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Brandenburg/Havel Liebe im Knast: Probebeamtin unschuldig
Lokales Brandenburg/Havel Liebe im Knast: Probebeamtin unschuldig
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11:38 11.09.2018
Intime Kontakte von Bediensteten zu Gefangenen gefährden die berufliche Laufbahn. Quelle: Julian Stähle
Brandenburg/H

Die Vorwürfe gegen eine junge Beamtin des Brandenburger Strafvollzugs haben sich nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Potsdam nicht erhärtet. Die Leiterin der JVA Brandenburg/Havel hatte die Beamtin auf Probe im Sommer 2017 vom Dienst suspendiert, weil diese sich angeblich mit zwei Gefangenen eingelassen hatte.

Das Landeskriminalamt ermittelte gegen die junge Frau wegen des Vorwurfs, sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen begangen zu haben. Denn sexueller Kontakt zwischen Bediensteten und Gefangenen in derselben Einrichtung ist verboten und steht sogar unter Strafe.

Doch inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Potsdam die Ermittlungen eingestellt, weil kein hinreichender Tatverdacht bestehe, wie Behördensprecherin Sarah Kress-Beuting mitteilt.

Mit dem Ende der strafrechtlichen Verfolgung könnten disziplinarrechtliche Schritte folgen. Doch die Brandenburger Justiz führt kein Disziplinarverfahren mehr gegen die ehemalige Probezeitbeamtin, weil sie nicht mehr im Justizvollzug des Landes Brandenburg tätig ist.

Die Vorwürfe haben also gereicht, die noch gar nicht richtig begonnene Karriere der Frau vorzeitig zu beenden, die erst kurz vor ihrer Suspendierung ihre Ausbildung abgeschlossen und die Stelle in der JVA auf dem Görden erhalten hatte.

Im Grundsatz ist es natürlich nie auszuschließen, dass sich zwischen JVA-Bediensteten und Gefangenen persönliche Kontakte oder Beziehungen entwickeln können. Das muss den Vorgesetzten unverzüglich anzuzeigen, damit die Anstaltsleitung die räumliche Trennung veranlassen.

Ministeriumssprecher Uwe Krink erklärt, was dann geschieht: „Entweder wird der Gefangene verlegt oder der Bedienstete wird einer anderen JVA zugewiesen.“

Von Jürgen Lauterbach

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