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"Lieber Mutti oder Model"

Unternehmerfratzen: Schüler lernen Berufe kennen "Lieber Mutti oder Model"

Im Zuge der Unternehmerfratzen, einem Studierendenprojekt der Fachhochschule Brandenburg, lernten die Schülerinnen und Schüler der hieisgen Gebrüder-Grimm-Schule in dieser Woche die Berufe und den Alltag im Brandenburger Theater kennen.

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Dennis, Pascal und Luca hatten beim Kennenlernen der Berufe eine Menge Spaß.

Quelle: FHB

Brandenburg an der Havel. Kauffrau für Bürokommunikation - „Das klingt aber komisch“, finden zumindest die 11 bis  13-jährigen Schüler der Gebrüder Grimm-Grundschule. Trotzdem: Die Augen der Mädchen und Jungen schweifen interessiert über die Bühne und die Sitzreihen der Studiobühne. Das Bühnenbild finden sie toll. „Vor allem den Hippie-Bus“, kräht ein 11-Jähriger mit blondem Strubbelkopf. Im Zuge der Unternehmerfratzen, einem Studierendenprojekt der Fachhochschule Brandenburg, lernten die Schülerinnen und Schüler der Gebrüder Grimm Schule am Dienstag, 26. Mai 2015, die Berufe und den Alltag im Brandenburger Theater kennen.

Unter den Vorgestellten befindet sich auch Sabine Drobusch, besagte Kauffrau für Bürokommunikation, die bereits ihre Lehre im Brandenburger Theater absolvierte. Sie erklärte den Kindern, wofür ein Theater jemanden wie sie überhaupt braucht. „Aus allen Abteilungen flattern Rechnungen für Raummieten und Abrechnungen für andere Dinge ein“, erklärte sie den Kindern. Mit der Buchhaltung konnte sie die Schüler allerdings nicht so richtig ködern.

Als Beleuchter Frank Küstenmacher die Bühne betritt, ist vor allem Dennis (11) ganz aufgeregt. Schließlich möchte er einmal Elektriker in einem Theater werden. „Aber den Beruf lernen will ich bei EON.edis. Mein Opa ist da nämlich Meister“, unterstreicht er mit einem ziemlich ernsten Blick. „Das tolle als Elektriker in einem Theater ist ja, dass ich die ganzen Vorstellungen kostenlos sehen kann und trotzdem irgendwie zu den Stücken gehören. Ohne mich könnten die ja dann gar nichts machen“, Dennis weiter.

Nach einem kleinen Spaziergang in die Kellerräume des Brandenburger Theaters, landen Lehrerin, Studenten und Schüler bei der Theaterschneiderin Katrin Mickan. Neben der Herstellung der Kostüme, fungiert sie hinter der Bühne, während der Vorstellungen auch oft als Ankleiderin. Lea (11) schaut interessiert auf die bunten Stoffe und großen Scheren. „Eigentlich möchte ich ja gar nicht in einem Theater arbeiten. Am besten wäre Mutti oder Model“, überlegt sie sich.

Nach der Führung und Vorstellung der Berufe stehen die Kinder noch eine Weile auf dem Hof des Brandenburger Theaters. Ein bisschen sind sie doch aufgeregt, plappern und foppen sich ein bisschen. Aus einem offenen Fenster hört man einen Trompeter Tonleitern üben.

Luca (11) und Pascal (12) schauen sich besonders gründlich um. Vielleicht arbeiten sie in ein paar Jahren genau hier. „Ich werde Schauspieler. Am besten irgendeiner, der ganz viele Stunts macht“, erklärt Pascal. Die Stuntmen hat er schon einmal im Filmpark Babelsberg gesehen. Er selbst hat zwar noch nie selbst irgendwelche Stunts gemacht, aber er findet diesen Beruf so richtig „cool“.

Luca hingegen guckt nicht nur frech, er ist es auch. Komiker: Das möchte er einmal werden. Am besten mit einer Schauspielausbildung an der Film- und Fernsehhochschule in Babelsberg, oder in Berlin. „Ich finde es toll, die Menschen zum Lachen zu bringen und das möchte ich eben zu meinem Beruf machen“, erklärt er stolz. Ob in einem Theater, das weiß er noch nicht, aber auf jeden Fall auf einer Bühne.

Unternehmerfratzen ist ein Projekt für Kinder und Unternehmen. Aufgrund von Problemen, wie dem regionalen Fachkräftemangel oder der Perspektivlosigkeit junger Menschen, gründeten Studierende der Fachhochschule Brandenburg dieses Projekt. Ziel dabei ist es, Kinder frühzeitig an die Arbeitswelt heranzuführen- und zwar bereits in der Grundschule. So werden regelmäßig Projekttage in Unternehmen organisiert. Dort können die Kinder dann selbst tätig werden und Berufe spielerisch ausprobieren.

Von Juliane Heß (FHB)

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