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Kulturministerium macht Druck und gibt Geld

Hoffnung für Kunstgalerie Kulturministerium macht Druck und gibt Geld

Die Entscheidung die Kunstgalerie Brennabor zum Jahresende 2015 zu schließen, ist bei Kulturministerin Sabine Kunst auf wenig Begeisterung gestoßen. „Diesen Schritt bedauere ich sehr“, schreibt sie an Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU). Kunst: Die Galerie „sollte erhalten und weiterentwickelt werden.“

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Ein Bild aus besseren Tagen, als die Galerie Brennabor noch in Betrieb war und Künstlern wie Armin Müller-Stahl Raum bot.

Quelle: Foto: imago stock&people

Brandenburg /H. Die Entscheidung des Brandenburger Theaters, sich gegen den Willen der Stadt von der Betreibung des Kunstgalerie Brennabor zum Jahresende 2015 zu verabschieden, ist bei Brandenburgs Kulturministerin Sabine Kunst auf wenig Begeisterung gestoßen. „Diesen Schritt bedauere ich sehr“, schreibt sie in einem Brief, der vor einigen Tagen auf dem Tisch der Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) landete. Schließlich, so Kunst, komme der Galerie bei der Präsentation zeitgenössischer Kunst eine bedeutende Rolle in der Region zu, und: „sie sollte als ein Raum für Kunst erhalten und weiterentwickelt werden.“

Kunst liegt damit ganz auf einer Linie mit ihrem Kulturstaatssekretät Martin Gorholt (SPD), der wiederholt kritisiert hatte, dass sich das Theater aus der Verantwortung als Betreiber zurück gezogen habe und die Stadt Brandenburg das tatenlos zulasse.

Wie wichtig die Kunsthalle am Bahnhof dem Potsdamer Ministerium ist, beweist ein unerwartetes Angebot der Ministerin: Wegen der überregionalen Bedeutung der Galerie sei sie bereit, „den Betrieb auf Grundlage eines abzustimmenden gemeinsamen Konzeptes und ergänzend zur städtischen Förderung dauerhaft zu unterstützen.“ Um die Galerie selbst vor der temporären Schließung zu bewahren und den Kunstbetrieb auch 2016 zu sichern, wolle sie bereits 2016 eine Übergangsfinanzierung in Höhe von 50 000 Euro zur Verfügung stellen. Sie erwarte nun eine „baldige Rückmeldung“ der Stadt um das weitere Vorgehen zu verabreden.

Für SPD-Parteichef Ralf Holzschuher lesen sich die lobenden Zeilen der Ministerin „wie Zeilen aus einer Werbebroschüre für die Kunsthalle!“ Ihre Anforderungen für diese Förderung, also die Erarbeitung eines gemeinsamen Konzeptes und eine städtische Beteiligung, unterstützt er mit Nachdruck. In der Stadtverwaltung ist man gar nicht glücklich, dass Theatergeschäftsführer Jörg Heyne und der BT-Aufsichtsrat unter Wolfgang Erlebach (Linke) im Sommer Nägel mit Köpfen machten und das Aus beschlossen. Was mit Blick auf den Haushalt des BT aber nicht überraschend kam.

Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) hatte das Aus dennoch heftig kritisiert. Und ganz offensichtlich ist daher der Fachbereichsleiter Kultur Tim Freudenberg nicht untätig geblieben. Er hat jetzt ein Konzept zur Fortsetzung des Betriebs vorgelegt, das Donnerstag im Kulturausschuss beraten wird.

Noch bis 2026 hat die Stadt einen gültigen Mietvertrag. Und auch die Riesterbehörde, die 2017 in den Gebäudekomplex einziehen will, geht davon aus, dass die Galerie erhalten bleibt. Freudenberg hat nun ein kluges Konzept erarbeitet, in dem er deutlich macht, dass man einen professionellen Betreiber suchen und finden müsse. Nur ehrenamtlich werde sich Galerie nicht führen lassen. Es gibt also wieder Hoffnung für die Galerie.

Von Benno Rougk

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