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Lehnin: Brückner setzt auf Wachstum

Neuer Bürgermeister Lehnin: Brückner setzt auf Wachstum

Die Gemeinde Kloster Lehnin soll vom märkischen Eigenheim-Bauboom profitieren. Darauf setzt Kloster Lehnins neuer Bürgermeister Uwe Brückner (SPD), hinter dem die ersten drei Wochen im Amt liegen. Den Zuzug in die Gemeinde zu befördern durch attraktive Baugrundstücke ist eines der Ziele des 54-Jährigen.

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Hinter Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner (SPD) liegen die ersten Amtswochen.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Kloster Lehnin. Die Gemeinde Kloster Lehnin soll vom märkischen Eigenheim-Bauboom profitieren. Darauf setzt Kloster Lehnins neuer Bürgermeister Uwe Brückner (SPD), hinter dem nach einem kurzen Urlaub nun die ersten drei Wochen im Amt liegen. Den Zuzug in die Gemeinde zu befördern durch attraktive Baugrundstücke ist eines der Ziele des 54-Jährigen. Dafür werden alle 14 Ortsteile „durchforstet, um im Innenbereich Baumöglichkeiten zu finden“. Die Grundstücksbesitzer werden dann angeschrieben und auf die Vermarktungschancen hingewiesen. Kloster Lehnin müsse mehr auf seine Stärken verweisen, die Autobahnanbindung, die Nähe zu Brandenburg, Potsdam und Berlin und auch die Erreichbarkeit des Bahnnetzes über Buslinien, so Brückner.

Die Gemeinde reagiert damit auf die Demografie-Prognose, wonach im Jahr 2030 rund 60 Prozent der Bevölkerung in Kloster Lehnin über 65 Jahre alt sein wird. „Bautätigkeit ist nur eine Facette, auf die demografische Entwicklung Einfluss zu nehmen“, sagt Brückner. „Es werden aber auch immer wieder Häuser verkauft. Nie steht eines lange leer.“ Sechs bis sieben Häuser werden Brückner zufolge gerade in Lehnin gebaut und „drei bis vier befinden sich in Damsdorf aktuell in Bau. Diese Bautätigkeit merkt man auch an der Kinderzahl“. Die Baupreise liegen derzeit durchschnittlich bei 50 Euro je Quadratmeter in und um Lehnin.

Zahlen und Fakten zu Kloster Lehnin

In der Gemeindeverwaltung von Kloster Lehnin sind 153 Männer und Frauen beschäftigt. Sie arbeiten am Bauhof, an den Schulstandorten am Campus Lehnin und in Damsdorf und in den Kindergärten. In der Kernverwaltung sind 42 Mitarbeiter tätig, nicht alle jedoch arbeiten in Vollzeit.

Zur Gemeinde Kloster Lehnin gehören Lehnin und Damsdorf als größte Ortsteile, Trechwitz, Grebs, Prützke, Emstal, Göhlsdorf, Netzen, Krahne, Reckahn, Rädel, Michelsdorf, Nahmitz und Rietz. 11 001 Bürger leben in diesen Ortsteilen. Diese zeichnet in den Augen des neuen Bürgermeisters ihre große Individualität aus und kulturelle Identität

Zu den Vorzügen der Gemeinde zähle nicht nur die schnelle Erreichbarkeit über die A 2, so Brückner, sondern auch gute Infrastruktur und Natur. Buslinien verbinden die Region mit Bahnhöfen an der RE1-Trasse. Diese Busse müssten häufiger fahren, fordert Brückner.

Uwe Brückner wurde 1962 in Schwedt an der Oder geboren. Er arbeitete im Rang des Polizeioberrates bis zu seinem Amtsantritt als Bürgermeister von Kloster Lehnin. Bis 1994 lebte er in Potsdam. Von dort zog Brückner mit seiner Familie nach Damsdorf. Uwe Brückner ist verheiratet, Vater zweier Kinder und dreifacher Großvater.

Wenn Brückner später auf seine Tätigkeit zurückschauen wird, was wäre ihm dabei wichtig? „Es würde es mich freuen, wenn Kloster Lehnin dann noch selbstständig und die Gemeinde so leistungsstark ist, dass sie ihre Aufgaben wahrnehmen kann.“

Neue Erschließungsstraße für Gewerbegebiet geplant

Als nächstes Ziel nennt Brückner die Entwicklung des Damsdorfer Gewerbegebietes. Dieses soll eine südliche Anbindung an die Landstraße zwischen Lehnin und Göhlsdorf erhalten, um den Gewerbeverkehr aus Damsdorf herauszuhalten. Um das Areal mit Leben zu erfüllen, hat die Gemeinde als Eigentümerin eine Entwicklungs GbR gegründet. „Wir sind dabei, diese arbeitsfähig zu machen.“

In Kloster Lehnin gibt es mehrere Gewerbeflächen: „In Grebs ist fast alles verkauft“, so der Bürgermeister. „In Rietz sind nur noch wenige Flächen frei.“ In Reckahn dagegen sind es laut Verwaltungsangeben noch mehrere 10 000 Quadratmeter, die es zu vermarkten gilt. Brückner verweist auf Gespräche mit einer regionalen Gärtnerei, die sich für den Ankauf oder die Pacht einer größeren Fläche interessiert. „Wir sind fast täglich in Verhandlungen mit Gewerbetreibenden, die sich für Flächen interessieren. Es wäre eine erfreuliche Entwicklung, wenn wir weitere Arbeitsplätze hierherbekommen und damit auch weitere Einwohner.“

Kulturstandort Reckahn stärken

Ein wichtigstes Projekt der Gemeinde ist die Entwicklung des Reckahner Kulturstandortes mit dem noch zu sanierenden Herrenhaus als Gemeinde- und Veranstaltungszentrum und den beiden Museen. „Das Gewerbegebiet Damsdorf und Reckahn sind Großprojekte, wo wir als Verwaltung langsam auch an unsere Grenzen kommen neben den alltäglich zu erfüllenden Aufgaben.“ Noch aber könne er nicht sagen, ob es tatsächlich zu einem Stellenaufwuchs in der Verwaltung komme, so Brückner.

Von Marion von Imhoff

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