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Brandenburg/Havel Das ist Brandenburgs Super-Schnüffler
Lokales Brandenburg/Havel Das ist Brandenburgs Super-Schnüffler
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22:35 19.10.2015
Mit 96 von 100 möglichen Punkten qualifizierten sich Nato vom Pfaffenbachtal und Herrchen Dietmar Tolksdorf für die deutsche Meisterschaft. Quelle: privat
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Brandenburg/Havel

Nach dem Sieg bei der Landesmeisterschaft der Fährtenhund geht es für den Brandenburger Dietmar Tolksdorf und seinen Schäferhund Nato vom Pfaffenbachtal Ende Oktober zur deutschen Meisterschaft nach Baden-Württemberg. An zwei Tagen wird dort die beste Spürnase Deutschlands gesucht. Mit seinen 220 Millionen Riechzellen – der Mensch hat fünf bis 20 Millionen – verfügt der Deutsche Schäferhund über eine exzellente Spürnase. Dass er einen guten Riecher hat, beweist der Vierbeiner unter anderem als Drogenhund, beim Zoll oder im Rettungswesen. Viele der Tiere werden von ihren Haltern im Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) trainiert und so auf den Ernstfall vorbereitet. Die Ortgruppe Brandenburg-Stadt organisierte kürzlich die Landesmeisterschaft für Fährtenhunde.

Als Sieger gingen dabei der Lokalmatador Dietmar Tolksdorf und sein Hund Nato vom Pfaffenbachtal hervor. Das Gespann aus der Havelstadt, Tolksdorf und sein Schäferhund gehören zur Ortsgruppe Eigene Scholle, setzte sich gegen acht andere Duos aus Berlin und Brandenburg durch und qualifizierte sich damit für die Bundesfährtenhundprüfung. Als Vertreter der Landesgruppe treten Dietmar Tolksdorf und sein Hund am 31. Oktober und 1. November nun in Veringenstadt (Baden-Württemberg) gegen die besten Schnüffler aus den anderen Bundesländern an.

Sieben Gegenstände auf einer Fährte

Zunächst mussten sie allerdings erst einmal die Konkurrenz aus der eigenen Region hinter sich lassen. Die Landesmeisterschaft wurde am 10. Oktober durchgeführt. Schon bei Sonnenaufgang hatten die Verantwortlichen die Fährten auf einem Acker bei Wenzlow vorbereitet. „Eine Fährte sind etwa 1800 Schritte im normalen Gang“, erklärt Kendy Wachow, Vorsitzender der ausrichtenden SV-Ortsgruppe Brandenburg-Stadt. Auf einer solchen Spur werden insgesamt sieben Gegenstände verteilt. „Sie werden einfach fallengelassen“, so der 38-jährige Wachow.

Die teilnehmenden Hunde müssen diese Objekte später anzeigen, indem sie darauf verweisen. Dazu legen sie sich auf den Boden und das am besten gerade zur Fährte, denn sonst droht Punktabzug. Für ihre Suche werden die Tiere nämlich nach mehreren Kriterien bewertet. So achten die Leistungsrichter zum Beispiel auf die Genauigkeit und schauen exakt hin, ob und wie weit die Hunde links und rechts von der eigentlichen Fährte schnüffeln. Erschwert wird die Suche durch absichtlich gelegte Kreuzungen. Dabei handelt es sich um Nebenspuren, die die Hauptfährte queren. Diese müssen ignoriert werden. „Der Hund darf sich zwar orientieren, welche Spur die richtige ist, er darf aber nicht die Fährte verlassen“, sagt Kendy Wachow.

96 von 100 möglichen Punkten für Brandenburger Duo

Die maximale Punktzahl einer solchen Prüfung liegt bei 100 Zählern. Bei der Landesmeisterschaft kamen Dietmar Tolksdorf und Schäferhund Nato vom Pfaffenbachtal am Ende auf 96. Nach sieben Stunden Wettkampf reichte das für Platz 1. Als Landessieger reisen die beiden nun zur nationalen Meisterschaft nach Baden-Württemberg, um sich dort an zwei Tagen mit den besten Fährtenhundespezialisten Deutschlands zu messen.

Von Norman Giese

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