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Letzter Boxenstopp für die Kanu-Schleppe

Bootswagen nach Reparaturarbeiten bald zurück Letzter Boxenstopp für die Kanu-Schleppe

„Petra Karin“ kehrt zurück nach Brandenburg an der Havel. Die Bootsschleppe am Mühlendamm, die nach einer Initiative von Hans-Jürgen Arndt im Juni 2007 erstmals in die extra angefertigten Schienen eingesetzt wurde, steht demnächst wieder für Wasserwanderer zur Verfügung.

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Schleppen statt Schleppe: Ohne Bootswagen ist beim Übersetzen Kraft gefragt.

Quelle: V. Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Nach einer Idee seiner Gattin brachte Arndt das Projekt seinerzeit ins Rollen und benannte den Bootswagen, mit dem Kanus und Kajaks von der Näthewinde über die Straße in die Oberhavel gebracht werden können, anschließend nach seiner Frau.

Im Jahr der Bundesgartenschau suchte man die Schleppe bisher allerdings vergebens. Zahlreiche Gäste Brandenburgs, welche die Havelregion vom Wasser erkunden wollten, mussten ihre Boote beim Übersetzen per Hand über die Straße tragen. „Viele kennen den Wagen und fragen mich danach“, erzählt Kathrin Geisler-Uhrlandt, Geschäftsführerin eines Bootsverleihs am Mühlendamm. Der Zugwagen sei vor allem für Reisende, die mehrere Tage unterwegs sind, ein großer Gewinn. „Wenn man Gepäck im Boot hat, geht das Übersetzen mit der Schleppe wesentlich besser“, sagt Geisler-Uhrlandt.

Denn das Ein- und Ausladen, das beim Übersetzen eines voll beladenen Bootes normalerweise unumgänglich ist, entfällt beim Schienengespann. Ein weiterer Vorteil: Beim Benutzen der Schleppe werden Autofahrer durch ein blinkendes Ampelsignal vor querenden Wassersportlern gewarnt. Die Lampe beginnt zu leuchten, sobald der Bootswagen spezielle Kontaktplatten direkt vor der Straße erreicht.

Damit dieses Angebot auch wieder in Anspruch genommen werden kann, haben Hans-Jürgen Arndt und sein Sohn Tobias die Schienen in einem Arbeitseinsatz nun vom angesammelten Dreck befreit.

Tobias und Hans-Jürgen Arndt reinigen die Wagenschienen.

Quelle: N. Giese

Auch die Schleppe selbst, die im vergangenen Jahr gar nicht im Einsatz war, wurde wieder in Ordnung gebracht. Als „Petra Karin“ ihren angestammten Platz wieder einnehmen sollte, fiel Hans-Jürgen Arndt jedoch auf, dass der Abstand zwischen den Rädern zu klein ist. „Es fehlt ein Zentimeter. Jetzt muss die Schleppe noch mal in die Werkstatt“, sagt er. In ein paar Tagen sei das Problem aber behoben.

Der Rückkehr zum Mühlendamm steht dann nichts mehr im Weg. Wie zuvor soll der Wagen mit einem Vorhängeschloss gesichert werden.

Je einen Schlüssel gibt es für das Restaurant „An der Dominsel“ und den Bootsverleih von Kathrin Geisler-Uhrlandt. In dem Restaurant war der Schlüssel schon früher hinterlegt. Geschäftsführer Marco Oriwol weiß, dass nicht jeder die nötige Sorgfalt beim Umgang mit der Schleppe an den Tag legt: „Einige Leute sind nicht pfleglich mit der Schleppe umgegangen.“ So trieb sie oft auf dem Wasser, weil sie nicht angeschlossen wurde.

Zudem kam es zu Verbiegungen der Räder und des Gestells, wenn es jemand mit zu viel Kraft versuchte, wenn sich der Wagen nicht auf Anhieb in Bewegung setzte. Diese Schäden sind nun beseitigt. „Wir werden ein Auge darauf haben“, sagt Betreiber Arndt, der sich in seiner Freizeit um die Schleppe kümmert.

Von Norman Giese

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