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Brandenburg/Havel Kurzweil im Wartezimmer
Lokales Brandenburg/Havel Kurzweil im Wartezimmer
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00:33 17.04.2015
Kevin Schuster (r.) und Tobias Wolter haben die „BRB-Box“ für kurzweiliges Warten entwickelt. Quelle: P Rißling
Brandenburg an der Havel

Die beiden Master-Studenten der Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Brandenburg (FHB) wollen ihre Zeit im Wartezimmer aber nicht länger mit sinnlosem Blättern in bunten Promi-Blättchen totschlagen. „Warum die Zeit nicht sinnvoll nutzen?“, fragen sie und zeigen mit einer innovativen Entwicklung, wie das gehen kann.

Das Ansinnen der jungen Männer klingt dabei so einfach wie logisch: „Oft verbringen Patienten beim Arztbesuch mehr Zeit im Wartezimmer als beim Doktor.“ Durch die Etablierung von Info-Displays in den Wartezonen wollen sie zumindest die gefühlte Wartezeit reduzieren. „Vorstellen kann man sich das ähnlich wie beim U-Bahn-Fernsehen in Großstädten“, sagt Schuster. In Köln, Berlin oder Hannover wird durch Implementierung von Bildschirmen in Bussen und Bahnen versucht, den Fahrgästen die Fahrt so erträglich wie möglich zu machen.

Die Idee der beiden 28-Jährigen, die sich neben dem Studium seit einigen Monaten „fast schon Vollzeit“ in ihr Zwei-Mann-Projekt gestürzt haben, ist nun im Kern die Gleiche. „Der Patient wird über den Bildschirm mit themenrelevanten und regionalen Informationen gleichermaßen versorgt“, beschreibt Wolter.

So ist beispielsweise denkbar, dass ein Augenarzt neben aktuellen Neuigkeiten aus Stadt und Umland Informationen zu Augenkrankheiten oder speziellen Therapien über den Wartezimmer-Bildschirm laufen lässt. Welche Inhalte über das Display flimmern, entscheidet am Ende natürlich der entsprechende Arzt – er ist schließlich der zahlende Kunde. „Wichtig war uns stets, dass es sich um reine visuelle Informationen handelt. Es gibt also keine lautstarke Belästigung für diejenigen, die sich für diese Art der Information nicht interessieren“, so Wolter.

Info

Kevin Schuster ist mit der „BRB-Box“ aktuell im Wettbewerb „Macht was draus“ der Initiative Deutschlandstipendium im Rennen.
Weiteres finden interessierte Ärzte und Firmen hier: www.brb-box.de.

Das sind nach einer Erhebung von Kevin Schuster allerdings nur wenige – bereits für seine Bachelorarbeit hatte er 200 Brandenburger befragt, ob sie sich über ein solches Display beim Arzt informieren würden. Das Feedback war mit mehr als 80 Prozent Zustimmung äußerst positiv.

Die so genannte „BRB-Box“ bringen die Jungunternehmer nun in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gründung und Transfer der FHB an den Start. Die innovative Technologie dazu ist eigenentwickelt und onlinebasiert. „Das heißt, dass wir die Inhalte jederzeit und von jedem Ort der Welt mit Internetanschluss nach Kundenwünschen anpassen können“, berichtet Wolter. Für ihre Idee und die Umsetzung erhielten die beiden engagierten Jungunternehmer im Vorjahr bereits den Sonder-Innovationspreis für Gründungen der Hochschule.

Erste Schritte in der Praxis hat die „BRB-Box“ indes bereits getan. So können die Patienten einer Brandenburger Physiotherapie ihre Wartezeit seit Kurzem nutzen, um sich per Bildschirm über diverse Themen zu informieren.

Von Philip Rißling

In Kürze geht auch die MAZ-Mediabox an den Start. Sie bietet professionelle Infos für jeden Wartebereich. Bei Interesse: info@maz-mediabox.de

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