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Brandenburg/Havel Lektüre international: Bücher für Flüchtlinge
Lokales Brandenburg/Havel Lektüre international: Bücher für Flüchtlinge
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21:35 20.10.2016
Tina Nimz spricht mit den Kindern in der Stadtteilbibliothek auch über die Bücher, die sie im Bilderbuchkino zeigt. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Die Abenteuer der Feldmaus Frederic ziehen auch die Hortkinder der Kita „Schritt für Schritt“ in ihren Bann. Das „Bilderbuchkino“ in der Stadtteilbibliothek Hohenstücken zählt zu den beliebtesten Veranstaltungen. Mitarbeiterin Tina Nimz wirft mit Laptop und Beamer Illustrationen des Kinderbuches auf die Leinwand, die Mädchen und Jungen erzählen, was sie da sehen und wie es weitergehen könnte, dann liest die Bibliothekarin die richtige Geschichte vor. So sind alle aktiv ins Geschehen einbezogen, die Kinder sollen sich nicht mit der bloßen Zuhörer-Rolle begnügen.

Über die Vorurteile, dass für die Jüngeren nur noch Playstation und Nintendo, Fernsehen und Handy interessant seien, kann die Leiterin der Fouqué-Bibliothek Cornelia Stabrodt nur lachen. „Dann wäre unser Haus nicht jeden Tag voll, gerade hier in Hohenstücken können wir uns überhaupt nicht beschweren. Es war und ist eine phantastische Lösung, dass unsere Einrichtung in das Bürgerhaus integriert ist.“ So werde aus der Stadtteilbibliothek eine Familieneinrichtung – neben den Kindern erreicht das Team mit Nadin Sternberg, Kerstin Kohl und Tina Nimz sehr viele Eltern. Zudem gebe es ausgezeichnete Kontakte zu den Kindertagesstätten in der Umgebung, in denen es auch sehr viel Engagement gebe.

Auch mit dem eher auf Senioren ausgerichteten Verein „Engagiertes Leben“ veranstalten die Bibliotheksmitarbeiterinnen alle sechs Monate Informationsgespräche, in denen die jeweiligen Neuheiten auf dem Buchmarkt vorgestellt werden – so halte man die Lust am Lesen in allen Altersgruppen hoch.

In diesem Jahr kam noch eine weitere Zielgruppe hinzu, regelmäßig kommen nun Gruppen von Flüchtlings- und Asylbewerberkindern aus dem Camp Roland, um die wunderbare Welt der Bücher zu entdecken. „Das war sehr gut gestartet, beim ersten Mal kam der damalige Heimleiter sogar persönlich vorbei und hat die Kinder gebracht. In Nord gibt es beispielsweise so eine Zusammenarbeit mit der dortigen Einrichtung nicht“, sagt Cornelia Stabrodt. In der Stadtteilbibliothek wurde darauf auch schnell reagiert, mittlerweile gibt es Bücher in englischer, arabischer und persischer Sprache. „Wir würden uns noch mehr zulegen, aber es gibt schon Engpässe bei Büchern in Farsi, also in persisch“, sagt die Bibliothekschefin. Umgebaut und umgestaltet wurde auch, so wurden beispielsweise für Erwachsene aus dem Camp Roland regelrechte Studienecken eingerichtet, in denen sie sich auch längere Zeit aufhalten können.

„Regelmäßig stellen wir Zufriedenheitsbefragungen unter allen Nutzern an, drei von vier Besuchern beteiligen sich auch daran“, freut sich die Chefin, auch wenn die Wünsche, Anregungen und Kritiken am Ende Mehrarbeit fürs Team bedeuten. „Großen Wert legen viele Benutzer auf die Aufenthaltsqualität, damit sie in Ruhe stöbern und aussuchen können. Deshalb haben wir auch mehr Sitzgelegenheiten zur Verfügung gestellt.“ Kerstin Kohl zeigt, dass auch Bücherregale wieder an den Wänden angeordnete wurden, um in der Mitte des großen Lesesaales auch mal einen langen Tisch für eine Diskussionsrunde oder andere Veranstaltungen zusammenstellen zu können.

„Es ist doch auch gerade schön, wenn sich immer etwas verändert und erneuert, da wird es nie langweilig.“

Von André Wirsing

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