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Brandenburg/Havel Links-Chef Kutsches Frust in Briefform
Lokales Brandenburg/Havel Links-Chef Kutsches Frust in Briefform
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14:49 01.02.2019
Andreas Kutsche (über Marx) mit Heide Hauffe, Klaus Erlenkamp und Lore Becker (v.l.) scheint er chancenlos bei der Landtagswahl, wenn man auf die Genossen vor Ort und im Land schaut.  Quelle: Heiko Hesse
Brandenburg/H

Der Direktkandidat der Linken für die Landtagswahl Andreas Kutsche hat sich jetzt mit einem Brief enttäuscht an alle Mitglieder des Linken-Stadtverbandes gewandt. Kutsche war am Wochenende, wie die MAZ berichtete, bei der Listenaufstellung für die Landtagswahl beim Parteitag in Wildau durchgefallen und auf dem aussichtslosen Platz 38 von 40 gelandet. Teilweise hatten ihn nicht einmal seine eigenen vier Delegierten (Lutz Krakau, Heike Jacobs, Elke Kroll und Daniel Herzog) aus Brandenburg in den Wahlgängen unterstützt, so dass er beispielsweise bei der Wahl gegen Andreas Bernig nur zwei Stimmen auf sich vereinen konnte. Lutz Krakau steht bei Bernig in Lohn und Brot.

Mehr von denen eigenen Leuten erwartet

„Ehrlicherweise hätte ich auch mehr von unseren Delegierten erwartet“, schreibt Kutsche, der sich von seiner Co-Chefin Ilona Friedland sagen lassen musste, dass vermutlich seine Bewerbungsrede zu dem schlechten Ergebnis geführt habe. Kutsche: „Bei solchen Landesvertreterversammlungen kommt es nebensächlich auf den Redebeitrag an.“ In der Tat werden im Vorfeld bei derartigen Wahlkonferenzen strategische Partnerschaften gesucht und Stimmen in anderen Verbänden gefunden.

Zerstrittener Verein?

Allerdings ist der zerstrittene Brandenburger Kreisverband der Linken nicht sonderlich beliebt im Lager der Genossen. Es ist nicht belegt, dass innerhalb der Partei offen gegen die Brandenburger Genossen gearbeitet wurde. Allerdings hatte der CDU-lastige Lokal-TV-Sender SKB im Nachgang berichtet, auch der linke Vize-Ministerpräsident Christian Görke aus Rathenow habe angeblich mit Blick auf die Linken der Havelstadt „keine Lust mehr auf den zerstrittenen Verein.“ Gegenüber der MAZ erklärte Görke, das habe der Sender „völlig aus dem Zusammenhang gerissen.“

„Platz 38 ist nicht akzeptabel“, meint Kutsche. Wie es besser geht, machen die Linken im Westhavelland und Potsdam-Mittelmark vor. Andrea Johlige, Christian Görke, Claudia Sprengel und Andreas Bernig konnten sich unter den ersten 20 Listenkandidaten platzieren. „Ich hätte damit gerechnet, zumindest bis 22 bis 24 zu landen. Letztendlich müssen wir alles auf das Direktmandat ausrichten, wenngleich es schwer werden dürfte“, schreibt Kutsche.

Stadtverband auf Tauchstation

Wie kaum anders zu erwarten, gibt es bis heute keine Erklärung oder Stellungnahme des Linken-Stadtverbandes zu dem Wahldesaster. Ursprünglich sollte der Parteitag in Wildau bereits am Dienstag bei der Sitzung der Vorsitzenden der Basisorganisationen ausgewertet werden, hieß es gestern aus der Partei. Allerdings fiel die Sitzung aus, obwohl die Vorsitzenden da waren.

Von Benno Rougk

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