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Brandenburg/Havel Lachen im Multi-Kulti-Kindergarten
Lokales Brandenburg/Havel Lachen im Multi-Kulti-Kindergarten
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11:00 13.02.2016
Zufriedene Kinder auf der Kita-Treppe. Quelle: M. von Imhoff
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Brandenburg/H

Lachende Kindergesichter in der Kita Arche Noah auf dem Görden. Nach langem Warten bekommt der Kindergarten mit der größten ethischen Vielfalt in der Stadt Brandenburg neue Außenspielgeräte. Wie Marcel Rößler, Fachgruppenleiter für Jugendarbeit und Kindertagesbetreuung, am Freitag bestätigte, bewilligt die Stadt jetzt dem Kindergarten der Auferstehungsgemeinde 9812 Euro für einen Kletterturm. Aufgestellt werden wird er, sobald das Wetter frühlingshaft wird.

Knapp ein Jahr mussten die 30 Jungen und Mädchen ohne Spielgeräte auskommen. Wie Pfarrer Uwe Gau von der Auferstehungsgemeinde sagte, hatte der Tüv den bisherigen Kletterturm wegen seines maroden Zustandes gesperrt. Der Turm wurde sofort abgerissen, um die Kinder nicht zu gefährden.

Knapp ein Jahr mussten die Kleinen warten

Kita-Leiterin Annegret Böhm ist erleichtert über die Ankündigung der Stadt. Auch Pfarrer Gau sagt : „Wir sind sehr froh.“ Den Eigenanteil von gut 2000 Euro, der nötig ist für das 12 000 Euro teuren neuen Kletter- und Rutschturm, könne die Gemeinde aufbringen. Vorausgegangen waren Appelle auch der Elternschaft des Kindergartens an die Stadtverwaltung. „Die Kinder haben jetzt eigentlich nur Sand zum Spielen“, sagt Corinna Hammer, deren fünfjähriger Sohn die Kita Arche Noah besucht. Sie lobt das große Engagement des dreiköpfigen Kita-Teams.

Drei Erzieherinnen für 30 Kinder

Heimat der Kita Arche Noah ist eine Villa in der Weberstraße 24 im Brandenburger Stadtteil Görden. Drei Erzieherinnen betreuen dort 30 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren. Zum Team des Kindergartens gehört zudem eine Hauswirtschafterin. Träger ist die Evangelische Auferstehungsgemeinde. Offen steht der Kindergarten auch Familien, die keine Kirchenmitglieder sind. Kitaleiterin ist seit sechs Jahren Annegret Böhm.

Zum Konzept des Kindergartens gehört um 9 Uhr ein Morgenkreis. Die Kinder singen dabei gemeinsam Lieder und erzählen sich Wichtiges für den Tag. Im Jahresablauf feiern die Jungen und Mädchen mit den Erziehern die christlichen Feste. Toleranz, Nächstenliebe und Achtung vor der Schöpfung Gottes stehen im Mittelpunk. Musikalische Früherziehung und Schwimmunterricht gehören dazu.

Tatsächlich ist das enorm. Fast jedes vierte Kind in der Kita Arche Noah hat einen Migrationshintergrund. Die Kinder kommen aus Afghanistan, Syrien, Tschetschenien, Marokko, Ungarn, Spanien und Kenia. Von dort stammen die Eltern des kleinen Edgar, der an diesem Vormittag glücklich mit einem gleichaltrigen Mädchen auf einer Behelfsschaukel sitzt. Der vierjährige Edgar spricht gut Deutsch. Doch bei anderen Kindern sieht das ganz anders aus.

25 Prozent mit Migrationshintergrund

Macht nichts, sagt Kita-Leiterin Annegret Böhm. Die 43-jährige sieht die Sprachprobleme entspannt. Mit den Eltern könnt Englisch sprechen oder Russisch gesprochen werden. „Wir haben eine Kollegin aus Russland, die also ebenfalls einen Migrationshintergrund hat. Das hilft sehr.“ Die Jungen und Mädchen selbst hätten ihre eigene Methode, die Sprachbarrieren zu überwinden: „Sie verständigen sich mit Händen und Füßen und lernen sehr schnell Deutsch. Wir haben auch ein sehr schwerhöriges Kind, da funktioniert es genauso.“

Von Marion von Imhoff

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