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Brandenburg/Havel Piep, piep, piep – wir haben uns alle lieb!
Lokales Brandenburg/Havel Piep, piep, piep – wir haben uns alle lieb!
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17:54 07.11.2018
Nun herrscht wieder eitel Sonnenschein. Ministerpräsident Dietmar Woidke (l.) neben OB Steffen Scheller und dem Brandenburger Roland. Quelle: Jast
Brandenburg/H

Der Dietmar und der Steffen nehmen fast im Wochentakt Aufstellung für Fotografen um klar zu machen: Hier sind ein MP, also der Dietmar Woidke und ein OB, der Steffen Scheller, die können miteinander!

Eine Tasche voll Geld hatte Woidke dabei, als er samt Kabinett im vormals feindlichen Gebiet der Stadt Quartier nahm. Alles war rosig. Weil: die Stadt ist schön geworden, die Arbeitslosigkeit gering und Berlin ein Magnet. Dafür gab es 26 Millionen Euro für die Wobra, ein paar Hunderttausend aus DDR-Vermögen für eine Orgel, 1,5 Millionen Euro für Kitas, die fast stehen; vier Millionen, für die Johanniskirche, die seit 2014 fertig ist. Dazu die Zusage, dass die durch die Mangelausstattung vom Land mitentstandenen Millionenschulden reduziert werden.

Und wer ist des Glückes Schmied? Da schwärmt Woidke von seiner Zusammenarbeit mit Scheller, die besser sei als mit Dietlind Tiemann. Stimmt schon. Aber es war Tiemann, die den Widerstand gegen seine Kreisgebietsreform anführte. Ihr von manchem (inclusive des Autors) fälschlich als Starrsinn verurteilter Plan, eben keinen Plan B zu haben, sondern die Kreisfreiheit als alternativlos zu erklären, erwies sich als Schlüssel für ihren Sieg und Woidkes Niederlage.

Dass Land und Stadt Gründe genug haben, das Verhältnis nach Jahren der Gegnerschaft wieder zu verbessern, ist da nur logisch. Nur muss klar sein: Die jetzt verteilten Millionen wären zumeist gar nicht da, würden sie in die Reform gesteckt. Und wenn das Land der Stadt etwas Gutes und Friedensstiftendes tun will, muss es in die Tasche greifen statt mit „Sowieso“-Projekten vor den Wahlen punkten zu wollen.

Dann muss das Land der Stadt, die ihm Namen und Herkunft gibt, Zukunft geben: also Arbeit, Infrastruktur, Kultur – Hilfe bei Ansiedlungen, beim Autobahnzubringer Kirchmöser, der Wuster Bahn-Überführung und der Wiedererweckung des zum Kulturhaus abgewirtschafteten Theaters. Das wird teuer! Aber wenn das Land und die Stadt Brandenburg so eng zusammenstehen wie der MP und der OB zelebrieren, sollte das doch machbar sein. Oder?

Von Benno Rougk

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