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Brandenburg/Havel Lemcke brachte Shakespeare in die Mark
Lokales Brandenburg/Havel Lemcke brachte Shakespeare in die Mark
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06:15 18.04.2016
Ludwig Lemcke, Shakespeare-Experte aus Brandenburg. Quelle: MAZ
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Brandenburg/H

Theodor Fontane neigte gelegentlich dazu, mit seinen Landsleuten hart ins Gericht zu gehen. „Zu unsren mannigfachen Einbildungen über England gehört auch die, daß wir den Shakespeare häufiger und besser spielten als die Engländer selbst.“ So notierte es Fontane in seinem Beitrag über „Die Londoner Theater“, die er Mitte des 19. Jahrhunderts besucht und analysiert hat.

Sollte Fontane mit seiner Einschätzung richtig liegen, könnte vielleicht ein anderer Märker maßgeblich geholfen haben, Shakespeares Ruf in Deutschland ordentlich zu festigen: Ludwig Lemcke, geboren am 25. Dezember 1816 in Brandenburg an der Havel, gehörte im 19. Jahrhundert zu den bedeutenden deutschen Shakespeare-Experten. Dem Gelehrten war es vergönnt, im Februar 1864 im Marburger Rathaussaal über „Shakespeare in seinem Verhältnisse zu Deutschland“ zu sprechen. Anlass war die Feierlichkeiten zum 300. Geburtstag des großen Briten.

Lemcke reiste nach Marburg

Nach seiner Einschätzung übertreffen die Deutschen zwar nicht die Briten, wohl aber alle anderen Nationen, wenn es um die Würdigung des Shakespeare-Werkes geht. Die Größe des Dichters erkannt „hat bis jetzt nur unsere Nation“, sprach Lemcke. Einzig die Deutschen hätten „in Shakespeare das vollkommenste Muster der dramatischen Gattung und eins der höchsten Muster der Dichtkunst überhaupt“ erkannt.

Ludwig Gustav Konstantin Lemcke kam als einziger Sohn eines wohlhabenden Brandenburger Apothekers zur Welt. Seine Kindheit verbrachte er in der Havelstadt. Aus einem biografischen Beitrag geht hervor, dass der Haussegen bei den Lemckes schief hing. „Er verzog mit der Mutter, als diese sich von dem excentrischen Gatten, 1827 nach Braunschweig, das ihm zur eigentlichen Heimath wurde“, heißt es in dem Beitrag.

Kindheit in Brandenburg verbracht

In Braunschweig ging Ludwig Lemcke zur Schule und kehrte im Herbst 1836 in die Mark zurück, zum Studium an die Berliner Universität. Lemcke war vielseitig interessiert. In einer Biografie von 1906 heißt es über ihn: „Nach außen gaben von dem gediegenen Wissen und Urtheil und dem beneidenswerthen Besitz an litterarischen Seltenheiten, über den Lemcke verfügte, zuerst ein paar Aufsätze ,Zur Kenntniß der mundartlichen Literatur Italiens’ (1849-1851) Kunde, die zu dem besten gehören, was vor Gaspary in Deutschland über italienische Litteraturgeschichte geschrieben worden ist.“

Nach dem Studium zog es ihn wieder nach Braunschweig. 1863 siedelte er nach Marburg als Professor der romanischen Philologie über, vier Jahre später erhielt Lemcke eine Professur im gleichen Fach an der Gießener Universität. Dieser blieb er bis zu seinem Tod am 24. September 1884 erhalten.

Lemckes Hauptwerk ist das dreibändige „Handbuch der spanischen Literatur“ (1855). Er veröffentlichte viele Beiträge im „Jahrbuch für romanische und englische Literatur“ und übersetzte ein Standardwerk über die „Geschichte von England“. Anlässlich seines 125. Geburtstages notierte der Brandenburger Anzeiger: Lemcke war „ein Sohn märkischer Erde, der sich als Literarhistoriker über die Grenzen Deutschlands einen Namen gemacht hat“.

Von Heiko Hesse

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