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Landjugend läutet Kreiserntefest ein

Grundschüler besuchen Höfe in Fohrde Landjugend läutet Kreiserntefest ein

Der Tag vor dem Kreiserntefest gehört traditionell der Landjugend. Pritzerber Grundschüler besuchten Höfe und Aussteller in der Fohrder Hauptstraße. Es gab Einführungen in die Welt der Landtechnik. Besonders groß war der Andrang beim Melken. Auch wenn die Kuh nur Wasser gab.

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Am aufgeschnittenen Geräteträger sehen die Schüler, wie die Kraftübertragung funktioniert. Sebastian Grund erklärt dieser Gruppe die Funktionsweise des Motors.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Fohrde. Er hat zwei kleine und zwei große Räder. Mit ihm wird gepflügt, gedrillt, gedüngt. Große Exemplare sind mit der Kraft von 500 Pferden unterwegs. Für Tom Lehnhardt ist der Exkurs in die Welt der Traktoren beim Tag der Landjugend weniger aufregend als für seine Mitschüler. Denn der Fünftklässler besitzt schon einen eigenen Schlepper. Der Einzylinder mit einem Trabantgetriebe und dem Motor eines Melkstandes trägt den Namen des Jungen der gern mal die Motorhaube öffnet, um seinen Klassenkameraden zu zeigen, was den Mini-Traktor antreibt.

Sebastian Grund übernahm am Freitag die Aufgabe Pritzerber Grundschüler in die Welt der Landtechnik einzuführen. Das gelang anschaulich am Schnittmodell eines Geräteträgers, der eines der wichtigsten Arbeitsgeräte auf dem Acker und in den Ställen der DDR-Landwirtschaft war. Weil Zahnräder und Wellen bei dem präparierten „Molli“ freiliegen, konnten die Mädchen und Jungen mit staunenden Augen den Weg der Kraftübertragung verfolgen. Auch Motor, Kolben und Getriebe sind für Schulungszwecke sichtbar. „Da lerne selbst ich noch etwas“, sagte Schulleiterin Michaela Braatz. In zünftigen Gummistiefeln führte sie 170 Kinder aus allen sechs Klassenstufen in der Fohrder Hauptstraße an, wo zwölf Stationen auf die Grundschüler warteten.

Von den Schülern gebaute Vogelscheuchen schmücken das Festzelt

Von den Schülern gebaute Vogelscheuchen schmücken das Festzelt.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Schlepper, Mähdrescher und Hoflader sind für ihre Schützlinge ein gewohnter Anblick. Denn in die Pritzerber Goethe-Grundschule verirren sich keine Großstadtkinder. Doch so nahe wie beim Tag der Landjugend kommt der meiste Dorfnachwuchs nur selten an Agrartechnik. In Fohrde dagegen bestimmen bis heute mehrere Bauernfamilien das Bild der Landwirtschaft. Es gibt noch Milchkühe und Pferde zum Anfassen im Ort. Und Traktor fahren lernen ist selbstverständlich wie Schwimmunterricht.

Diese Kuh auf dem Hof bei Nancy Vogeler gab nur Wasser

Diese Kuh auf dem Hof bei Nancy Vogeler gab nur Wasser. Trotzdem war der Andrang groß.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Traditionell veranstaltet der Kreisbauernverband Potsdam-Mittelmark den Tag der Landjugend am Vortag des Kreiserntefestes, das am heutigen Sonnabend in Fohrde beginnt. Der 790 Jahre alte Ortsteil der Stadt Havelsee erlebte am Freitag seinen ersten Ansturm. Neben den Schulkindern waren die jüngsten Fohrder aus der Kita zu Gast. Schon die Anreise war aufregend. Nancy Vogeler und Bastian Schumacher spannten Traktoren vor Kremserwagen. Schöner kann ein Tag auf dem Lande nicht beginnen.

Fährtenlesen am Infomobil des Landesjagdverbandes

Fährtenlesen am Infomobil des Landesjagdverbandes.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Hochbetrieb herrschte auf dem Hof von Familie Vogeler. Als Milchviehhalter war es Ehrensache für eine Melkstunde zu sorgen. Zwar nicht am lebenden Objekt, sondern an einem mit Wasser gefüllten Gummieuter einer Sperrholzkuh. Wenigstens das Fingerspitzengefühl für das milchspendende Organ eines weiblichen Rindes sollten die Kinder einmal bekommen. Echte Milch zu trinken gab es bei Cornelia Schwarzrock vom Kreisbauernverband. Sie schenkte in einer überdimensionale Milchkanne aus, in die eine ganze Bar hineinpasst. Erdbeer- und Vanille-Shakes ließen sich die Mädchen und Jungen schmecken.

Um Heil- und Kräuterpflanzen ging es am Stand von Landaktiv

Um Heil- und Kräuterpflanzen ging es am Stand von Landaktiv.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Erst reiben, dann riechen. In die Geheimnisse von 23 Küchen- und Heilkräuter wurden die Grundschüler von Sabine Rudert von der Initiative Landaktiv eingeweiht. Sechstklässler erfuhren, wozu Ringelblumen gut sind, wie Maggikraut aussieht und warum Oregano ein natürliches Antibiotikum ist. Lars Tiedemann aus Tieckow erklärte am Infomobil des Landesjagdverbandes den Unterschied zwischen Rot-und Schwarzwild. Mit Bienen waren die Hobby-Imker Karsten und Birgit Batsch aus Kützkow dabei. Bei Fischer Karl-Heinz Schenk lernten die Schüler, wie man Knoten bindet und wie Reusen funktionieren.

Von Frank Bürstenbinder

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