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Brandenburg/Havel Lehniner klagen über Raser im Ortskern
Lokales Brandenburg/Havel Lehniner klagen über Raser im Ortskern
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20:25 13.06.2016
Stoßstange an Stoßstange: Im Lehniner Ortskern zwängt sich viel Verkehr durch die engen Straßen. Quelle: Marion von Imhoff
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Lehnin

Gefühlt nur jeder zweite Autofahrer in Lehnin hält sich nicht an das im Ortskern vorgeschriebene Tempo 30. So beschreibt es Christine Bredow, Mitarbeiterin des Klostercafés Fiedler im Ortszentrum. „Motorräder heizen hier wie die Irren durch. Auch viele Autofahrer. Da fasst man sich an den Kopf.“ Auch brenzlige Situationen hat Christine Bredow schon beobachten müssen in der engen Ortsdurchfahrt. „Ein älterer Mann wurde fast angefahren, der drohte dann dem Autofahrer mit dem Krückstock.“ Vor der Sparkasse steht eine Rentnerin. Sie empfindet es als Raserei, wie viele Autofahrer die Kurfürstenstraße nehmen, an der Geschäft an Geschäft liegt. „Viele Autofahrer tun so, als wären sie hier schon auf der Autobahn, wo die meisten von ihnen hinwollen“, sagt die ältere Frau.

Die Kurfürstenstraße ist kurvig und eng. In sie mündet weiterer Verkehr von der Emstaler Landstraße. Nach Angaben von Polizeisprecher Oliver Bergholz ist die Straßenführung genau das Problem, warum dort das Tempo von Autofahrern nur schwer zu kontrollieren ist. „Man braucht eine längere Geradeausstrecke, um Fahrzeuge lasern, und einen größeren Parkplatz, um sie herauswinken zu können.“ Möglich wäre aber eventuell, eine Blitzertonne aufzustellen. Hinweise von Bürgern über Raserei werde aber auf jeden Fall nachgegangen und mögliche Schritte geprüft, kündigte Bergholz an.

Der dichte Verkehr im Lehniner Ortskern ist ein Dauerärgernis. Lärm und Schnutz zerren an den Nerven der Anwohner und Passanten. Lastwagen und Busse rollen zahlreich auch durch die Friedensstraße von und zur Autobahnanschlusstelle Lehnin. Das an sich beschauliche Städtchen mit den breit ausgebauten Fußgängerwegen bietet so wenig Verweilqualität ausgerechnet dort, wo viele Geschäfte mit ihren Auslagen und Cafes genau das eigentlich bieten wollen.

Nach Angaben der Gemeinde Kloster Lehnin herrscht derzeit eine besonders hohe Verkehrsbelastung mit Bussen und Lastwagen. Grund dafür sei der Einsatz von Erntehelfern auf Spargelfeldern. Wie Stefan Arnold von der Gemeindeverwaltung mitteilt werden eiige hundert Erntehelfer, die in einer früheren Kaserne am östlichen Ortsrand untergebracht sind, mehrmals am Tag zu ihren Einsatzorten in Bussen gefahren. „Neben der konstanz hohen Lkw-Belastung durch die Mineralwasserfabrik am westlichen Ortsrand kommen derzeit auch etliche Lastwagen hinzu, die die Kiesgrube in Michelsdorf anfahren.

Arnold verweist auf das Durchfahrverbot für Lastwagen im Bereich der Belziger Straße ab dem Kreisverkehr bis zur Einmündung Bahnhofstraße. Schwerverkehr muss so durch Kaltenhausen und die Bahnhofstraße fahren, um weiter Richtung Autobahn zu kommen. „Hierdurch wird versucht, eine Lenkungswirkung des Lkw-Verkehrs in Richtung Autobahnanschlussstelle Netzen zu erreichen.“ Die Kontrolle dieses Durchfahrtsverbotes obliege der Polizei, so Arnold. Gleiches gelte für die Kontrollen des Tempolimits im Ortskern. Es handele sich um Landstraßen. „Die Gemeinde Lehnin ist nicht befugt, eigene Kontrollen der Höchstgeschwindigkeit durchzuführen. Dies obliegt einzig der Polizei beziehungsweise der Verkehrsbehörde, also dem Landkreis.“

„Alle haben es eilig“, kommentiert ein 40-jähriger Groß Kreutzer die Verkehrssituation. Eine Seniorin schiebt ihren Rollator über die Fußgängerampel, bleibt kurz an dem Blumenstand eines Floristen stehen, während laut etliche Autos und der Schwerverkehr an ihr vorbeidröhnen.

Nicht nur im Ortskern haben es viele Autofahrer eilig. Auch an der Ausfallstraße, der Damsdorfer Chaussee, zugleich L 86, preschen Fahrzeuge jenseits des erlaubten Tempos die leichte Anhöhe hinauf. Gefährlich ist das auch für jene, die dort zur Tankstelle links abbiegen.

Von Marion von Imhoff

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