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Brandenburg/Havel „Hochschule ist eine ähnliche Herausforderung wie die Buga“
Lokales Brandenburg/Havel „Hochschule ist eine ähnliche Herausforderung wie die Buga“
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21:10 09.07.2014
Quelle: dpa
Brandenburg an der Havel

Der Zeitpunkt kam überraschend für die Protagonisten des Städtischen Klinikums, der Ruppiner Kliniken sowie für die Kommunalpolitik. Ursprünglich sollte die gute Nachricht Freitag laut verkündet werden, inoffiziell wussten die Beteiligten seit Donnerstag Bescheid. Der Neuruppiner Landrat Ralf Reinhardt (parteilos) hatte von der kurzfristigen Planänderung in der Staatskanzlei Wind bekommen, kurzerhand die Chefs der Ruppiner Kliniken und Initiatoren wie Matthias Voth und Konrad Schily ins Auto gepackt, um nach Potsdam zu fahren – ohne Einladung. Er versuchte noch, Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) und Klinik-Geschäftsführerin Gabriele Wolter zu erreichen – vergeblich, die Handys waren aus.

„Ich bin etwas enttäuscht darüber, dass es so lieblos einfach in Potsdam verkündet wird“, sagt Gabriele Wolter. Tiemann, deutlicher: „Ich glaube, die wollten sich die Show nicht stehlen lassen.“ Erst gegen 14.30 Uhr kam die Genehmigung per Telefax im Klinikum an. Da präsentierte sich das Kabinett schon mit der Botschaft.

"Eine ähnlcihe Herausforderung wie die Buga..."

Vereinbart war nämlich der 11.Juli, lediglich der Ort stand bislang noch nicht fest. Nun haben alle Enttäuschten reagiert: Freitag gibt es um 11 Uhr eine Feierstunde im Rolandsaal, Tiemann und Wolter haben die Neuruppiner dazu eingeladen. Viel Arbeit haben alle ins Vorhaben gesteckt: „Die Medizinische Hochschule ist eine ähnliche Herausforderung wie die Buga, mit ähnlich viel Arbeit“, sagt Dietlind Tiemann. Aber die Zusage, jetzt starten zu können, sei ein „großer Erfolg und Anerkennung für die Vorarbeiten von unseren Geschäftsführern und Medizinern in Brandenburg und Neuruppin“, so Tiemann.
„Wir werden mit der MHB die Gesundheitsstandorte überregional stärken und können durch praxisorientierte Ausbildung die medizinische Versorgung ausbauen.“ Einige Arbeit wartet noch. So ist die Genehmigung an Auflagen gebunden, beispielsweise zu Insolvenz-Bürgschaften, zur Lehr-Ausstattung, zu Personalschlüsseln. Alle sind erfüllbar.

Auch dazu waren Gabriele Wolter und ihr Team nicht untätig: „Ich habe zwei Konzepte für die Nicolaischule, die für die MHB allein zu groß wären.“ Entweder kommt hier auch die Pathologie unter, die der expandierenden Rettungsstelle weichen muss. Oder es gibt einen Ringtausch: Die benachbarte Medizinische Schule zieht zu „Nicolai“, ins frei werdende Haus kommt die Pathologie. „Wir müssen jetzt die Kosten rechnen.“

Etwas Zeit bleibt noch

Der Lehrbetrieb in Brandenburg startet erst 2017, während es in Neuruppin früher losgeht mit einem „Bachelorstudiengang Psychologie“ sowie einem Masterstudiengang „Klinische Psychologie und Psychotherapie“. Ab Sommer 2015 kommt ein „Modellstudiengang Medizin“ hinzu. Schon jetzt liegen 800 Studienbewerbungen vor. Das beweise, so Tiemann, wie groß das Interesse sei, „praxisnah und mit sozialer Kompetenz in kleinen Gruppen zu studieren“. Sie sei, wie sie weiter sagt, glücklich über die Entscheidung. Doch im Verlauf des Genehmigungsprozesses habe sie sich „vom Land mehr Unterstützung und mehr Vertrauen gewünscht“. Kritik sei wichtig und bei Forschung und Qualität der Hochschule dürfe es keine Abstriche geben. Doch die Skepsis dürfe nicht überwiegen.

Von André Wirsing und Benno Rougk

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