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Lebensretter in Aktion

Freiwillige Feuerwehr feiert in Kirchmöser Lebensretter in Aktion

Lebensretter in Aktion: Die 26 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Kirchmöser sind in diesem Jahr schon bei 62 Einsätzen dabei gewesen. Auch bei ihrem Tag der offenen Tür am Samstag waren die Brandschützer in ständiger Alarmbereitschaft. Zum Programm gehörten eindrucksvolle Experimente. Was passiert, wenn Wasser in heißes Fett gekippt wird?

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Bergetechnik im Einsatz: Enrico Steffens und der Feuerwehrmann Philip Tröger schneiden ein simuliertes Unfallauto auf .

Quelle: Foto: Volkmar Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Feuer und Wasser sind vor allem für Kinder reizvoll. Erleben konnten Besucher das am Samstag beim 23. Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Kirchmöser. Die Brandschützer hatten dazu auf das Gelände in der Bahnhofstraße eingeladen. Neben den Imbissständen und Zelten hinter dem Gerätehaus hatten die Feuerwehrleute um Wehrführer Oliver Tröger auf dem Platz vor dem Gerätehaus und im geräumigen Hof Technik und Einsatzbekleidung von gestern und heute zum Anschauen und Anfassen aufgestellt.

Dabei überließen sie die Gäste nicht ihrem Schicksal. Unter Wahrung eines angemessenen Sicherheitsabstandes stellten sie anschaulich dar, wie man verletzte Menschen aus einem Unfallauto befreit, ein brennendes Auto löscht oder welche Auswirkungen es hat, wenn man in einer Pfanne brennendes Öl mit Wasser zu löschen versucht. Wehrführer Tröger als Moderator dieser Schau belegte mit Fakten, wie hier aus einem Liter in brennendes Fett gegossenen Wassers explosionsartig eine 1700 Grad heiße Flamme entsteht.

Oft unter Zeitdruck

Wie viel Umsicht und Kraft es erfordert, aus einem Unfallfahrzeug eine verletzte Person zu bergen, konnte der Besucher Enrico Steffens selbst versuchen. Unter Aufsicht des Feuerwehrmannes Philip Tröger versuchte er mit der Schere eine Autotür zu öffnen. „Keine leichte Sache mit dem schweren Ding“, sagte er danach über die Handhabung des fast 20 Kilogramm schweren Gerätes und gab so ein achtungsvolles Urteil über die Arbeit der Kameraden ab, die auf den Straßen oft und unter Zeitdruck mit solchen Situationen konfrontiert sind.

Beim Tag der offenen Tür konnten die Bürger den Umgang mit Feuerwehrtechnik erleben

Beim Tag der offenen Tür konnten die Bürger den Umgang mit Feuerwehrtechnik erleben.

Quelle: V. Maloszyk

Die Feuerwehr Kirchmöser ist für solche und viele andere Einsätze gut gerüstet. Wegen ihrer Entfernung zur Stadt und der Industriebauten verfügt sie neben dem Mehrzweckfahrzeug und einem Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 auch über eine Drehleiter und nimmt so eine herausragende Stellung unter den Wehren der anderen Ortsteile ein.

62 Einsätze in diesem Jahr

Auf der dem Fest folgenden Dienstversammlung im Beisein einiger Gäste des Tages würdigte Detlef Wolf als Chef der Brandenburger Berufsfeuerwehr die Arbeit der 26 Aktiven. Immerhin sind sie in diesem Jahr zu 62 Einsätzen gerufen worden. „Wenn es nicht gerade viele Sturmschäden gegeben hat, ist das gewöhnlich die Zahl der Einsätze eines ganzen Jahres“, sagte der 51-jährige Wehrführer Oliver Tröger. Die häufigen Alarmierungen der vergangenen Tage veranlassten den Maschinisten Matthias Bölke zu der Bemerkung: „Man hat schon überlegt, ob man zwischen den Einsätzen nach Hause fährt oder gleich im Gerätehaus bleibt.“

Solche Dinge seien den zwölf Kindern und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr keine Hürde auf ihrem Weg in die Feuerwehr, sagte Jugendwart Gerd Häuser. Die kleine Truppe ist bei Wettkämpfen der Jugendfeuerwehren in Wusterwitz und im Stadtkreis als Sieger vom Platz gegangen und nimmt nun Kurs auf die Landesmeisterschaften. Am Samstag stellten sie sich mit eigenen Beiträgen wie dem Spaßwettbewerb der Öffentlichkeit vor.

Auf der Jahresversammlung wurde Heinz Ledig für 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr mit der Sonderstufe Gold der Treuedienstmedaille ausgezeichnet. Geehrt wurden auch Stefan Penkawa für 20 Jahre und Michael Rothe und Philip Tröger für zehnjährige Mitgliedschaft.

Von Jürgen Krumnow

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