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Lesecafé wartet noch auf die Wuster

Kultur in der Kirche Lesecafé wartet noch auf die Wuster

Nach dem Abschluss der Sanierung der Wuster Kirche konzentriert sich Kulturwust auf seinen eigentlichen Vereinszweck. Jährlich fünf große Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen mit Stammpublikum aus Brandenburg bis Berlin sind längst feste Größen. Außerdem möchte man die Kirche auch als dörfliche Begegnungsstätte nutzen.

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Monika Nebel und Gerhard Schneider in der Winterkirche.

Quelle: Nack

Wust. „Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns, vor uns liegen die Mühen der Ebenen“, zitiert Monika Nebel den großen Dramatiker Bertolt Brecht. Nach der Sanierung der Wuster Kirche gehe es nun um den Erhalt des Kulturbetriebs. Im Laufe der Jahre seien mit Hilfe von Fördergeld, Spenden und Landeskirchenzuschuss mehr als 200 000 Euro verbaut worden.

Nebel hat den Vorsitz von Kulturwust im vorigen Jahr von ihrem Mann Gerhard Schneider übernommen. Nach persönlichen Differenzen mit Pfarrer Rasmus Gramsch war aus Schneiders Sicht eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich. „Außerdem war nach zehn Jahren als Motor mein Akku ziemlich leer“, sagt der 72-Jährige. Der 1998 gegründete Verein zählt 26 Mitglieder. „Ich investiere soviel Zeit wie ich kann, aber wir haben viele engagierte ehrenamtliche Mitstreiter, so dass sich die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt“, sagt die Grundschulleiterin.

Fünf große Kulturveranstaltungen im Jahr mit Stammpublikum aus Brandenburg bis Berlin sind längst feste Größen, wobei der Verein von der Stadt und Ortsvorsteher Lothar Schmidt finanziell unterstützt wird. „Aber es ist bisher nicht wie erhofft gelungen, die Wuster Kirche zur dörflichen Begegnungsstätte zu entwickeln.“ Gottesdienste würden kaum noch besucht. Sowohl bei der mit Laienautorin Ursula Altenkirch 2015 angelaufenen Lesereihe als auch beim Lesecafé fehle die Regelmäßigkeit. In der Winterkirche stehen rund 400 gespendete Bücher im Schrank. „Unsere Frauen warteten erst einmal die Woche, dann monatlich auf Leser, derzeit wird bei Anruf ausgeliehen“, so Nebel. Die Idee aber ist ein Treff, wo Leute mit einem Buch bei einer Tasse Kaffee gemütlich zusammensitzen und ins Gespräch kommen.

Beim diesjährigen Kulturprogramm macht die Band „Patchwork“ am 18. März den Auftakt. Außerdem sind ein Konzert mit Wegbegleiter Maxim Shagaev mit Knopfakkordeon, Grammophon und der Sängerin Ute Beckert, eine szenische Lesung mit Videoinstallation und zwei weitere Konzerte geplant. Auch zum Türmetag lädt Kulturwust wieder ein und zur BT-Reihe „In Gärten gelesen“. Als nächstes Projekt soll das in der Trauerhalle gefundene Altarbild von 1925 restauriert werden.

Von Claudia Nack

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