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Brandenburg/Havel Kostenpläne sind schnell von gestern
Lokales Brandenburg/Havel Kostenpläne sind schnell von gestern
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10:38 19.02.2018
Monika Siemer an ihrem Arbeitsplatz im eigenen Haus in Wusterwitz. Im Juli 1992 gründete die Bauingenieurin ihr Planungsbüro. Damals noch unter dem Nachnamen Altenkirch. Quelle: Frank Bürstenbinder
Wusterwitz

Fliesenleger, Trockenbauer, Elektroarbeiten: Wenn Monika Siemer mit ihren Auftraggebern die Angebote von Handwerksfirmen durchgeht, kommt so manche Kostenberechnung ins Wackeln. Die Preise auf dem Bau kennen derzeit nur eine Richtung – nach oben. „Manche Gewerke haben um das Doppelte angezogen. Die Auftragslage für die Firmen ist so gut, dass sie sich die Arbeit aussuchen können. Man muss schon zufrieden sein, wenn sich von sieben angeschriebenen Unternehmen drei melden“, berichtet die selbstständige Bauingenieurin.

Das Schmerzker Gerätehaus entstand nach den Plänen von Monika Siemer. Quelle: Brigitte Einbrodt

Was für die Firmen erfreulich ist, macht Bauherren Sorgen. Insbesondere Kommunen müssen ihren Haushalt zusätzlich strapazieren, weil einmal bewilligte Fördermittel nicht mit der Preisentwicklung Schritt halten. „Kostenschätzungen haben sich schnell überholt. Bauen macht zur Zeit kein Spaß“, bestätigt Reth Kalsow, Bürgermeister von Groß Kreutz (Havel). Jüngstes Beispiel ist das von Monika Siemer geplante Gesundheitshaus in Deetz. Eine Ausschreibung wurde sogar aufgehoben – mit mäßigem Erfolg. Einen solchen überhitzten Markt hat die Wusterwitzerin seit der Gründung ihres Planungsbüros vor genau 25 Jahren noch nicht erlebt: „Nicht mal in der Nachwendezeit war es so verrückt“, erinnert sich die gebürtige Uckermärkerin.

Auch in Radewege hat Monika Siemer ihre Spuren hinterlassen. Quelle: Christine Lummert

Der von niedrigen Zinsen und einer robusten Wirtschaftslage getriebene Bauboom kommt natürlich auch in ihrem Büro an. Monika Siemer kann sich über die Auftragslage nicht beklagen. Das liegt allerdings auch an dem guten Ruf, den sich die Bauingenieurin in der Region erarbeitet hat. Es gibt kaum ein Feuerwehrneubau rund um Brandenburg, der nicht nach ihren Plänen errichtet wurde. Schmerzke ist gerade übergeben. Für Krielow projektiert sie derzeit ihr 20. Gerätehaus. Obwohl Zweckbauten mit engem Budget, versucht die Wusterwitzerin bei allen Aufträgen ihre gestalterische Handschrift zu hinterlassen. Das kann mal eine etwas kräftigere Farbe oder ein Fassadenband als Schmuck sein. So wie bei den Kitas, Schulen, Geschäfts- und Einfamilienhäusern, die unter ihrer Regie umgebaut, saniert oder neu entstanden sind.

Das Deetzer Sporthaus entsteht unter Regie der Wusterwitzer Bauingenieurin. Quelle: Volkmar Maloszyk

25 Jahre ist Monika Siemer jetzt mit ihrem Planungsbüro am Markt. „Darauf bin ich schon ein wenig stolz“, sagte die erfolgreiche Unternehmerin der MAZ. Am 1. Juli 1992 war völlig offen, wie das Abenteuer der Selbstständigkeit ausgehen würde. Alles war im Umbruch, emsig wurde gebaut. Die Bauingenieurin aus dem Werk für Gleisbaumechanik wollte mit dabei sein. Sie ergriff die Chance, sich beruflich auf eigene Füße zu stellen.

Mit einem kleinen Büro in Kirchmöser fing sie an. 1996 der Umzug nach Wusterwitz, eine Zeit, in der Monika Siemer die erste Flaute in der Baubranche erlebte und meisterte. Seit 2006 ist Maika König als technische Zeichnerin die rechte Hand der Chefin, die ihren Arbeitsplatz im eigenen Haus eingerichtet hat. Statiker und Fachplaner werden bei Bedarf dazu gekauft. In 25 Jahren hat sich viel getan im Hausbau. Neue Materialien, energiesparende Haustechnik und schärfere Brandschutzauflagen lassen für einen Planer keinen fachlichen Stillstand zu. Auch der Zeitgeist schreibt Baugeschichte: Stadtvillen statt Krüppelwalmdach, barrierefrei statt Hindernisrennen. Monika Siemer: „Ich fahre regelmäßig zu Seminaren und Schulungen, um mich auf dem Laufenden zu halten. Außerdem schadet es auch nach 25 Jahren nicht, zu gucken, was andere machen.“

Von Frank Bürstenbinder

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