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Brandenburg/Havel Letzte Runde im Theaterkarussell
Lokales Brandenburg/Havel Letzte Runde im Theaterkarussell
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14:33 29.01.2019
Mehr Kulturhaus als Theater: Mit Broadway-Tänzern und Kabarett wird das „Brandenburger Theater“ in jüngster Zeit noch gefüllt. Kommt anspruchsvolles Theater auf die Bühne, bleiben die Reihen meist leer. Ein neuer künstlerischer Leiter soll das ändern. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Am Donnerstag soll das Kandidatenkarussell für die Wahl eines neuen künstlerischen Leiters des Brandenburger Theaters in seine letzte Runde gehen. Noch fünf von vormals fast 50 Kandidaten sind am Start: Leicht wird es für keinen und für keine Seite.

Denn seit die frühere künstlerische Leiterin Katja Lebelt vor über einem Jahr entnervt das Handtuch warf, weil sie sich vom damaligen Geschäftsführer Klaus Deschner gemobbt fühlte, trudelt das Haus in künstlerischer Sicht führungslos dahin.

Das Haus trudelt

Einzig das Orchester hält die Fahne der Kunst noch hoch. Doch auch dort fehlt es an Führung, heißt es aus dem Aufsichtsrat des BT. Obwohl Deschner und der Aufsichtsrat ebenso wie der Gesellschafter vom Orchester und dem Chefdirigenten eine Liste mit drei potenziellen Nachfolgekandidaten Peter Gülkes (85) bis Mitte Dezember gefordert hatten, liegen diese Vorschläge dem Vernehmen nach noch immer nicht vor. Gülkes Vertrag endet zum Ende dieser Spielzeit.

Zukunft der Orchesterleitung offen

Teile des Orchesters dringen auf eine Weiterbeschäftigung des Dirigenten. „Das ist ein Thema, das wir angehen, wenn wir einen künstlerischen Leiter haben“, sagt Christine Flieger, die seit Anfang Januar die Geschäfte des BT führt.

Schon jetzt loben jene, die mit ihr das Auswahlverfahren für den neuen künstlerischen Chef des Hauses begleitet haben, von ihrer Detailkenntnis für das BT. Das verwundert nicht. Die Brandenburgerin war bereits viele Jahre in der Stadtverwaltung an der Seite des heutigen Oberbürgermeisters Steffen Scheller für die kommunale Beteiligung „Brandenburger Theater“ zuständig und wusste natürlich ebenso wie Scheller bestens, dass das Haus, anders als kolportiert, nicht von der Insolvenz bedroht war.

50 Bewerber

In der ersten Runde hatten sich die Vertreter des Gesellschafters, des Kulturministeriums und des Hauses fast 15 Kandidaten genauer angesehen. Bei erstaunlich vielen gab es Übereinstimmungen auf allen Seiten der Auswahlkommission.

Ein halbes Dutzend kam in die engere Wahl. Nur ein Kandidat kam aus den neuen Ländern, eine Frau war nicht mehr dabei. Das sei nicht schlimm, es wären einige Frauen im Leitungsteam, meint Christine Flieger lachend.

Flieger brennt für das BT

Den verbleibenden Kandidaten wurden nun noch zwei Aufgaben gegeben. Eine, die sie in Heimarbeit erstellen können, eine andere, die sie vor Ort lösen müssen. „Wir sind ein Team mit flachen Hierarchien. Da muss alles passen. Aber ich bin sehr optimistisch“, freut sich Flieger auf Donnerstag.

Die Kunst, so räumt sie ein, sei in der jüngeren Vergangenheit zu kurz gekommen. Vielleicht auch, weil zu oft Leute das Ruder führten „die sich nicht völlig mit dem Theater und der Kunst identifizierten.“

Entscheidung fällt Freitag

Auch sie werde darauf achten, dass nicht mehr Geld ausgegeben werde, als im Haushalt sei. Doch anders als ihr Vorgänger will sie auch nicht noch Geld von dem eher kleinen Kulturetat sparen. „Ich werde mit Leib und Seele für das Theater kämpfen“, sagt Christine Flieger im Gespräch mit der MAZ.

Wann der Neue kommt und wer es sein wird? Schulterzucken. „Wir haben uns verabredet, noch nicht am 31. Januar zu entscheiden sondern eine Nacht darüber zu schlafen“, sagt die BT-Chefin. Wichtig sei auch die Verfügbarkeit. 2019 sollte der neue Chef schon anfangen.

Ein aussichtsreicher Kandidat war von der Liste gestrichen worden, nachdem klar war, dass er erst 2021 zur Verfügung gestanden hätte.

Von Benno Rougk

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