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Leasing: Autohaus will Geld für Dellen im Dach

Streit um Reparatur Leasing: Autohaus will Geld für Dellen im Dach

Was ist normale Abnutzung und was sind Schäden am Auto, für die eine Leasingnehmerin aufkommen muss, wenn sie das geleaste Auto nach der vereinbarten Zeit zurückgibt? In Brandenburg an der Havel ist jetzt vor Gericht über genau diese Grundsatzfrage gestritten worden. Am Ende des Prozess stand ein Kompromiss.

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Auch Dellen im Dach können zu einem Streit zwischen Autohändler und Kunden führen.

Quelle: Archiv

Brandenburg/H. Was ist normale Abnutzung und was sind Schäden am Auto, für die eine Leasingnehmerin aufkommen muss, wenn sie das geleaste Auto nach der vereinbarten Zeit zurückgibt? Im Amtsgericht Brandenburg wurde gestritten um Dellen im Dach, Schrammen an den Stoßstangen und einen eingerissenen Fahrersitz.

Nach vier Jahren Gebrauch sah der Renault von Barbara T. natürlich nicht mehr aus wie neu. Aber so schlimm, dass sie am Ende der Leasingzeit knapp 850 Euro an ihr Autohaus zahlen sollte, fand sie die bemängelten Schäden auch wieder nicht. Also weigerte sie sich, den geforderten Betrag nach der Rückgabe des geleasten Autos zurückzuzahlen.

Einem Fachmann sind die Schäden am Auto aufgefallen

Der Brandenburger Autohändler wollte nicht auf den Kosten der Reparatur sitzen bleiben und klagte gegen seine Kundin vor dem Brandenburger Amtsgericht auf Zahlung der geforderten 850 Euro. Er stützte sich auf das Gutachten eines Brandenburger Sachverständigen.

Der Fachmann hatte die Schäden dokumentiert. Ihm waren überdurchschnittliche Abnutzungen aufgefallen, etwa eine größere Delle im Schiebedach, die hinten und vorn verschrammten Stoßstangen und der beschädigte Fahrersitz.

Andreas Zillkes, Rechtsanwalt der Autofahrerin, zweifelte an der Richtigkeit des Gutachtens und war auch im Namen seiner Mandantin nicht bereit für Schäden aufzukommen, die kaum sichtbar seien und daher als normale Abnutzung gelten müssten.

Parteien einigen sich auf einen Kompromiss

Das Angebot des Händlers, 200 Euro vom geforderten Betrag nachzulassen, schlug Barbara T. aus. Sie erklärte sich zunächst allenfalls bereit, 300 bis maximal 350 Euro für eingeräumte Schäden zu bezahlen.

Zunächst schien kein Kompromiss möglich. Erst als der Richter ein neuerliches vom Gericht beauftragtes Gutachten anregte, das für beide Seiten mit einem Risiko von etwa 3000 Euro bedeutet hätte, kam noch einmal Bewegung in die Verhandlung zwischen Autohaus und Leasingnehmerin.

Nach kurzen Hin und Her trafen sich beide Seiten bei etwa der Hälfte der geforderten Reparaturkosten, nämlich bei 450 Euro.

Von Jürgen Lauterbach

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