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Brandenburg/Havel Unter dem Rettungshubschrauber bröckelt’s
Lokales Brandenburg/Havel Unter dem Rettungshubschrauber bröckelt’s
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11:23 11.09.2018
Der Landeplatz auf dem Marienberg für den Rettungshubschrauber Christopher 35 von der Bundespolizei soll erneuert werden.
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Brandenburg/H

Unter dem Rettungshubschrauber bröckelt der Beton: Der Landeplatz für „Christoph 35“ auf dem Marienberg muss grundhaft saniert und erneuert werden.

Die Stadtverordneten sollen am 26. September der städtischen Liegenschaftsverwaltung GLM mehr Geld zur Verfügung stellen. Im konkreten Fall sind es 218.719 Euro. Doch dabei bleibt es nicht.

Der Landeplatz diente bereits in den 1970er-Jahren als Rollschuh- und Schlittschuhbahn. Als die Flächen zur Landebahn im Jahr 1994 umfunktioniert wurden, sanierte man die Fugen und beschichtete Teile des Platzes für die Betankung.

„Durch die Bewegung auf der Fläche selbst, das Aufsetzen der Hubschrauber und die Vibration beim Tankvorgang kam es stellenweise zu neuen Rissen an der Betonfläche“, schreibt Kämmerer Detlef Reckow in seiner Beschlussvorlage. Dabei drang im Laufe der Jahre immer mehr Oberflächenwasser unter den Oberbau, so dass es zu Ausspülungen der darunter liegenden Kiesschicht und Unterhöhlungen der einzelnen Betonplatten kam.

Im April dieses Jahres gab es eine Baugrunduntersuchung –mit verheerendem Ergebnis: Ein wirtschaftliches Betonsanieren zum Beheben der Schäden ist auf Grund der Betonqualität, der ermittelten Betonstärke und der Lagerungsdichte der Tragschicht nach dem vorgefundenen Schadensbild nicht mehr zu empfehlen.

Es soll nun ein Ausbau unter Aufbringen einer bituminösen „halbstarren Deckschicht“ auf der 1500 Quadratmeter großen Fläche erfolgen. Diese vereint die guten Eigenschaften von Asphalt und Beton. Es verbindet die Flexibilität und Fugenlosigkeit des Asphalts mit der hohen Tragfähigkeit und größeren Verschleißfestigkeit des Betons. Halbstarre Deckschichten bestehen aus einem hohlraumreichen Asphalt-Traggerüst und einem speziellen Verfüllmörtel, der mit dem zweiten Arbeitsgang in die Hohlräume des Asphaltes eingebracht wird. Diese Bauweise wird für stark beanspruchte Flächen wie Busbuchten, Lagerflächen und auch im Bereich von Betankungsanlagen eingesetzt.

Parallel zum Neubau des Landeplatzes sollen Reparaturen am Hangar der Station aus Mitteln des laufenden Instandhaltungsbudgets von GLM vorgenommen erden. Dazu zählen Reparaturen am Feuerlöscherunterstand und an den Schienen, ein Instandsetzen des Ölabscheiders sowie ein Versiegeln der Tankfläche. Dafür sind im städtischen Haushalt bereits 129.000 Euro eingestellt.

Die Stadt hat den Rettungsdienst als Aufgabenträger vom Land übertragen bekommen. Für die Bauzeit (allein das Aushärten der Deckschicht dauert vier Wochen) werden derzeit noch Landeplatz-Alternativen gesucht und mit der Luftfahrtbehörde abgestimmt. Am wahrscheinlichsten landet der Heli an der Feuerwache, von dort gibt es einen „Fahrdienst“ zum Klinikum, heißt es aus dem Rathaus. Deshalb beginnen die Bauarbeiten erst im nächsten Jahr, wenn Luftfahrtbehörde und Land alles genehmigt haben, sagt Reckow.

Von André Wirsing

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