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Kreisverwaltung erhöht die Stellenanzahl

Wieder über 1000 Mitarbeiter Kreisverwaltung erhöht die Stellenanzahl

Mit einem Stellenzuwachs hat die Kreisverwaltung von Potsdam-Mittelmark auf den Zustrom von Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen reagiert. Vor allem für die Bereiche Unterbringung und Betreuung werden mehr Leute gebraucht. Damit ist die Zahl der Mitarbeiter erstmals seit Jahren wieder über die 1000 gestiegen.

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Nachwuchs für die Kreisverwaltung: Diese jungen Leute haben 2015 eine Berufsausbildung zum Verwaltungsfachangestellten aufgenommen.

Quelle: Andrea Metzler

Mittelmark. In der Kreisverwaltung sind erstmals seit Jahren wieder mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Die genaue Zahl geht aus dem aktuell veröffentlichten Personalbericht 2015 hervor, den der Personalausschuss des Kreistages in dieser Woche zur Kenntnis nahm. Danach hat sich die Stellenzahl auf 1013 erhöht. Zum Vergleich: 2013 waren es 979 Stellen. Für die Bezahlung seiner Angestellten muss die Verwaltung rund 52 Millionen Euro aufbringen.

Das Landratsamt ist allerdings nicht nur Arbeitgeber für die Kernverwaltung in den Dienstorten Bad Belzig, Teltow, Werder und Brandenburg. In mittelmärkischen Diensten stehen unter anderem auch die Sekretärinnen und Hausmeister an den kreiseigenen Schulen, die Straßenwärter für die Kreisstraßen und die Hartz-IV-Bearbeiter. Die jüngste Einstellungsoffensive betrifft aber vor allem einen anderen Bereich.

„Wegen des Zustroms an Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen war ein Nachtrag im Stellenplan für den Bereich Unterbringung und Betreuung erforderlich“, begründete André Köppen, Leiter des Fachbereiches Innerer Service und Zentrale Steuerung die Personalentwicklung. Bekanntlich hatte der Kreistag für die Haushaltsjahre 2015/16 eine Planerweiterung um 34,58 Stellen beschlossen. Personelle Unterstützung brauchten insbesondere die Fachdienste Interner Service, Ausländerbehörde, Soziales und Wohnen sowie Kinder/Jugend/Familie. Eine weitere Aufstockung ist derzeit nicht geplant. Für das Haushaltsjahr 2017 geht eine Prognose von ähnlich hohen Flüchtlingszahlen wie 2015 aus. „Es könnten wieder 2000 werden, plus minus 500“, so die noch vage Auskunft von Personalchef Köppen.

Gravierende Änderungen in der Organisation der Kreisverwaltung gab es in drei Bereichen. Der bisherige Fachdienst Schul- und Gebäudemanagment wurde in die Fachdienste Interner Service sowie Schulmanagment getrennt. Aufgesplittet wurde auch der bisherige Fachdienst Serviceangelegenheiten und Rechtshilfestelle in die eigenständigen Fachdienste Recht sowie Serviceangelegenheiten. Neu in der Struktur ist der Fachdienst Umwelt, der aus den bisherigen Fachdiensten Naturschutz/Abfall/Boden gebildet wurde. Von dieser Zusammenlegung verspricht sich die Verwaltung mehr Effizienz bei der Bearbeitung umweltrechtlicher Belange, zum Beispiel bei Baugenehmigungen. Offen ist allerdings immer noch die Besetzung des Fachdienstleiterpostens. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 87 Stellenausschreibungen – ein historischer Höchststand. Mit durchschnittlich 24 Bewerbungen auf eine Stelle ist die Zahl der Interessenten in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

Der Beamtenanteil bei den Mitarbeitern der Kreisverwaltung liegt bei sieben Prozent. In der Mehrheit sind die weiblichen Beschäftigten. Und zwar mit 69 Prozent. Ihr Anteil verringert sich jedoch in den Führungspositionen deutlich. Während sich noch auf der Fachdienst- und Teamleiterebene das Geschlechterverhältnis die Waage hält, schrumpft der Frauenanteil in der Fachbereichsleitung auf 17 Prozent. Vor allem bei jungen Frauen ist die Kreisverwaltung ein begehrter Ausbildungsbetrieb. Trotz rückläufiger Schülerzahlen ist die Zahl der Bewerbungen gleich geblieben. Ende 2015 befanden sich zehn künftige Verwaltungsfachangestellte in der Ausbildung. Zwei Drittel davon sind Frauen. Ähnlich ist das Verhältnis bei den Studenten, die derzeit ein duales Studium Kommunales Verwaltungsmanagment und Recht absolvieren.

 

Von Frank Bürstenbinder

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