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Kreischalarm beim Classic Summer

Open-Air-Konzert Kreischalarm beim Classic Summer

Zum fünften Classic Summer in Brandenburg an der Havel zog es rund 1200 Zuschauer an das Heinrich-Heine-Ufer. Prominente Künstler wie Angelo Kelly und Anna Maria Kaufmann boten dem Publikum eine tolle Show. Für kreischende Fans sorgte allerdings ein anderer Sänger.

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Angelo Kelly war der erste Stargast des Abends.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Zum fünften Mal haben André „Ecki“ Eckhardt und sein Team zum „Classic Summer“ an das Heinrich-Heine-Ufer geladen. Bei strahlendem Sommerwetter veranstalteten sie am Samstagabend für die etwa 1200 Besucher ein rauschendes Jubiläumsfest. Die Mischung, die Ecki seit fünf Jahren dem Publikum präsentiert, ist faszinierend und kommt gut an.

Die Schautänzerinnen des Karnevals-Clubs Havelnarren legten eine flotte Sohle aufs Parkett

Die Schautänzerinnen des Karnevals-Clubs Havelnarren legten eine flotte Sohle aufs Parkett.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Einesteils wird der lokale Bezug gepflegt. Sponsoren aus dem Brandenburger Wirtschaftsleben präsentieren ihre Projekte – beispielsweise Urlaub für zwei Familien mit jeweils schwer behindertem Kind. Auch die Schautanzgruppen des heimischen KCH (Karnevals-Club Havelnarren) – Cube und Flotte Sprotten – waren in das Programm eingebunden mit tollen Extra-Einstudierungen. Andererseits lockten Programm-Highlights wie „The Dark Tenor“ oder der Auftritt von Angelo Kelly Gäste von weither an. Ein Besucher soll sogar eigens aus Norwegen angereist sein, verkündete Ecki stolz.

Stehende Ovationen für Angelo Kelly

Angelo Kelly, erster Stargast des Abends, kann gut singen und gut Geschichten erzählen. „Ich bin Bruce Springsteen“, habe sich ihnen ein Mann vorgestellt, als die Familie vor Jahren auf den Straßen von Paris spielte. „Na und?“ Die Kelly Familie blieb unbeeindruckt, denn sie hatte damals keinen Fernseher und kannte den Sänger nicht, der abends im Pariser Olympia auftrat.

„I’m feeling it coming in the air tonight“ sang Angelo Kelly und begleitete sich selbst mit der Gitarre. Plötzlich knallte es heftig hinter der Bühne und dunkler Rauch stieg auf. Ein paar Zuschauer schrien auf vor Schreck. „Was war denn das?“ fragte Kelly irritiert, „kam das aus meinem Hintern?“ Doch es war kein Pups und auch kein Terrorist, der im Gebüsch lauerte, sondern nur der Pyrotechniker, der im Laufe des Abends noch einige Male die Leute erschreckte. Acht Songs weiter wollte das Publikum Angelo immer noch nicht gehen lassen. „Passt auf, sonst werdet ihr mich gar nicht mehr los“, warnte der. Mit „Stand by me“ verabschiedete er sich dann endgültig vom stehenden Publikum.

„Dirty Dancing“ mit Anna Maria Kaufmann und Ilja Martin

Anna Maria Kaufmann gastierte beim Classic Summer 2014 zum ersten Mal in Brandenburg und hat sich damals in die Herzen der Zuschauer gesungen. Klar, dass sie beim fünfjährigen Jubiläum nicht fehlen durfte. Auch am Samstag begeisterte sie wieder mit ihrem vielseitigen Repertoire aus Oper, Operette und Musical. Zu „Dirty Dancing“ musste der Brandenburger Mario Heitz noch nicht mit der schönen Sängerin tanzen, das übernahm Ilja Martin inklusive Hebefigur. Zu der Arie „Tanzen möcht ich“ aus der Operette „Die Csárdásfürstin“ wiegten sich die Mitglieder der Showtanzgruppe im Takt. Da bat die Sängerin den Friseur auf die Bühne. Und als hätten sie es vorher geprobt, tanzte Mario Heitz elegant und sicher mit Anna Maria Kaufmann im Arm.

Gut 1200 Besucher verfolgten das Open-Air-Konzert am Heine-Ufer

Gut 1200 Besucher verfolgten das Open-Air-Konzert am Heine-Ufer.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Spät kam er, aber er kam: „The Dark Tenor“. Seinen bürgerlichen Namen kennt niemand und er zeigt nie sein Gesicht. Er wurde von vielen Besucherinnen schon sehnsüchtig erwartet, die sich ihm zu Ehren ebenfalls eine Maske aufgesetzt und sich dunkel kostümiert hatten. Mit ohrenbetäubendem Kreischen begrüßten sie ihr Idol im schwarzen Kapuzenmantel. Der dunkle Tenor hatte seine eigenen Musiker mitgebracht und ab ging die Post.

Poppiger Schwung mit „The Dark Tenor“

Wer geschulte Ohren hatte, der erkannte die Musik von Smetana (die Moldau), Mozart (Lied des Papageno) und Beethovens Schicksalssinfonie. Aber der dunkle Tenor mit der tollen Stimme hat sie sozusagen neu eingekleidet, ihnen poppigen Schwung verliehen und englische Texte verpasst. „Ich will vor allem junge Leute für klassische Musik begeistern“, erklärt er. Der Erfolg gibt ihm Recht. Die Wirkung ist schlicht phänomenal.

Das Beste kommt zum Schluss? Zum großen Finale versammelten sich alle Sänger und Musiker auf der Bühne und sangen zur Live-Musik Beethovens Ode an die Freude. Das Publikum sang stehend und erstaunlich textsicher mit.

Von Ann Brünink

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