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Brandenburg/Havel Lauschkultur im Supermarkt
Lokales Brandenburg/Havel Lauschkultur im Supermarkt
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15:42 06.08.2017
Auch die vierjährige Linnea Reuter war mit Papa Jens und Mutti Jennifer dabei, aber zuerst gabs Kuchen, dann wurde den „Olschis“ gelauscht. Quelle: Ruediger Boehme
Brandenburg/H

Der Verein Lauschkultur e.V. hatte an diesem Sonnabend und Sonntag zum 11. Hörspielwochenende eingeladen. „Kommt zahlreich und mit offenen Ohren“, hieß es in der Einladung an große und kleine Havelstädter, an die Kassettenkinder und die nachfolgende CD-Generation. Wie beliebt dieses Event auf der Wiese am Theaterpark (freier Eintritt) geworden ist, zeigten die Besucherzahlen vom vergangenen Jahr, im Schnitt 1500 pro Tag.

Doch am Sonnabendnachmittag machte der immer stärker werdende Regen den engagierten Veranstaltern zunächst einen kräftigen Strich durch die Rechnung. Die Wiese leer und aufgeweicht, ein paar Zelte boten Unterschlupf für die wenigen Besucher. Pauline Busch kam mit ihrer kleinen Tochter aus Pritzerbe, weil es ihr im Sommer 2016 hier so gut gefallen hat. „Es ist schön, in der Natur Geschichten zu lauschen“, sagte sie ein wenig traurig.

Seit Dezember 2016 ist Leo Bauch, Lehramtsstudent, Vorsitzender des Vereins Lauschkultur e.V. Der 21-jährige Havelstädter war vor vielen Jahren selbst mit den Eltern Besucher des Hörspielwochenendes, kam immer wieder, und engagierte sich später im Verein. Möglichst viele Kinder in dieser schnelllebigen Zeit an das Zuhören heranzuführen, ist Anliegen der Vereinsmitglieder.

Dazu gehören Geschichten über ungewöhnliche Erlebnisse im Supermarkt und über das Einparken. Zum ersten Mal dabei waren die „DreamTeamer“ aus Berlin, die Zuhörer in ein unheimliches Moor mitnahmen. Krimis und Livemusik mit dem „Frankfurter Kurorchester“ waren am Abend für Erwachsene geplant.

Im Kinderprogramm drehte sich in diesem Jahr alles um das Thema Reisen. Alte Bekannte wie das Zuckertraumtheater waren dabei, natürlich das Brandenburger Schlafmännchen, aber auch neue Weggefährten wie Lindbergh, die fliegende Maus. Die bewusst kurzgehaltenen Geschichten sind für Kinder ab drei Jahre gedacht. Im ansprechenden Programmheft, das betrifft sowohl die Inhaltsbeschreibungen als auch das Design, waren übrigens zu den Hörgeschichten jeweils Altersempfehlungen gegeben und vor allem die Laufzeit notiert. Das gefiel auch Elvira Wandtke, die mit Sophia auf einer Bank unterm Zeltdach saß. Ihre vierjährige Enkelin erzählt zuhause selbst gern ausgedachte Geschichten. Grundlage für ihre Phantasie waren schon von klein an Hörspiel-CD’s. Die Brandenburgerin war am Sonnabend zum ersten mal hier, und war ein wenig traurig, dass der Regen die tolle Atmosphäre vom Vorjahr nicht bieten konnte. Spaß machte es trotzdem, zuzuhören. Oder sich schminken zu lassen, in Flohmarktatmosphäre nach Kassetten zu suchen. Gebastelt wurde mit Unterstützung des Vereins „offenes Atelier – Mal Dir Deine Welt“ e.V.

Das gemeinsame Erlebnis, erzählten und gespielten Geschichten zuzuhören, konnte jedenfalls kein Regen trüben. Am Sonntagnachmittag zog Leo Bauch Fazit: „Es war wieder eine tolle Zeit im Park mit der Möglichkeit, Kultur und Natur zu genießen.“

Von Brigitte Einbrodt

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