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Kräuter aus dem eigenen Garten

Kleinod auf dem Lehniner Klostergelände Kräuter aus dem eigenen Garten

Zu einem Kloster gehört ein Kräutergarten. In Lehnin kümmert sich Ute Werdin seit zehn Jahren um das grüne Paradies auf dem Stiftsgelände. Immer neue Besucher lassen sich von der Agraringenieurin in die Welt von Salbei, Schnittlauch und Estragon einführen.

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Ute Werdin kümmert sich um den Kräutergarten auf dem Lehniner Klostergelände. Mit ihr sind auch Führungen möglich.

Quelle: Christine Lummert

Lehnin. Der Kräutergarten auf dem Klostergelände in Lehnin ist längst kein Geheimtipp mehr. Schon seit zehn Jahren kümmert sich Ute Werdin um dieses artenreiche Kleinod in historischer Kulisse. Aber noch immer entdecken neue Besucher das besondere Plätzchen auf genau dem selben Weg wie vor einem guten Jahrzehnt die heutige Betreiberin.

„Als ausgebildete Agraringenieurin habe ich an einigen Orten in der Region daran gearbeitet, verschiedene Spezialitätengärten aufzubauen, wie zum Beispiel den Sanddorngarten in Petzow“, erklärt Werdin. Auf dem Weg zu einem Besuch im Lehniner Krankenhaus entdeckte sie das schöne Fleckchen Erde am Rande der Streuobstwiese und erkannte mit geschultem Blick, dass dort wunderbar ein kleiner Kräutergarten hinpasst.

Inzwischen gedeihen an die 400 Arten in Beeten, Töpfen und Kübeln. Im Laufe der Jahre hat sich Ute Werdin zu einer echten Kräuterexpertin entwickelt, die ihre Pflanzen nicht nur selbst zieht, sondern auch für die verschiedenen Besucher die richtigen Tipps parat hat.

Fast alle Pflanzen zieht Ute Werdin selbst

Fast alle Pflanzen zieht Ute Werdin selbst.

Quelle: Christine Lummert

„Viele Leute kommen und decken sich bei mir mit Pflanzen für den eigenen Garten ein“, erzählt Werdin. Klassische Gartenkräuter wie Schnittlauch, Basilikum, Pimpinelle, Salbei oder Estragon sind genauso gefragt die Exoten Zimtpfeffer, Bronzefenchel oder Mönchspfeffer, die in einer extra eingerichteten Raritätenkiste auf experimentierfreudige grüne Daumen warten. „Meine Pflanzen sind im Gegensatz zu den Angeboten in Supermarkt und Gartencenter aus dem Freilandanbau und deshalb besonders abgehärtet sowie widerstandsfähig und halten deshalb im eigenen Garten länger durch“, erklärt Werdin.

Viele Stammkunden wissen das zu schätzen und einige kommen gar aus anderen Bundesländern angereist, um sich mit Pflanzen einzudecken und gleichzeitig dem Kloster einen Besuch abzustatten. „Das Gästewesen auf dem Klostergelände wird vom Evangelischen Diakonissenhaus immer mehr erweitert und die Besucher von Seminaren, Einkehrtagen und Fortbildungen schauen bei mir vorbei oder buchen gleich eine Führung durch den Kräutergarten“, sagte Werdin. Was dort wächst und gedeiht kann gleich vor Ort verkostet werden. Seit fünf Jahren gibt es eine Sommerküche und im kleinen Bistrobetrieb hält die Gärtnerin nicht nur Kuchen, Kräuterbrote und Salate bereit. Eine große Auswahl an Getränken wie Minzlimonade, Quittenschorle und Teevarianten aus frisch gepflückten Kräutern bieten Geschmackserlebnisse, die nicht auf jeder Speisekarte zu finden sind.

Im grünen Paradies steckt viel Arbeit. Jeden Tag wird gewässert, Unkraut gezupft, gepflanzt und oder geerntet. „Von April bis Oktober bin ich fast jeden Tag vor Ort“, erklärt Werdin. Regelmäßig so nah an der Natur zu sein, bringt auch kleine Erkenntnisse mit sich, die anderen verborgen bleiben. „In früheren Jahren tummelten sich im Kräutergarten weitaus mehr Wespen und vor allem auch Schmetterlinge, die besonders den Lavendel in großen Schwärmen bevölkerten“, stellt Werdin fest.

Von Christine Lummert

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