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Brandenburg/Havel Kreis lässt Gründerzentren fusionieren
Lokales Brandenburg/Havel Kreis lässt Gründerzentren fusionieren
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12:04 16.03.2018
Das Technologie- und Gründerzentrum in Bad Belzig bleibt auch nach der Fusion mit dem Technologiezentrum Teltow ein Standort der Wirtschaftsförderung. Quelle: Landkreis PM / Andrea Metzler
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Mittelmark

Digitalisierung, Klimaschutz, Kommunikation – auf die Wirtschaftsförderung im Landkreis warten neue Herausforderungen. Um für die Zukunft noch bessere Standortvorteile für Unternehmen zu bieten, stellt sich Potsdam-Mittelmark für die Jahre 2018 bis 2022 konzeptionell und inhaltlich neu auf. Dazu dient die Fortschreibung des 2012 verabschiedeten Wirtschaftsförderkonzeptes. Wichtigste Neuerung: Der Landkreis betraut ab Januar 2018 eine fusionierte Gesellschaft, die aus der Technologie- und Gründerzentrum „Fläming“ GmbH (TGZ) und der Technologiezentrum Teltow GmbH (TZT) gebildet wird, mit der Wahrnehmung der Aufgaben der Wirtschaftsförderung. Dabei geht die TGZ in der TZT auf.

„Der Landkreis erhofft sich von der Fusion der beiden Gesellschaften eine noch bessere Aufgabenwahrnehmung. Beide Standorte in Bad Belzig und Teltow bleiben erhalten“, sagte Vize-Landrat Christian Stein der MAZ auf Nachfrage. Der Kreistag muss der Aufgabenübertrag auf seiner Sitzung am 7. Dezember noch zustimmen. Eine Verabschiedung gilt als sicher, denn der Schritt ist der Vollzug eines schon länger geplanten Umbaus auf der Grundlage eines Betrauungsvertrages. Beide Häuser arbeiten bereits unter dem Dach einer Geschäftsführung mit Michael Paduch an der Spitze.

Von Bildung bis Arbeitskräfte

Der sogenannte Betrauungsakt für die fusionierte Betreibergesellschaft der beiden Gründerzentren wird zunächst für eine Zeit von drei Jahren erlassen. Danach ist laut Beschlussvorlage an den Kreistag eine Verlängerung um weitere fünf Jahre möglich.

Zu den Aufgaben der fusionierten Gesellschaft gehören: Vernetzung von Bildungseinrichtungen mit der regionalen Wirtschaft, Beratung von Unternehmen, Unterstützung bei Ansiedlungen, Qualifizierungsveranstaltungen, Arbeitskräftesicherung und Klimaschutz.

Für die Aufgabenübertragung stellt der Landkreis der Gesellschaft im kommenden Jahr insgesamt rund 390 000 Euro zur Verfügung. Der Kreistag entscheidet am 7. Dezember über die Beschlussvorlage der Verwaltung.

Die Wirtschaftsförderkonzeption des Kreises sieht eine Aufgabenverteilung zwischen der fusionierten Gesellschaft und dem Fachdienst Wirtschaftsförderung vor. Von der fusionierten Gesellschaft wird an den Standorten Teltow und Bad Belzig unter anderem erwartet, dass sie Existenzgründungen begleitet, Netzwerkprojekte umsetzt und Projekte zum Übergang von der Schule in das Berufsleben ins Leben ruft. Die Verwaltung mit ihrem Fachdienst 04 und derzeit sechs Mitarbeitern will eine Brückenfunktion für Investoren bieten, um deren Anliegen beschleunigt abzuarbeiten. Die strategische Steuerung und Kontrolle verbleibt nach wie vor beim Landkreis, die Gesellschaft übernimmt die festgelegten operativen Aufgaben.

Im Technologie- und Gründerzentrum Bad Belzig hat unter anderem das Service-Center des Landkreises seinen Sitz. Auch die Hartz-IV-Behörde Maia gehört zu den Mietern. Quelle: Mischa Karth

Der prosperierende Standort Teltow verfügt über Immobilien in der Potsdamer- und der Rheinstraße. In der Rheinstraße wird gerade das Obergeschoss zu Laboren ausgebaut. Zusätzlich wird ein neues Laborgebäude als Kompetenzzentrum für Biomaterialien in Teltow Seehof errichtet. Weitere Investitionen am Standort Teltow sind bei entsprechender Nachfrage denkbar. Das bisherige Technologie- und Gründerzentrum in Bad Belzig wird zwar weniger von jungen Firmengründungen als Standort genutzt, ist aber ebenfalls gut vermietet. Unter anderem ist dort das Telefon-Service-Center der Kreisverwaltung eingerichtet. Die Immobilie in der Brücker Landstraße wechselt im Zuge der Fusion mit den Teltowern aus dem TGZ-Eigentum in den Besitz des Landkreises. Damit entfallen künftig die Mietzahlungen an die fusionierte TZT-Gesellschaft.

Die Finanzmittel im Bereich der Wirtschaftsförderung werden auch zukünftig durch den Fachdienst im Kreishaushalt eingeplant. Dazu gehören im Zeitraum 2017/18 rund 300 000 Euro für die Breitbandversorgung, 430 000 Euro für die touristische Infrastruktur der Radwege und rund 100 000 Euro für die Umsetzung von Wirtschaftsförderprojekten. Außer diesen Haushaltsmitteln kommen Gelder aus den EU-Strukturfonds sowie Bundes- und Landesprogrammen zum Einsatz. Zu den Branchenschwerpunkten für den Fachdienst zählen ferner Gesundheitswirtschaft, Ernährungswirtschaft und Tourismus.

Von Frank Bürstenbinder

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