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Lehniner wollen Umgehungsstraße

Kloster Lehnin Lehniner wollen Umgehungsstraße

Eine Umgehungsstraße für Lehnin und einen Bahnanschluss, das sind zwei der Forderungen, die die Bürger von Kloster Lehnin haben. Das ergab die Umfrage zu einer sozio-kulturellen Studie über die Gemeinde Kloster. Noch bis Ende April können Bürger dazu ihre Meinung abgeben.

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Quelle: Marion von Imhoff

Kloster Lehnin. Eine Umgehungsstraße für Lehnin und ein Bahnanschluss, das sind zwei der Forderungen, die die Bürger von Kloster Lehnin haben. Das ergab die Umfrage zu einer sozio-kulturellen Studie über die Gemeinde Kloster. Noch bis Ende April können Bürger dazu ihre Meinung abgeben.

Bekanntlich sind die Bürger in Kloster Lehnin derzeit dazu aufgerufen, sich an der Aktion „Stadt-Land gestalten: Mach mit! Zauche.Ziegel.Zisterzienser“ zu beteiligen. Es ist das größte Mitwirkungsprojekt dieser Art seit der Wende in der Gemeinde. Dazu sind online Fragebögen abzurufen. Seit März haben dazu die Kloster Lehniner die Möglichkeit, ihre Meinung über ihre Heimat kundzutun. Zehn Fragen gilt es zu beantworten. Bisher haben 55 Einwohner dieses Angebot genutzt. „Das ist ein erfreuliches Ergebnis“, sagt Celina Kress vom Büro Best für Baukultur und Stadt, das das Projekt koordiniert.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass der hohe Lastwagenverkehr in den Ortskernen und die Lärmbelastung durch die Autobahn 2 und den Truppenübungsplatz Lehnin als größte Schwächen der Region bemängelt wurden. Als weiteren Mangel nannten die Teilnehmer unzureichenden Personennahverkehr innerhalb der Gemeinde und eine schlechte Anbindung an Potsdam und Berlin. Auf die Frage, woran es in Kloster Lehnin fehle, antworteten viele: „Gasthöfe, Kneipen und Cafés.“ Sie beklagten zudem den Verfall von Kornspeicher, Alter Mühle und des früheren Bahnhofs in Lehnin.

Als größte Stärke wurden die Landschaft, Wander- und Radwege, Badestellen und die Klosteranlage genannt. Als Leuchtturm in der Region bezeichneten die Teilnehmer der Fragebogenaktion die Reckahner Museen, die Lehniner Sommermusiken, das Institut für Kunst und Kultur, das Backofenfest, aber auch den Kräutergarten am Kloster. Sie plädierten zudem für eine Umgehungsstraße für Lehnin, bessere Busverbindungen und die Wiederbelebung des Bahnanschlusses von Lehnin, der lange schon gekappt ist. Für das geplante Gewerbegebiet Damsdorf hoffen sie auf Unternehmen, aber auch auf die Möglichkeit von Wohnen und Freizeit auf dem 31,6 Hektar großen Areal. Es müssten zudem mehr Wohnmöglichkeiten für Familien geschaffen werden. Es fehlten Bauflächen, Wohnparks und Wohnraum, Jugendfreizeitangebote und attraktive Spielplätze.

Die Verwaltung arbeit in den Augen der meisten Teilnehmer der Umfrage effizient. Auch der Zusammenhalt in der Bevölkerung sei groß.

Noch bis Ende April können Fragebögen ausgefüllt und online oder per Post an das Büro Best gesandt werden. Auch Kinder und Jugendliche sind dazu aufgerufen, ihre Meinung, Wünsche und Kritik an Kloster Lehnin zu äußern. Auf dem Schulcampus sind dazu Fragebögen verteilt worden. „Wir wünschen uns natürlich, dass sich möglichst viele Schüler beteiligen“, so Celina Kress.

„Zauche. Ziegel. Zisterzienser: Gemeinde Kloster Lehnin“ ist eine Initiative des Infrastruktur-Ministeriums und der Brandenburgischen Architektenkammer.

Weitere Infos unter www.klosterlehnin.de oder www.best-bb.de

Von Marion von Imhoff

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