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Brandenburg/Havel Brandenburg aus bunten Steinen: Kinder bauen eine Lego-Stadt
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg aus bunten Steinen: Kinder bauen eine Lego-Stadt
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15:45 29.10.2018
20000 Steine standen den Kindern beim Bau ihrer Lego-Stadt zur Verfügung. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

Wenn Dinosaurier durch die Straßen der Stadt Brandenburg ziehen, ein Schlachtschiff auf der Havel schippert und Affen auf den Tortürmen ihr Unwesen treiben, dann muss das nicht ein Schreckensszenario aus einem Fantasy-Roman sein, sondern kann durchaus der Realität entsprechen. Zumindest im Kleinformat.

In der Begegnungsstätte Sankt Bernhard auf dem Quenz bauten Kinder eine Stadt aus Lego.

Die Gemeinschaftskirche in Brandenburg an der Havel ließ Kinder zwischen acht und zwölf Jahren drei Tage lang eine komplette Stadt nach ihren Wünschen bauen. In der Begegnungsstätte Sankt Bernhard auf dem Quenz war dabei der Fantasie der Kleinen keine Grenzen gesetzt. Ihnen standen über 20.000 Lego-Steine zur Verfügung. „Es ist unwahrscheinlich, welche Kreativität die Kinder an den Tag legten“, sagt Hans-Martin Richter, Pastor und Leiter der Kinder- und Jugendeinrichtung der Gemeinschaftskirche Brandenburg.

Ursprünglich lag die angestrebte Teilnehmerzahl bei 40 Kindern, diese musste jedoch aufgrund der Größe des Raumes, in dem das Bauen stattfand, nach unten korrigiert werden. „Wir hatten jetzt 15 Jungs und sieben Mädchen“, so Richter. „Mit 22 Anmeldungen waren das aber immer noch zwei mehr als geplant.“

Seitdem der Pastor die Kirche 2016 über die Internetverkaufsplattform Ebay ersteigerte, steht er in engem Kontakt mit den Anwohnern der Walzwerksiedlung. „In den Gesprächen kristallisierte sich der Wunsch nach mehr Entfaltungsmöglichkeiten für Kinder vor Ort heraus“, so Richter.

Schnell wuchs so die Idee zur Lego-Stadt. Um diese mit Baumaterial zu versorgen, sammelte das Gemeinschaftswerk Berlin-Brandenburg, das sich als gemeinnütziger Verein in etwa 50 kirchlichen Gemeinschaften engagiert, über 20.000 Steine aus verschiedenen Gemeinden und schickte diese an den Quenz.

„Ich finde es toll, dass was für die Kinder gemacht wird“, sagt Corinna Schmidt, die gemeinsam mit ihrer Familie in der Nähe der Begegnungsstätte Sankt Bernhard wohnt. Sie hatte durch Freunde von dem Projekt erfahren und sofort ihre Tochter angemeldet. „Schließlich soll in den Ferien gar nicht erst Langeweile aufkommen.“

Zu diesem Zweck hatten die Kinder beim Bau der Stadt alle Freiheiten. Zwar fanden sich markante Bauwerke der Havelstadt wie die Tortürme oder die Werft an der Jahrtausendbrücke, diese grenzten jedoch an für die Stadt untypische Gebäude wie Militärlager und Tiergärten.

„Mir haben die drei Tage super gefallen“, sagt Milas Mosch. Der Zehnjährige hatte sich für Luxus entschieden: „Da ich auch mal in einer Villa wohnen will, wollte ich zeigen, wie so ein Haus aussehen kann.“ Ob diese dann auch Dinosaurierangriffen standhalten muss, wird sich zeigen. 

Von Tobias Wagner

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