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Leitstelle funkt voran

Umstellung des Funks auf Digitaltechnik Leitstelle funkt voran

Wenn es um Sekunden geht, sind stabile Nachrichtenverbindungen lebenswichtig. Noch funken Feuerwehren und Rettungsdienste in der Havelstadt analog. Doch die Umstellung auf den Digitalfunk rückt immer näher. Vorteile: bessere Verständigung, einfache Bedienung, abhörsicher und mehr Platz im Funkäther.

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Brandenburgs Leitstelle macht den Anfang mit der Anbindung an das digitale Funknetz.

Quelle: Jast

Brandenburg an der Havel. Was die Stadt für den digitalen Quantensprung braucht, wurde jetzt im Ergebnis einer landesweiten Ausschreibung bestellt: 55 Feuerwehrautos, Rettungsfahrzeuge und Katastrophenschutz-Kfz brauchen neue Funkgeräte. Rund 70 000 Euro wurden für die Anschaffung im kommunalen Haushalt eingestellt. „Die zweite Phase folgt 2015 mit dem Kauf neuer Handfunksprechgeräte“, berichtet Detlef Wolf, Amtsleiter Feuerwehr und Rettungswesen. Liefern wird der US-amerikanische Hersteller Motorola. Den Einbau, der nach jetzigen Vorstellungen im zweiten Quartal 2014 beginnen soll, übernehmen von Motorola beauftragte Firmen.

Noch vor den Einsatzfahrzeugen in der Stadt und den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming muss jedoch die Brandenburger Feuerwehr- und Rettungsleitstelle an das neue Funknetz angeschlossen werden. Die digitale Infrastruktur für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Form zahlreicher neuer Sendemaste gibt es bereits. Zum Beispiel sind sie entlang von Autobahnen nicht zu übersehen. „Doch für den Zugang brauchen wir quasi einen neuen Stecker“, sagt Uwe Hohn, Chef der Leitstelle.

Über diesen „Stecker“ steuern die Einsatzbefehle der Leitstelle ein Computernetzwerk an, von dem das Signal je nach Bedarf von Funkturm zu Funkturm geschickt wird. Die Schnittstelle zur Anbindung der Leitstelle an das Digitalnetz wird etwa 300 000 Euro kosten. Dafür gibt es Fördermittel vom Land. Der Zeitplan steht. „Der Bewilligungsbescheid ist da. Jetzt werden wir den Zentraldienst der Polizei um die praktische Umsetzung bitten. Laut Plan wollen wir noch in diesem Jahr mit den Vorbereitungen beginnen“, erläutert Amtsleiter Wolf. Außerdem steht die Vernetzung der landesweit fünf Regionalleitstellen vor der Tür. Sie sollen sich einmal gegenseitig ersetzen können.

Die Stadt Brandenburg agiert nicht im luftleeren Raum. Da die Leitstelle bekanntlich auch für die Kreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming zuständig ist, gibt es im Rahmen einer kreisübergreifenden Arbeitsgruppe klare Vorstellungen wann welche Fahrzeuge mit der Umrüstung an der Reihe sind. Schwerpunkte werden die Monate März bis Juli 2014 sein. So jedenfalls die Theorie. Für eine Übergangszeit bleibt das analoge Funknetz in Betrieb.

Von Frank Bürstenbinder

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