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Krahner Gutshaus wechselt den Besitzer

Zukunft für altes Jagdschloss Krahner Gutshaus wechselt den Besitzer

Es sieht so aus, als gäbe es für das altehrwürdige Gutshaus in Krahne (Kloster Lehnin) doch eine Zukunft. Nachdem das Objekt jahrelang zum Verkauf stand und zwischenzeitlich der Plan bestand, hier ein Mehrgenerationenhaus zu entwickeln, hat nun eine Berliner Innenarchitektin zugeschlagen. Sie will hier ein Atelier und Ferienwohnungen entstehen lassen.

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Das Krahner Gutshaus hat eine neue Besitzerin.

Quelle: Birgit Fischer

Krahne. Für eine Investorengemeinschaft um den Berliner Peter Felsen sollte es der große Wurf werden. Aus dem Gutsgebäude in der Krahner Hauptstraße 7 wollte die Gruppe ein Mehrgenerationenhaus machen. Für die Umsetzung sollte eine Betriebsgesellschaft gegründet werden. Doch der Plan war schneller ausgeträumt als gedacht. „Die Leute haben leider nicht einmal den Kaufpreis gezahlt. Deshalb wurde das ganze Geschäft rückabgewickelt“, berichtet Dieter Voigt, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Ziesar (WGZ).

Doch zum Glück konnte das Unternehmen für dieses Leerstandsobjekt einen neuen Interessenten finden. Es handelt sich um eine Innenarchitektin aus Berlin, die in dem Gebäude unter anderem ein Atelier und Ferienwohnungen einrichten möchte. Der Kaufvertrag ist inzwischen unterschrieben. Derzeit räumt die WGZ noch einige Überreste aus der Vorzeit aus dem Gebäude. Der letzte Mieter zog 2011 aus.

Das backsteinerne Gutsgebäude wurde um 1880 errichtet. Bis zum Leerzug gingen dort einmal bis zu zehn Mietparteien ein und aus. Auch die Krahner Kita hatte in dem Herrenhaus einmal ihr Domizil. Insgesamt gibt es in dem denkmalgeschützten Haus rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche. Auf dem riesigen Dachboden war vieles zurückgeblieben, was auf den Sperrmüll gehört. Lange hatte die WGZ die Immobilie ausgeschrieben, doch keiner wollte sie haben. Dann kam der gebürtige Bremer Felsen und versprach für das Haus eine neue Zukunft, die aber nicht aufging.

Erbaut wurde das Gutshaus Ende des 19. Jahrhunderts von Friedrich Ludwig Rochow zu Plessow, der das Gebäude vor allem als Jagdschloss nutzte. Enkelin und Erbin Emmy von Schierstedt, geborene von Rochow, wurde 1946 enteignet.

Von Frank Bürstenbinder

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