, die Rietzer Straße könnte dann zu klein werden.

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Die Trasse für die Ortsumfahrung Schmerzke zwischen Piperfenn und dem Knoten zur Bundesstraße 1 steht mittlerweile fest.

Quelle: André Wirsing

Brandenburg/H. Mitte März werden die Planfeststellungsunterlagen für die B-102-Ortsumfahrung von Schmerzke öffentlich ausliegen – in der Bauverwaltung in der Klosterstraße sowie in einer abgespeckten Version auch im Büro des Ortsvorstehers Ernst Wegerer.

Dann sollten die Schmerzker aktiv werden, wollen sie noch Verbesserungen in der Endphase der Planung erreichen. Die Trasse steht endgültig fest: Von der Straße zum Gewerbegebiet Piperfenn beschreibt sie einen weit geschwungenen Boden nach Osten über die Rietzer Straße hinweg, kreuzt dann kurz vor der „Todeskurve“ die alte Straße, um westlich davon sanft geschwungen in Höhe Neuschmerzke wieder auf die Trasse zu treffen am ebenfalls neu zu bauenden Knoten zur Bundesstraße 1.

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Wenn alles gut geht, wird die Ortsumfahrung für den Ortsteil Schmerzke in knapp vier Jahren in Betrieb gehen. Im nächsten Monat werden die Planfeststellungsunterlagen öffentlich ausgelegt, das Verfahren könnte bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, dann geht es bis Mitte 2020 ans Ausschreiben und an die Ausführungsplanung. Der Bau selbst wird eineinhalb Jahre dauern.

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Die alte Bundesstraße im Ort wird dann als kommunale Straße vom Bund zurück an die Stadt verschenkt, dient nur noch als innerörtliche Verbindung. Von hier aus beispielsweise könnten neue Wohngebiete im Süden angeschlossen werden, damit sich nicht der ganze Verkehr dorthin über Altes Dorf und Am Zingel entlang wälzt. Schmerzke wächst, zählt schon mehr als 1200 Einwohner. Die einzige Anbindung an die Bundesstraße wird dann nur noch die Rietzer Straße sein.

Die führt unter anderem an der einzigen Kita direkt vorbei, was bei manchen Schmerzkern Ängste um die Kinder auslöst. „Dann sollten sie ihre Wünsche nach einem zusätzlichen Anbindungspunkt unbedingt im Anhörungsverfahren äußern“, ermuntert Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) die Ortsteilbewohner. An der B-102-Umfahrung für Bad Belzig gebe es auch drei Knoten, von denen aus man in die Stadt gelangen kann, an der B-5-Umfahrung von Nauen sogar noch mehr.

„Günstig wäre es, wenn sich beispielsweise eine Mehrheit für einen Wunsch-Knotenpunkt ausspräche – entweder in Richtung Stadt oder in Richtung Autobahn“, sagt Scheller. In beide Richtungen sei es hingegen nicht ratsam, Intention der wenigen Anbindungspunkte wäre es ja, unerlaubten Schleichverkehr mitten durch den Ort zu vermeiden. Die Zubringer seien nur für den innerörtlichen Quell- und Zielverkehr gedacht.

Die Schmerzker können die Unterlagen in ihrem Ortsteilbüro lesen und studieren, wollen sie allerdings tatsächlich ihre Anregungen und Einwände vorbringen, müssen sie sich in die Klosterstraße bemühen und diese dem Sachbearbeiter zur Niederschrift diktieren, wie es im Amtsdeutsch heißt.

Der städtische Straßenbau-Experte Peter Reck rechnet das zeitlich günstigste Szenario für den weiteren Ablauf vor. „Im optimalen Ablauf sind es nun noch zweieinhalb Jahre bis Baubeginn. Nach der öffentlichen Auslegung kommt es zur Anhörung, zu der nur die Bürger und Institutionen geladen werden, die Anregungen und Einwände vorgebracht haben. Dann kommt es zur Planfeststellung, parallel erfolgt noch die Ausführungsplanung. Baurecht gäbe es dann etwa Mitte 2020, nach eineinhalb Jahren Bauzeit könnte dann Ende 2021 Fertigstellung sein.“

Parallel liefen die Planungsarbeiten an der B 1 für den Bahnübergang Wust, jüngst hat die Deutsche Bahn AG signalisiert, über eine Eisenbahnkreuzungsvereinbarung verhandeln zu wollen. Doch wird der Bahnübergang wie der B-1-/B-102-Knoten noch einmal eine eigene Herausforderung.

„Dass der Landesbetrieb es ernst meint mit der Ortsumfahrung Schmerzke, sieht man daran, dass bereits große Umverlegungen der Gastrasse an der Rietzer Straße erfolgt sind“, sagt Reck.

Von André Wirsing

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