Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° bedeckt

Navigation:
Lachmann lässt Fragen verlesen

Amtsdirektorenwahl in Wusterwitz Lachmann lässt Fragen verlesen

Wer Wusterwitzer Amtsdirektor werden will, muss sich neu bewerben. Das Auswahlverfahren wurde gestoppt. Dazu hatte der einstige Wusterwitzer Gemeindevertreter Bernd Lachmann einige Fragen. Weil er in der Einwohnerfragestunde nicht reden durfte, ließ der heutige Brandenburger einen Wusterwitzer für sich sprechen. Der Eklat folgte prompt.

Voriger Artikel
Sprengstoff-Entwarnung in Brandenburg an der Havel
Nächster Artikel
Laienprediger stützen das christliche Dorfleben

Wer Chef im Amt Wusterwitz wird, bleibt weiter offen.

Quelle: Jacqueline Steiner

Amt Wusterwitz. Vor Anfang 2017 wird es keinen neuen Verwaltungschef für das Amt Wusterwitz geben. Wie erwartet, hat der Amtsausschuss am Montag das laufende Ausschreibungsverfahren gestoppt und die erneute Ausschreibung der Amtsdirektorenstelle beschlossen. Damit folgte das Gremium einer juristischen Empfehlung, wonach das aktuelle Auswahlverfahren eine gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten würde. Problem: Der Amtsausschuss hatte nach einer Vorauswahl nicht alle in Frage kommenden Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dagegen hatten zwei Bewerber, Karl-Heinz Erler aus Viesen und Heiderose Gummert aus Warchau, geklagt.

Eine nachträgliche Anhörung der verschmähten Bewerber lehnte Amtsausschussvorsitzender Ronald Melchert ab. Diese wüssten jetzt von dem in der öffentlichen Vorstellungsrunde gestellten Fragenkatalog. Damit sei keine Gleichberechtigung zwischen den Bewerbern gegeben, so Melchert. Vor dem Beschluss zur Neuausschreibung kam es zu einem Eklat. Norbert Tilegant, Fraktionschef der Linken in der Wusterwitzer Gemeindevertretung wollte in der Einwohnerfragestunde wissen, wer den Amtsausschuss im gescheiterten Auswahlverfahren beraten habe. Amtsausschussvorsitzender Melchert antwortete: „Frau Mayer hat uns beraten. Und die Kommunalaufsicht trug unseren Weg mit.“ Für den Wusterwitzer Lothar Ohge ein Unding: „Dann sucht sich die stellvertretende Amtsdirektorin ihren Chef also selbst aus.“ Ein Vorwurf, den die amtierende Verwaltungschefin zurückwies. Sie habe lediglich eine Prüfung der Bewerbungen nach Aktenlage vorgenommen, so Ramona Mayer. Fakt bleibt, dass der Amtsausschuss mit der Art und Weise des Auswahlverfahrens schlecht beraten war.

Tilegant befeuerte mit seiner Frage die Diskussion, doch den Stein ins Rollen hatte Bernd Lachmann gebracht. Der einstige Wusterwitzer Gemeindevertreter lebt seit drei Jahren in Brandenburg, hat aber sein in Wusterwitz angemeldetes Gewerbe behalten. Weil Melchert ihm in der Einwohnerfragestunde kein Rederecht gewährte, ließ Lachmann seine Fragen zum Auswahlverfahren durch Tilegant verlesen. Alle Interessenten für den Amtsdirektorenposten müssen sich neu bewerben.

Von Frank Bürstenbinder

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Neue Grundschule in Babelsberg: Welchen Standort bevorzugen Sie?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg