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Linke kämpft weiter für Beuter

Stadtverordnetenversammlung Linke kämpft weiter für Beuter

Die Linken werden am Mittwoch zur Stadtverordnetenversammlung trotz heftiger Gegenwehr versuchen, den Namen des vor 20 Jahren erschlagenen Punks Sven Beuter auf dem Brandenburger Stadtplan zu verewigen. Wie Linken-Fraktionschef René Kretzschmar sagt, werde die Linke ihren eigenen Antragstext ändern und durch den von der SPD gemachten Vorschlag ersetzen.

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René Kretzschmar (Die Linke) gibt nicht auf.

Quelle: Foto: Jast

Brandenburg/H. Die Linken werden am Mittwoch zur SVV trotz heftiger Gegenwehr aus fast allen politischen Lagern versuchen, den Namen des vor 20 Jahren erschlagenen Punks Sven Beuter auf dem Brandenburger Stadtplan zu verewigen. Wie Linken-Fraktionschef René Kretzschmar sagt, werde die Linke ihren eigenen Antragstext ändern und durch den von der SPD gemachten Vorschlag ersetzen. Wie berichtet, wollten die Linken ursprünglich den Alfred-Messel-Platz in Sven-Beuter-Platz umbenennen. Damit hätten sie sich in die unselige Tradition der Nazis gesetzt, die den Namen des jüdischen Stararchitekten Messel schon 1933 von allen Straßenschildern entfernen ließen. „Das war nicht mehrheitsfähig und das war nicht gewollt. Das haben wir in der Diskussion ja gemerkt“, räumt Kretzschmar ein. Im Übrigen habe die Linke mit Blick auf die Anwohner in der Havelstraße und der Grabenstraße, die man auch schon für eine Umbenennung in Sven-Beuter-Straße ins Visier genommen hatte, und die mit der Umbenennung verbundenen Kosten, die ersten Pläne ja bereits fallen gelassen. Umso mehr habe sich die Linke gefreut, dass aus dem Lager der SPD der Vorstoß gekommen sei, das Havelufer zwischen AOK und Bauchschmerzenbrücke nach Beuter zu benennen. Dass die SPD ihren Antrag zurückzog, versteht der Linke nicht. Aber seine Partei werde das Mittwoch aufgreifen. Eine Mehrheit für den Vorstoß der Linken zu finden, wird schwierig, weiß auch Kretzschmar. Die Diskussion sei „nicht objektiv geführt worden. Viele scheinen sich daran zu stören, dass das Opfer ein Punk war“, sagt Kretzschmar. Das ist nicht völlig von der Hand zu weisen. „So eine Straßenbenennung muss doch angemessen sein“, sagt Walter Paaschen (CDU). Der frühere Fraktionschef hatte in seiner Fraktion Klartext geredet, die Umbenennung abgelehnt und dafür viel Zuspruch innerhalb und außerhalb der CDU gefunden. Paaschen: „Einen Straßennamen zu vergeben ist was anderes als eine Wand neu zu streichen.“ Im Übrigen habe er Probleme mit einigen, die jetzt für Beuter werben: „Wer vermummt für Demos an der Stelle wirbt, wo Beuter erschlagen wurde, führt nichts Gutes im Schilde.“

Von Benno Rougk

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