Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Land unter in Krahne und Michelsdorf

Nach dem Gewitter Land unter in Krahne und Michelsdorf

Auch in den Ortsteilen Kloster Lehnins hat das Unwetter in der Nacht zu Dienstag kräftig gewütet. Am Tag danach waren viele Hausbesitzer damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen, Wasser und Schlamm abzupumpen und den Normalzustand wiederherzustellen. Das war vielerorts gar nicht so einfach.

Voriger Artikel
Ilse Hanne macht gut gelaunt die 100 voll
Nächster Artikel
Arvato verschenkt alte Computer als neue

Mario Meier hantiert am Tag danach im Keller mit dem Nass-Staubsauger .

Quelle: Claudia Nack

Krahne. Die Pflanzenwelt hat nach Regen gelechzt, doch in der Nacht zum Dienstag kam es ganz dicke von oben. In der Gemeinde Kloster hieß es nach dem schweren Frühjahrsunwetter sogar „Land unter!“

Während 15 Feuerwehrleute aus Lehnin, Göhlsdorf und Damsdorf mit vereinten Kräften in der Chausseestraße in Michelsdorf vier voll gelaufene Keller und die überflutete Fahrbahn abpumpen mussten, schlugen sich in Krahne freiwillige Einsatzkräfte aus dem Ort und dem benachbarten Reckahn bis morgens gegen 3.30 Uhr die Nacht um die Ohren.

Schäden, hervorgerufen vom Sturm

Schäden, hervorgerufen vom Sturm.

Quelle: Nack

Wasser im Keller ist beispielsweise auch im Lehniner Krankenhaus und in einem Wohnblock im Hasenkamp gemeldet worden. Vor Rotscherlinde hat sich im Maisfeld ein riesiger See gebildet.

Krahnes Ortsvorsteher Reinhard Siegel hat in seinem Garten nach dreieinhalbstunden Dauerregen sage und schreibe 84 Liter pro Quadratmeter gemessen. Die Ortsdurchfahrt wurde zum Fluss. „Das Wasser kam aus Richtung Rotscherlinde die Hauptstraße runter und lief bis in Dorf runter“, berichten Siegel und Anwohner.

„Von der Fahrbahn und den Bordsteinen war nichts mehr zu sehen.“ Höfe im Oberdorf standen unter Wasser und die komplette Wiese am Anger. „Zum Glück hat die Hecke gebremst“, sagt Siegel, bei dem besorgte Krahner in der Unwetternacht Sturm klingelten. Selbst das Schmutzwasser-Pumpwerk war bei der Wassermasse überfordert und konnte erst wieder normal arbeiten als der Regen endlich aufhörte. „In den Toiletten hat nichts hochgedrückt, „aber es war knapp vor Oberkante Unterlippe“, sagt Siegel.

Auch die Keller liefen voll

Auch die Keller liefen voll.

Quelle: Nack

2010 habe es ein in ähnliches Unwetter gegeben und Ende der 60er Jahre. „Das war es durch den Sommerweg noch doller, sagt Siegel, der damals 13 war. Gartenzäune, selbst Hühner sollen weggeschwommen sein.

Am Dienstagmorgen hat der Bauhof den auf einer Länge von rund 50 Metern ausgespülten unbefestigten Weg am Fuße des 7,40 Meter hohen Krahner Riesen mit Baken gesichert.„Wir haben das volle Programm abgekriegt“, sagt Anwohner Horst Jeserich. „Der halbe Hof war voll“. Seine zwei Pumpen, die er besitzt, waren ebenfalls überfordert.

Bestandsaufnahme nach dem Unwetter

Bestandsaufnahme nach dem Unwetter.

Quelle: Nack

Auch andere wie Karl-Heinz Schoner hatten nasse Keller und pumpten wie die Weltmeister. Familie Lindemann wischte zusätzlich und bildete sogar eine Eimerkette, um das Wasser vom Hof wieder auf die Straße zu befördern.

„Unsere Junghühner hatten wir vor dem Regen aus der Voliere in den Stall gesperrt, sonst wären sie ersoffen“. Besonders schlimm war es in der Bahnhofsallee und im Friedensweg. Dort musste die Feuerwehr sogar Keller auspumpen. Mario Meier, der am Morgen beim Aufräumen war, schätzt den Schaden auf rund 3000 Euro. Sein Sohn der mit Freundin im ausgebauten Keller wohnte, muss ins Gästezimmer ausweichen. Möbel, Belag _ alles ist hin.

Von Claudia Nack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg